Hauptstadtkongress 23: In Berlin leitete Talkshow-Moderatorin Bärbel Schäfer eine emotionsgeladene Diskussion zum Thema „Angst vor Krebs.“ Foto: Pharma Fakten

Brustkrebs: „Angst sollte nicht unser Begleiter sein“

Über ein sehr emotionales Thema diskutierte Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer mit einem männlichen und vier weiblichen Talkgästen: Es ging um „eine Welt ohne Angst vor Krebs“ – genauer gesagt, ohne Angst vor Brustkrebs. Dabei zeigte sich: Die Angst vor dieser Erkrankung hat viele Facetten – sogar solche, die durchaus positiv sind.

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Kampf gegen Kinderkrebs immer besser – doch das reicht nicht

„Krebs bei Kindern ist die häufigste krankheitsbedingte Todesursache bei unter 15-Jährigen in Europa“, schreiben mehrere deutsche Wissenschaftler:innen in einer Studie. Auf Basis der Daten von rund 46.500 Kindern und Jugendlichen haben sie untersucht, inwiefern sich hierzulande die Überlebensaussichten in den vergangenen 3 Jahrzehnten verändert haben. Demnach gab es große Fortschritte. Aber es ist noch Luft nach oben.

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Wir haben 5 Expert:innen gefragt, wie mehr Menschen von den Fortschritten in der Behandlung von Krebserkrankungen profitieren könnten. Foto: iStock.com / Matej Kastelic (kasto80)

Krebs: Die Vision mit der Null in der Onkologie

Noch nie waren wir in der Therapie von Menschen mit Krebs besser als heute. Unter anderem durch neue Arzneimittel ist es gelungen, Tumorerkrankungen gezielter an ihren Wurzeln zu packen. Umso erschreckender ist, dass noch immer viele Menschen in Deutschland nicht von diesem Fortschritt profitieren. Wir haben 5 Expert:innen gefragt, was sich ändern müsste.

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In den vergangenen Jahren sind viele zielgerichtete Therapien gegen Lungenkrebs in die Versorgung gekommen. Aber ein Drittel der Patient:innen, für die die Therapien in Frage kommen, erhält sie nicht. Ein Interview mit Professor Dr. Jürgen Wolf. Foto: ©iStock.com/peterschreiber.media

Lungenkrebs: Zwischen Fortschritten und Versorgungslücken

Die Behandlung von Lungenkrebs ist ein „sehr dynamisches Feld“, sagt der Lungenkrebsexperte Professor Dr. Jürgen Wolf aus Köln. In den vergangenen Jahren sind viele neue, zielgerichtete Therapien in die Versorgung gekommen. Aber ein Drittel der Patient:innen, für die die Therapien in Frage kommen, erhält sie nicht. Ein Interview.

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Wie lässt sich radioaktive Strahlung möglichst zielgerichtet und schonend gegen Krebs nutzen? Auf diese Frage findet die Wissenschaft immer mehr Antworten. Eine lautet: Radioligandentherapie. Foto: ©iStock.com/CIPhotos

Strahlentherapie bei Krebs: Präzise und zielgerichtet

Radioaktive Strahlen können Zellen zerstören. Diese Erkenntnis aus dem 19. Jahrhundert ist die Basis für eine Art der Krebs-Behandlung, die schon seit langer Zeit Standard bei bestimmten bösartigen Tumoren ist: die Strahlentherapie. Allerdings zieht sie in der Regel auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft. Wie lässt sich das Potenzial radioaktiver Strahlung zielgerichteter und schonender einsetzen? Inzwischen finden Wissenschaftler:innen darauf immer mehr Antworten. Eine lautet: Radioligandentherapie.

