Leandra

Mehr als 160 Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen in Entwicklung

So viele Fragezeichen: Die Wissenschaft tappt im Bereich von psychischen Erkrankungen oft noch im Dunkeln. Was sind die Ursachen, warum bringen sie so unterschiedliche Symptome mit sich? Doch das Verständnis von den Vorgängen im Gehirn wächst und mit ihm die Möglichkeiten der Forschung. Laut dem US-amerikanischen Pharmaverband PhRMA sind über 160 Arzneimittel in Entwicklung – etwa gegen Depressionen oder Schizophrenie.

In der Arzneimittelentwicklung bahnt sich eine Revolution an: Mit multispezifischen Molekülen ergeben sich für die Forscher:innen neue Möglichkeiten, um Krankheiten anzugehen, die bisher als nicht behandelbar galten. Foto: ©iStock.com/ismagilov

Protein-Entsorger: Eine neue Ära der Arzneimittelentwicklung

In der Arzneimittelentwicklung bahnt sich eine Revolution an: Mit multispezifischen Molekülen ergeben sich für die Forscher:innen neue Möglichkeiten, um Krankheiten anzugehen, die bisher als nicht behandelbar galten. Das forschende Biotech-Unternehmen Amgen spricht von einer neuen Ära der Arzneimittelentwicklung. Aus „undruggable“, also mit herkömmlichen Wirkstoffen nicht ansteuerbar, wird „druggable“. Es eröffnen sich schier unendliche Möglichkeiten für neue Therapien.

Menschen mit seltenen Erkrankungen die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie brauchen – das ist das Ziel der Kampagne „Seltene Erkrankungen Bayern“. Foto: ©iStock.com/Alona Stanova

Seltene Erkrankungen im Fokus der Öffentlichkeit

Menschen mit seltenen Erkrankungen die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie brauchen und verdienen – das ist das Ziel der Kampagne „Seltene Erkrankungen Bayern“, die der Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer ins Leben gerufen hat. In 60 Städten und Gemeinden soll zusammen mit Selbsthilfegruppen und Patient:innen-Organisationen über die „Seltenen“ aufgeklärt werden. In Halbergmoos am Münchner Flughafen fand dazu die Auftaktveranstaltung statt. Das Thema: das Alström-Syndrom.

Laut Daten aus den USA ist das Risiko, an einer Krebserkrankung zu sterben, seit 1991 um 33 Prozent gesunken. Es ist in erster Linie das Ergebnis immer besserer Behandlungsmöglichkeiten. Foto: ©iStock.com/Pornpak Khunatorn

Krebssterblichkeit sinkt weiter – wegen Therapiefortschritten

Das Risiko, an einer Krebserkrankung zu sterben, ist in den USA zwischen 1991 und 2020 um 33 Prozent zurückgegangen. Insgesamt konnten dadurch geschätzte 3,8 Millionen Todesfälle verhindert werden. Das geht aus Daten der „American Cancer Society“ hervor. „Dieser Fortschritt spiegelt zunehmend die Fortschritte in der Behandlung wider“, so die Expert:innen. Das gelte insbesondere für Leukämie, schwarzen Haut-, Nieren- und Lungenkrebs.

Professor Dr. Christof von Kalle von der Initiative Vision Zero fordert, die Potenziale in der Krebsmedizin besser auszuschöpfen. Denn 40 Prozent aller Krebsfälle müssten gar nicht sein. Foto: ©iStock.com/Chinnapong

Welt-Krebs-Tag: „Wir können noch viel mehr tun.“

„Versorgungslücken schließen“ – das ist in diesem Jahr das Motto des Welt-Krebs-Tages, der jedes Jahr am 4. Februar begangen wird. Der Onkologe Professor Dr. Christof von Kalle von der Charité in Berlin und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats von der Initiative Vision Zero fordert im Pharma Fakten-Interview, die Potenziale in der Krebsmedizin besser auszuschöpfen. Denn 40 Prozent aller Krebsfälle müssten gar nicht sein.

In Zukunft werden immer mehr Menschen an Diabetes erkranken. Die Gesundheitssysteme sind nicht darauf eingestellt. Foto: ©iStock.com/nambitomo

„Diabetes-Pandemie“: Drohen Versorgungsprobleme und reduzierte Lebenserwartung?

Diabetes mellitus ist global auf dem Vormarsch“, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Das gilt nicht nur für Diabetes Typ 2, sondern auch für Typ 1, zeigt eine Studie im Fachmagazin The Lancet. Deutschland müsse „endlich deutlich mehr in die Diabetesversorgung sowie -prävention“ investieren, mahnt die DDG. Ansonsten könnte das dramatische Auswirkungen auf die Patient:innen haben.

Daten zeigen: Ein Booster mit einem bivalenten Corona-Impfstoff, ist eine sichere und effektive Möglichkeit, um das Risiko für schwere Erkrankung und Tod zu reduzieren. Foto: ©iStock.com/tiero

Omikron-angepasste COVID-Impfstoffe: „Sicher und effektiv“

Seit ein paar Monaten sind bivalente Corona-Impfstoffe zugelassen – sie sind auf die Omikron-Variante angepasst. Professor Neil Mabbott, Experte für die Entstehung von Infektionskrankheiten innerhalb des Immunsystems an der Universität Edinburgh, hat ein erstes Fazit auf Basis der aktuellen Datenlage gezogen. Ein Booster mit einem solchen Impfstoff ist demnach ein „sicherer und effektiver Weg, um das Risiko für schwere Erkrankung und Tod durch COVID zu reduzieren“.

Herzauskultationen

Die Herzauskultation ist Bestandteil der körperlichen Untersuchung und dient der Erfassung der physiologischen Herztöne sowie der Erkennung von eventuell vorhandenen pathologischen Herzgeräuschen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Killer Nummer 1

Strukturelle Herzerkrankungen: So viel Leid müsste nicht sein

Wenn Herzklappen oder -wände strukturelle Veränderungen aufweisen, welche die Funktion des Herzens beeinträchtigen, ist das lebensgefährlich. Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Meist könnten „strukturelle Herzerkrankungen“ gut therapiert werden. Voraussetzung: Sie werden rechtzeitig erkannt. Doch das klappt oft nicht: Es fehlt an Aufklärung in der Bevölkerung, Untersuchungen des Herzens werden zu selten durchgeführt, Altersdiskriminierung verhindert gute Vorsorge.

Anfang des Jahres wurde die so genannte „Neupatientenregelung“ abgeschafft – eine Berliner Hausärztin erzählt im Interview, weshalb das fatale Folgen für die Patient:innen hat, insbesondere für chronisch Kranke. Foto: ©iStock.com/SeventyFour

Weshalb viele Arztpraxen keine neuen Patient:innen mehr aufnehmen

Sie wollen den Facharzt wechseln oder suchen nach einem Umzug nach einer neuen Hausärztin? Das könnte schwierig werden. Denn viele Ärzt:innen nehmen keine neuen Patient:innen mehr auf. Weshalb das so ist und warum chronisch kranke Menschen besonders häufig als Neupatient:innen abgewiesen werden, darüber haben wir mit Dr. Petra Sandow gesprochen, einer Berliner Hausärztin mit 35 Jahren Berufserfahrung.

© Pharma Fakten e.V.
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