Gentherapien gegen die Blutgerinnungsstörung Hämophilie sind eine medizinische Sensation. Nun ist im Gesundheitssystem Netzwerkzusammenarbeit auf höchstem Niveau gefragt. Foto: ©iStock.com/champpixs

Gentherapien gegen Hämophilie: Vernetzung ist das A und O

Gentherapien gegen die Blutgerinnungsstörung Hämophilie sind eine medizinische Sensation. Die Hoffnungen sind groß. Damit alles bestmöglich funktioniert, braucht es unter allen Beteiligten im Gesundheitssystem Netzwerkzusammenarbeit auf höchstem Niveau. Im Mittelpunkt: die Patient:innen.

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Das Konzept der „Patient Journey“ setzt auf die konsequente Nutzung von Gesundheitsdaten entlang der gesamten Behandlung. Eine bessere Medizin ist möglich. Foto: ©iStock.com/molchanovdmitry

Medizin: Wenn Patient:innen auf „Reise“ gehen

Die konsequente Erhebung, Verknüpfung und Auswertung von im Laufe des Behandlungspfades erhobenen Gesundheitsdaten verbessern Therapieerfolg, Gesamtüberleben und Wohlbefinden von Patient:innen. Professor Dr. Christof von Kalle vom Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité, plädiert deshalb für eine ganzheitliche Betrachtung, bei der neben krankheitsspezifischen auch psychosoziale Aspekte und die subjektive Wahrnehmung der Menschen berücksichtigt werden. Ein Gespräch mit dem Krebsforscher und -arzt über das Konzept der „Patient Journey“.

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Wenn wir das Gesundheitswesen nicht schnellstens digitalisieren, wird die medizinische Versorgung in den kommenden Jahren in den Keller gehen. Foto: Deutscher Ethikrat

Digital unterstützte Medizin ist die bessere Medizin

Wenn wir das Gesundheitswesen nicht schnellstens digitalisieren und die Nutzung von Gesundheitsdaten und ihre Auswertung durch Künstliche Intelligenz (KI) vorantreiben, wird die medizinische Versorgung in den kommenden Jahren in den Keller gehen. Und zwar gleich aus mehreren Gründen.

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Was hindert Deutschland an der Digitalisierung der Medizin? Auf dem Vision Zero-Summit 2023 diskutierten Expert:innen über Auswege aus der digitalen Wüste. Foto: Pharma Fakten

Digitale Medizin: Ein Segen für Menschen mit Krebs

Fragt man im Fachbereich Krebs nach, was in den kommenden Jahren der größte Treiber für Innovation sein wird, liegt ein Thema immer ganz vorne: Die Digitalisierung. Die digitale Medizin ist eine Schatztruhe, um Menschen mit Krebs gezielter und damit besser behandeln zu können. Doch dieser Segen des Digitalen ist in Deutschland noch nicht ausreichend erkannt. Die Folgen: Unnötiges Leid, frühzeitiger Tod, Abkopplung vom Fortschritt.

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Expert:innen diskutierten in Berlin darüber, wie sich die Gesundheitswirtschaft in der Hauptstadt und in Deutschland fit für die Zukunft machen kann. Foto: ©iStock.com/Ridofranz

Gesundheitswirtschaft als Zukunftsbranche

Um die Wettbewerbsfähigkeit der „Zukunftsbranche Gesundheitswirtschaft“ ging es beim siebten Fachforum zum Thema „Gesundheit“ im Verlagshaus des Berliner Tagesspiegels. Dabei wurde nicht nur diskutiert, sondern es gab auch konkrete Handlungs-Empfehlungen.

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Um das Thema „Future of Health“ ging es bei einem Treffen von Gesundheitsexpert:innen in Berlin, das von der Tageszeitung „Die Welt“ organisiert wurde. Foto: ©iStock.com/metamorworks

„Future of Health“: Das Geheimnis des medizinischen Fortschritts

Die Zukunft der Medizin – und die Stolpersteine auf dem Weg dorthin – waren Thema bei einem Gesundheits-Event der Tageszeitung „Die Welt“ in Berlin. Unter dem Motto „Vision now – Future of Health“ trafen sich renommierte Gesundheitsexpert:innen, darunter der Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck. In der Forschung müsse man „Mut zum Scheitern haben“, sagte er. Da kann Deutschland noch von anderen Ländern wie den USA lernen.

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Deutschland hadert mit der datengetriebenen Medizin. Das ist ein Luxus, den sich niemand leisten kann – am wenigsten die Patient:innen. Foto: ©iStock.com/SOMKID THONGDEE

Gesundheitsdaten: „Eine typisch deutsche Debatte“

Deutschland hadert mit der datengetriebenen Medizin – entscheidende Weichen, wie sensible Gesundheitsinformationen sicher und legal gespeichert, miteinander verknüpft und ausgetauscht werden können, sind immer noch nicht gestellt. Auf einer Veranstaltung der Ärzte Zeitung diskutierten Expert:innen darüber, wie das Land international Anschluss halten kann.

