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15 Millionen Menschen erhalten HIV-Medikamente

Im Kampf gegen die weltweite Aids-Epidemie haben die Vereinten Nationen einen weiteren Meilenstein erreicht. 15 Millionen Menschen auf der ganzen Welt werden mittlerweile mit lebenswichtigen HIV-Medikamenten behandelt. Bis zum Jahr 2030 soll die Epidemie beendet werden.

„Medikamente müssen alle erreichen“

Mit der Unterzeichnung der „London Declaration on Neglected Tropical Diseases (NTDs)“ haben sich Weltgesundheitsorganisation (WHO), westliche Industrienationen und Pharmaunternehmen das Ziel gesetzt, vernachlässigte Tropenkrankheiten bis 2020 einzudämmen und einige sogar zu eliminieren. Der dritte Zwischenbericht zur London Declaration fiel insgesamt positiv aus. Wie nah man den Zielen in der Praxis ist, darüber sprach Pharma Fakten mit Prof. KH Martin Kollmann, Vorstand des Deutschen Netzwerks gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs) und Leiter der Fachberatergruppe für vernachlässigte Tropenkrankheiten in Kenia für die Christoffel-Blindenmission (CBM).

Prof. Dr. Oliver Schöffski zweifelt an den IQWiG-Methoden. Foto: privat

Gesundheitsökonom zweiftelt an IQWiG-Methoden

Die Preisfindung für neue Arzneimittel nach dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) ist immer wieder ein Streitpunkt. Im Fokus steht dabei meist die obligatorische frühe Nutzenbewertung, die den Ausgangspunkt für die Rabattverhandlungen zwischen GKV-Spitzenverband (GKV-SV) und den Arzneimittelherstellern darstellt. Ökonomen halten aber auch die Methoden der optionalen Kosten-Nutzen-Bewertung durch das IQWiG für fragwürdig.

Forderung nach Importstopp für Arzneimittel aus Griechenland

Die Not vieler Menschen in Griechenland ist durch die Finanzkrise bereits groß. Sie laufen außerdem Gefahr, ohne einige Medikamente auskommen zu müssen, obwohl Pharmaunternehmen trotz der unsicheren Lage weiterhin ihre Produkte liefern. Die Hersteller befürchten, dass wegen des Handels mit für Griechenland vorgesehenen Arzneimitteln, sogenannten Reimporten, es zu Versorgungsengpässen kommen könnte.

Prof. Dr. Dr. Gerd Geißlinger von der Goethe-Universität in Frankfurt hält Änderungen bei ärztlichen Fortbildungen für denkbar. Foto: © Uniklinik Frankfurt

Ärztliche Fortbildungen – Produktneutral und so transparent wie möglich

Kritik an ärztlichen Fortbildungen keimt immer wieder auf. Prof. Dr. Dr. Gerd Geißlinger, Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie an der Goethe-Universität Frankfurt und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von meet (medical education transfer), nimmt im Interview mit Pharma Fakten Stellung zu dem Vorwurf, Ärzte ließen sich kaufen. Er könnte sich jedoch Änderungen bei den Fortbildungsveranstaltungen vorstellen.

Hart, aber unfair

In der ARD-Sendung „Hart, aber Fair“ gibt es das Instrument des Faktenchecks. Das hätte auch den Kollegen von Kontraste geholfen. Eine Analyse.

Fachärzte fordern eindringlich AMNOG-Reformen ein

Die angekündigte Marktrücknahme von Insulin degludec erhitzt die Gemüter. Während die Techniker Krankenkasse (TK) den Hersteller Novo Nordisk heftig kritisiert, fordern Fachärzte eindringlich die Einbindung von Fachgesellschaften in die frühe Nutzenbewertung. Derweil wächst beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die Einsicht, dass es Insuline schwer haben im AMNOG-Verfahren.

© Pharma Fakten e.V.
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