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Die „Nationale Dekade gegen Krebs“ will die Kräfte aller relevanten Akteur:innen im Kampf gegen Krebs bündeln. Ein Gespräch mit Dr. Christian Macher von Gilead Sciences Deutschland. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

Krebs besiegen? Nur gemeinsam

Die „Nationale Dekade gegen Krebs“ will die Kräfte aller relevanten Akteur:innen in Deutschland im Kampf gegen Krebs bündeln. So sollen „künftig möglichst viele Neuerkrankungen verhindert werden und Betroffene ein besseres Leben führen können“, heißt es auf der Webseite. Im Gespräch erklärt Dr. Christian Macher, General Manager von Gilead Sciences Deutschland, warum die Initiative so wichtig ist.

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Im Jahr 2011 kommt die erste immunologisch wirksame Substanz in die Versorgung. Diese Wirkstoffe haben gerade beim Lungenkrebs für einen „sensationellen Fortschritt“ gesorgt. Aber viele Patient:innen profitieren nicht. Foto: ©Johannes Jost

Immunonkologie: Ein „sensationeller Fortschritt“

Das Jahr 2011 markiert einen Wendepunkt in der Krebsbehandlung. Die erste immunologisch wirksame Substanz kommt in die reguläre Versorgung. Diese Wirkstoffe haben gerade beim Lungenkrebs für enorme Fortschritte gesorgt. Aber viele Patient:innen profitieren davon nicht. Strukturelle Hürden bremsen den Fortschritt aus. Das war Thema auf einem Forum, das die Stiftung Immunonkologie des forschenden Pharmaunternehmens Bristol Myers Squibb veranstaltet hat.

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Für eine steigende Zahl von Patient:innen stehen zielgerichtete Arzneimitteltherapien zur Verfügung. Doch ihr Potenzial wird zu wenig genutzt. Foto: ©iStock.com/Mohammed Haneefa Nizamudeen

Lungenkrebs: Zielgerichtete Therapien machen den Unterschied

Die Prognose nach einer Lungenkrebs-Diagnose ist trotz aller Fortschritte noch immer schlecht. Bei Männern ist sie die häufigste Ursache für Krebstod, bei den Frauen wird damit gerechnet, dass sie bis 2030 in vielen Ländern die Zahl der Brustkrebsdiagnosen überschreiten wird. Für eine steigende Zahl von Patient:innen stehen zielgerichtete Arzneimitteltherapien zur Verfügung. Doch ihr Potenzial wird zu wenig genutzt.

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39 Partner aus 13 Ländern: Ziel des Forschungskonsortiums OPTIMA ist es, das Potenzial Künstlicher Intelligenz zu nutzen, um die Behandlung von Brust-, Lungen- und Prostatakrebs besser zu machen. Foto: ©iStock.com/metamorworks

Künstliche Intelligenz versus Krebserkrankung

Der Innovationsboom in der Onkologie ist so groß, dass jedes Jahr 20 bis 30 neue Krebsmedikamente auf den Markt kommen. Für Ärzt:innen wird es daher immer schwieriger mit den Patient:innen die bestmögliche Therapie auszuwählen. Ein europäisches Forschungskonsortium hat es sich zum Ziel gesetzt, Entscheidungshilfen auf Basis Künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Es geht „um individualisierte Therapieempfehlungen und damit um eine personalisierte Behandlung für Menschen mit soliden Tumoren“, sagt Dr. Hagen Krüger vom forschenden Pharma-Unternehmen Pfizer.

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Die Deutsche Krebsgesellschaft hat 2 onkologische Spitzenzentren als erste Zentren für Personalisierte Medizin zertifiziert – ein Interview mit dem Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center. Foto: ©iStock.com/Spotmatik

Personalisierte Medizin: Was die Zertifizierung zweier onkologischer Spitzenzentren für Krebspatient:innen bedeutet

Zertifizierte Krebszentren gibt es schon länger – aber nun haben mit der Charité in Berlin und dem Universitätsklinikum Freiburg die ersten Standorte auch eine Zertifizierung als „Zentrum für Personalisierte Medizin“ erhalten. Was das bedeutet und wie Krebspatient:innen mit einem solchen Zentrum in Kontakt kommen können, darüber haben wir mit Professor Dr. Ulrich Keilholz gesprochen. Er ist Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center und zugleich stellvertretender Vorsitzender der Zertifizierungskommission ZPM.