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„5 für Gesundheit“: Auf einer Pfizer-Veranstaltung diskutierten 5 Expert:innen über ihre Ideen und aktuelle Entwicklungen im deutschen Gesundheitssystem. Foto: ©iStock.com/ipopba

Reformstau im Gesundheitswesen: „Allergie gegen Konjunktiv“

Zu viel Komplexität und Bürokratie, zu wenig Kommunikation und Vernetzung: Diese Kritik am deutschen Gesundheitssystem hält schon seit Jahrzehnten an. Wer daran etwas ändern will, braucht Durchhaltevermögen. Dass es sich lohnt dranzubleiben, zeigte sich bei „5 für Gesundheit“ – eine Dialogplattform, die das forschende Pharma-Unternehmen Pfizer initiiert hat. 5 Fachleute diskutierten in einer Gesprächsrunde über ihre Ideen und aktuelle Entwicklungen – die das Leben von vielen Patient:innen und Bürger:innen besser machen sollen.

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Die Deutsche Krebsgesellschaft hat 2 onkologische Spitzenzentren als erste Zentren für Personalisierte Medizin zertifiziert – ein Interview mit dem Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center. Foto: ©iStock.com/Spotmatik

Personalisierte Medizin: Was die Zertifizierung zweier onkologischer Spitzenzentren für Krebspatient:innen bedeutet

Zertifizierte Krebszentren gibt es schon länger – aber nun haben mit der Charité in Berlin und dem Universitätsklinikum Freiburg die ersten Standorte auch eine Zertifizierung als „Zentrum für Personalisierte Medizin“ erhalten. Was das bedeutet und wie Krebspatient:innen mit einem solchen Zentrum in Kontakt kommen können, darüber haben wir mit Professor Dr. Ulrich Keilholz gesprochen. Er ist Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center und zugleich stellvertretender Vorsitzender der Zertifizierungskommission ZPM.

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Gentherapien gegen die Blutgerinnungsstörung Hämophilie sind eine medizinische Sensation. Nun ist im Gesundheitssystem Netzwerkzusammenarbeit auf höchstem Niveau gefragt. Foto: ©iStock.com/champpixs

Gentherapien gegen Hämophilie: Vernetzung ist das A und O

Gentherapien gegen die Blutgerinnungsstörung Hämophilie sind eine medizinische Sensation. Die Hoffnungen sind groß. Damit alles bestmöglich funktioniert, braucht es unter allen Beteiligten im Gesundheitssystem Netzwerkzusammenarbeit auf höchstem Niveau. Im Mittelpunkt: die Patient:innen.

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Das Konzept der „Patient Journey“ setzt auf die konsequente Nutzung von Gesundheitsdaten entlang der gesamten Behandlung. Eine bessere Medizin ist möglich. Foto: ©iStock.com/molchanovdmitry

Medizin: Wenn Patient:innen auf „Reise“ gehen

Die konsequente Erhebung, Verknüpfung und Auswertung von im Laufe des Behandlungspfades erhobenen Gesundheitsdaten verbessern Therapieerfolg, Gesamtüberleben und Wohlbefinden von Patient:innen. Professor Dr. Christof von Kalle vom Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité, plädiert deshalb für eine ganzheitliche Betrachtung, bei der neben krankheitsspezifischen auch psychosoziale Aspekte und die subjektive Wahrnehmung der Menschen berücksichtigt werden. Ein Gespräch mit dem Krebsforscher und -arzt über das Konzept der „Patient Journey“.

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Wenn wir das Gesundheitswesen nicht schnellstens digitalisieren, wird die medizinische Versorgung in den kommenden Jahren in den Keller gehen. Foto: Deutscher Ethikrat

Digital unterstützte Medizin ist die bessere Medizin

Wenn wir das Gesundheitswesen nicht schnellstens digitalisieren und die Nutzung von Gesundheitsdaten und ihre Auswertung durch Künstliche Intelligenz (KI) vorantreiben, wird die medizinische Versorgung in den kommenden Jahren in den Keller gehen. Und zwar gleich aus mehreren Gründen.

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Was hindert Deutschland an der Digitalisierung der Medizin? Auf dem Vision Zero-Summit 2023 diskutierten Expert:innen über Auswege aus der digitalen Wüste. Foto: Pharma Fakten

Digitale Medizin: Ein Segen für Menschen mit Krebs

Fragt man im Fachbereich Krebs nach, was in den kommenden Jahren der größte Treiber für Innovation sein wird, liegt ein Thema immer ganz vorne: Die Digitalisierung. Die digitale Medizin ist eine Schatztruhe, um Menschen mit Krebs gezielter und damit besser behandeln zu können. Doch dieser Segen des Digitalen ist in Deutschland noch nicht ausreichend erkannt. Die Folgen: Unnötiges Leid, frühzeitiger Tod, Abkopplung vom Fortschritt.