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Hauptstadtkongress 23: In Berlin leitete Talkshow-Moderatorin Bärbel Schäfer eine emotionsgeladene Diskussion zum Thema „Angst vor Krebs.“ Foto: Pharma Fakten

Brustkrebs: „Angst sollte nicht unser Begleiter sein“

Über ein sehr emotionales Thema diskutierte Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer mit einem männlichen und vier weiblichen Talkgästen: Es ging um „eine Welt ohne Angst vor Krebs“ – genauer gesagt, ohne Angst vor Brustkrebs. Dabei zeigte sich: Die Angst vor dieser Erkrankung hat viele Facetten – sogar solche, die durchaus positiv sind.

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Kampf gegen Kinderkrebs immer besser – doch das reicht nicht

„Krebs bei Kindern ist die häufigste krankheitsbedingte Todesursache bei unter 15-Jährigen in Europa“, schreiben mehrere deutsche Wissenschaftler:innen in einer Studie. Auf Basis der Daten von rund 46.500 Kindern und Jugendlichen haben sie untersucht, inwiefern sich hierzulande die Überlebensaussichten in den vergangenen 3 Jahrzehnten verändert haben. Demnach gab es große Fortschritte. Aber es ist noch Luft nach oben.

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Wir haben 5 Expert:innen gefragt, wie mehr Menschen von den Fortschritten in der Behandlung von Krebserkrankungen profitieren könnten. Foto: iStock.com / Matej Kastelic (kasto80)

Krebs: Die Vision mit der Null in der Onkologie

Noch nie waren wir in der Therapie von Menschen mit Krebs besser als heute. Unter anderem durch neue Arzneimittel ist es gelungen, Tumorerkrankungen gezielter an ihren Wurzeln zu packen. Umso erschreckender ist, dass noch immer viele Menschen in Deutschland nicht von diesem Fortschritt profitieren. Wir haben 5 Expert:innen gefragt, was sich ändern müsste.

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In den vergangenen Jahren sind viele zielgerichtete Therapien gegen Lungenkrebs in die Versorgung gekommen. Aber ein Drittel der Patient:innen, für die die Therapien in Frage kommen, erhält sie nicht. Ein Interview mit Professor Dr. Jürgen Wolf. Foto: ©iStock.com/peterschreiber.media

Lungenkrebs: Zwischen Fortschritten und Versorgungslücken

Die Behandlung von Lungenkrebs ist ein „sehr dynamisches Feld“, sagt der Lungenkrebsexperte Professor Dr. Jürgen Wolf aus Köln. In den vergangenen Jahren sind viele neue, zielgerichtete Therapien in die Versorgung gekommen. Aber ein Drittel der Patient:innen, für die die Therapien in Frage kommen, erhält sie nicht. Ein Interview.

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Wie lässt sich radioaktive Strahlung möglichst zielgerichtet und schonend gegen Krebs nutzen? Auf diese Frage findet die Wissenschaft immer mehr Antworten. Eine lautet: Radioligandentherapie. Foto: ©iStock.com/CIPhotos

Strahlentherapie bei Krebs: Präzise und zielgerichtet

Radioaktive Strahlen können Zellen zerstören. Diese Erkenntnis aus dem 19. Jahrhundert ist die Basis für eine Art der Krebs-Behandlung, die schon seit langer Zeit Standard bei bestimmten bösartigen Tumoren ist: die Strahlentherapie. Allerdings zieht sie in der Regel auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft. Wie lässt sich das Potenzial radioaktiver Strahlung zielgerichteter und schonender einsetzen? Inzwischen finden Wissenschaftler:innen darauf immer mehr Antworten. Eine lautet: Radioligandentherapie.

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Die „Nationale Dekade gegen Krebs“ will die Kräfte aller relevanten Akteur:innen im Kampf gegen Krebs bündeln. Ein Gespräch mit Dr. Christian Macher von Gilead Sciences Deutschland. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

Krebs besiegen? Nur gemeinsam

Die „Nationale Dekade gegen Krebs“ will die Kräfte aller relevanten Akteur:innen in Deutschland im Kampf gegen Krebs bündeln. So sollen „künftig möglichst viele Neuerkrankungen verhindert werden und Betroffene ein besseres Leben führen können“, heißt es auf der Webseite. Im Gespräch erklärt Dr. Christian Macher, General Manager von Gilead Sciences Deutschland, warum die Initiative so wichtig ist.

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Im Jahr 2011 kommt die erste immunologisch wirksame Substanz in die Versorgung. Diese Wirkstoffe haben gerade beim Lungenkrebs für einen „sensationellen Fortschritt“ gesorgt. Aber viele Patient:innen profitieren nicht. Foto: ©Johannes Jost

Immunonkologie: Ein „sensationeller Fortschritt“

Das Jahr 2011 markiert einen Wendepunkt in der Krebsbehandlung. Die erste immunologisch wirksame Substanz kommt in die reguläre Versorgung. Diese Wirkstoffe haben gerade beim Lungenkrebs für enorme Fortschritte gesorgt. Aber viele Patient:innen profitieren davon nicht. Strukturelle Hürden bremsen den Fortschritt aus. Das war Thema auf einem Forum, das die Stiftung Immunonkologie des forschenden Pharmaunternehmens Bristol Myers Squibb veranstaltet hat.

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Für eine steigende Zahl von Patient:innen stehen zielgerichtete Arzneimitteltherapien zur Verfügung. Doch ihr Potenzial wird zu wenig genutzt. Foto: ©iStock.com/Mohammed Haneefa Nizamudeen

Lungenkrebs: Zielgerichtete Therapien machen den Unterschied

Die Prognose nach einer Lungenkrebs-Diagnose ist trotz aller Fortschritte noch immer schlecht. Bei Männern ist sie die häufigste Ursache für Krebstod, bei den Frauen wird damit gerechnet, dass sie bis 2030 in vielen Ländern die Zahl der Brustkrebsdiagnosen überschreiten wird. Für eine steigende Zahl von Patient:innen stehen zielgerichtete Arzneimitteltherapien zur Verfügung. Doch ihr Potenzial wird zu wenig genutzt.

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39 Partner aus 13 Ländern: Ziel des Forschungskonsortiums OPTIMA ist es, das Potenzial Künstlicher Intelligenz zu nutzen, um die Behandlung von Brust-, Lungen- und Prostatakrebs besser zu machen. Foto: ©iStock.com/metamorworks

Künstliche Intelligenz versus Krebserkrankung

Der Innovationsboom in der Onkologie ist so groß, dass jedes Jahr 20 bis 30 neue Krebsmedikamente auf den Markt kommen. Für Ärzt:innen wird es daher immer schwieriger mit den Patient:innen die bestmögliche Therapie auszuwählen. Ein europäisches Forschungskonsortium hat es sich zum Ziel gesetzt, Entscheidungshilfen auf Basis Künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Es geht „um individualisierte Therapieempfehlungen und damit um eine personalisierte Behandlung für Menschen mit soliden Tumoren“, sagt Dr. Hagen Krüger vom forschenden Pharma-Unternehmen Pfizer.

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Die Deutsche Krebsgesellschaft hat 2 onkologische Spitzenzentren als erste Zentren für Personalisierte Medizin zertifiziert – ein Interview mit dem Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center. Foto: ©iStock.com/Spotmatik

Personalisierte Medizin: Was die Zertifizierung zweier onkologischer Spitzenzentren für Krebspatient:innen bedeutet

Zertifizierte Krebszentren gibt es schon länger – aber nun haben mit der Charité in Berlin und dem Universitätsklinikum Freiburg die ersten Standorte auch eine Zertifizierung als „Zentrum für Personalisierte Medizin“ erhalten. Was das bedeutet und wie Krebspatient:innen mit einem solchen Zentrum in Kontakt kommen können, darüber haben wir mit Professor Dr. Ulrich Keilholz gesprochen. Er ist Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center und zugleich stellvertretender Vorsitzender der Zertifizierungskommission ZPM.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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