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Expert:innen diskutierten in Berlin darüber, wie sich die Gesundheitswirtschaft in der Hauptstadt und in Deutschland fit für die Zukunft machen kann. Foto: ©iStock.com/Ridofranz

Gesundheitswirtschaft als Zukunftsbranche

Um die Wettbewerbsfähigkeit der „Zukunftsbranche Gesundheitswirtschaft“ ging es beim siebten Fachforum zum Thema „Gesundheit“ im Verlagshaus des Berliner Tagesspiegels. Dabei wurde nicht nur diskutiert, sondern es gab auch konkrete Handlungs-Empfehlungen.

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Um das Thema „Future of Health“ ging es bei einem Treffen von Gesundheitsexpert:innen in Berlin, das von der Tageszeitung „Die Welt“ organisiert wurde. Foto: ©iStock.com/metamorworks

„Future of Health“: Das Geheimnis des medizinischen Fortschritts

Die Zukunft der Medizin – und die Stolpersteine auf dem Weg dorthin – waren Thema bei einem Gesundheits-Event der Tageszeitung „Die Welt“ in Berlin. Unter dem Motto „Vision now – Future of Health“ trafen sich renommierte Gesundheitsexpert:innen, darunter der Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck. In der Forschung müsse man „Mut zum Scheitern haben“, sagte er. Da kann Deutschland noch von anderen Ländern wie den USA lernen.

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Deutschland hadert mit der datengetriebenen Medizin. Das ist ein Luxus, den sich niemand leisten kann – am wenigsten die Patient:innen. Foto: ©iStock.com/SOMKID THONGDEE

Gesundheitsdaten: „Eine typisch deutsche Debatte“

Deutschland hadert mit der datengetriebenen Medizin – entscheidende Weichen, wie sensible Gesundheitsinformationen sicher und legal gespeichert, miteinander verknüpft und ausgetauscht werden können, sind immer noch nicht gestellt. Auf einer Veranstaltung der Ärzte Zeitung diskutierten Expert:innen darüber, wie das Land international Anschluss halten kann.

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„5 für Gesundheit“: Auf einer Pfizer-Veranstaltung diskutierten 5 Expert:innen über ihre Ideen und aktuelle Entwicklungen im deutschen Gesundheitssystem. Foto: ©iStock.com/ipopba

Reformstau im Gesundheitswesen: „Allergie gegen Konjunktiv“

Zu viel Komplexität und Bürokratie, zu wenig Kommunikation und Vernetzung: Diese Kritik am deutschen Gesundheitssystem hält schon seit Jahrzehnten an. Wer daran etwas ändern will, braucht Durchhaltevermögen. Dass es sich lohnt dranzubleiben, zeigte sich bei „5 für Gesundheit“ – eine Dialogplattform, die das forschende Pharma-Unternehmen Pfizer initiiert hat. 5 Fachleute diskutierten in einer Gesprächsrunde über ihre Ideen und aktuelle Entwicklungen – die das Leben von vielen Patient:innen und Bürger:innen besser machen sollen.

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Die Deutsche Krebsgesellschaft hat 2 onkologische Spitzenzentren als erste Zentren für Personalisierte Medizin zertifiziert – ein Interview mit dem Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center. Foto: ©iStock.com/Spotmatik

Personalisierte Medizin: Was die Zertifizierung zweier onkologischer Spitzenzentren für Krebspatient:innen bedeutet

Zertifizierte Krebszentren gibt es schon länger – aber nun haben mit der Charité in Berlin und dem Universitätsklinikum Freiburg die ersten Standorte auch eine Zertifizierung als „Zentrum für Personalisierte Medizin“ erhalten. Was das bedeutet und wie Krebspatient:innen mit einem solchen Zentrum in Kontakt kommen können, darüber haben wir mit Professor Dr. Ulrich Keilholz gesprochen. Er ist Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center und zugleich stellvertretender Vorsitzender der Zertifizierungskommission ZPM.

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Kommentar

Gesundheitsreform: Es geht nicht nur ums Geld!

2026 soll ein Jahr der Reformen werden – gerade im Gesundheitsbereich. Das haut erstmal auf die Stimmung; wir haben uns angewöhnt bei „Gesundheitsreform“ an Einschnitte und steigende Beiträge zu denken. Doch Geld zusammenzustreichen ist noch keine Weichenstellung – zumal das verkennt, wie teuer den Staat mangelnde Gesundheit kommt. Deshalb wird es Zeit, die Gesundheitsreform als eine Chance zu begreifen, um das System nachhaltig, modern und solide finanziert aufzustellen. Und eine Chance zur Stärkung der Demokratie. Ein Kommentar von Florian Martius.

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