Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Der STERN hat schon mal beschlossen, dass Gilead den „Kampf gegen AIDS blockiert“ – bevor das neue Arzneimittel überhaupt zugelassen ist. Ein Kommentar. Foto: ©iStock.com/Natali_Mis

STERN-Berichterstattung: Die Mär vom „habgierigsten Pharmakonzern“ der Welt

Wahrscheinlich wird die Welt-Aids-Konferenz in München als Wendepunkt im Kampf gegen AIDS in die Geschichte eingehen: Ein antivirales Medikament wird zum Hoffnungsträger, weil es in einer Studie mit Frauen in Afrika einen vollständigen Schutz vor der Übertragung mit dem HI-Virus gezeigt hat – ein Novum in der Medizin. Noch bevor das Arzneimittel dafür überhaupt zugelassen ist, hat das Magazin STERN schon mal beschlossen, dass der Entwickler Gilead Sciences den „Kampf gegen AIDS blockiert.“ Ein Kommentar von Florian Martius.

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In Bayern setzen die Politik und Pharmaunternehmen seit Jahren auf Dialog. Das Ziel: Ein nachhaltiges, innovatives, patientenorientiertes und finanzierbares Gesundheitssystem. Foto: Pharma Fakten

Bayerischer Pharmagipfel: Gesunder Standort für mehr Gesundheit

Wer ein nachhaltiges, innovatives, patientenorientiertes und finanzierbares Gesundheitssystem mit bestmöglichem Zugang zu innovativer Diagnostik und Therapie für alle haben will, der muss den Pharma- und Biotech-Standort stärken. Das ist die Überzeugung der Partner des Bayerischen Pharmagipfels 2024. Unter seinem Dach ist vor Jahren eine Dialogplattform zwischen der Politik und Pharmaunternehmen und ihren Verbänden entstanden, um die Rahmenbedingungen für Spitzenforschung zu optimieren.

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Pharma in Deutschland: „Die Bundesregierung ist auf dem richtigen Weg, jetzt braucht es Tempo“. Foto: Boehringer Ingelheim

Pharma in Deutschland: „Die Bundesregierung ist auf dem richtigen Weg, jetzt braucht es Tempo“

Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ist in Deutschland fest verwurzelt – vor fast 140 Jahren wurde es hier gegründet. Mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, Dr. Fridtjof Traulsen, haben wir darüber gesprochen, wo die Stärken der Bundesrepublik liegen, an welchen Stellen es Verbesserungspotenzial gibt – und was eine forschende pharmazeutische Industrie der Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft bieten kann.

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Die Zahl der gemeldeten Hepatitis B- und C-Fälle in Deutschland steigt weiter. Eine schlechte Nachricht muss das nicht sein. Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag. Foto: ©iStock.com/Rowr

Hepatitis B und C: 30 Prozent mehr Diagnosen

Die Zahl der gemeldeten Hepatitis B- und C-Fälle (HBV und HCV) in Deutschland steigt weiter. Eine schlechte Nachricht muss das nicht sein. Dennoch bleibt noch viel zu tun, um das Ziel zu erreichen, nachdem die beiden Virushepatiden bis 2030 eliminiert sein sollen. Machbar wäre es. Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag.

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Ein neuer, bislang nicht zugelassener Ansatz der HIV-Prävention könnte entscheidend dazu beitragen, HIV/AIDS bis 2030 zu beenden. Doch nicht nur die Wissenschaft, auch die Politik ist gefragt. Foto: iStock.com / wildpixel

„HIV muss zurück auf die politische Agenda“

Von einem „Durchbruch“ und einem „100-prozentigen Schutz“ ist in den Medien die Rede. „Das neue Medikament ist besser, als es ein Impfstoff wäre“, findet der Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck. Gemeint ist ein innovativer Wirkstoff, der in Studien zur Prävention von HIV untersucht wird – zugelassen ist er hierfür bislang nicht. Er könnte künftig zu einem weiteren Symbol werden, das zeigt, wie sehr pharmazeutische Forschung die Welt zum Positiven zu verändern vermag. Doch das geht nur Hand in Hand mit der Politik.

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Sollte das deutsche Nutzenbewertungsverfahren mit Orphan Drugs genauso umgehen wie mit Arzneimitteln gegen häufigere Erkrankungen? Besser nicht – denn das würde die Versorgung der Patient:innen verschlechtern. Foto: iStock.com/:Jacob Wackerhausen

Orphan Drugs: Von einer Diskussion, die an der Versorgungsrealität der Patient:innen vorbeigeht

Sollten die Organe, die in Deutschland für die Nutzenbewertung neuer Arzneimittel verantwortlich sind, mit Orphan Drugs methodisch genauso umgehen wie mit Medikamenten gegen häufigere Erkrankungen? Diese Forderung wird immer wieder laut. Doch wer sich die Faktenlage genau anschaut, muss feststellen: Das würde die Versorgung der Patient:innen mit seltenen Leiden verschlechtern. Schon heute droht die Gefahr, dass innovative Therapien nicht ans Krankenbett kommen – weil es dem sogenannten AMNOG-Verfahren nicht gelingt, ihren Zusatznutzen zu erkennen und zu honorieren. Die Folgen können lebensbedrohlich sein.

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Der Bundestag hat das Medizinforschungsgesetz verabschiedet – aus Sicht der Industrie ist es eine der zentralen Säulen für die Umsetzung der Nationalen Pharmastrategie. Foto: ©iStock.com/yavdat

Medizinforschungsgesetz: Ein Meilenstein mit Schwächen

Der Bundestag hat das Medizinforschungsgesetz (MFG) verabschiedet – es ist aus Sicht der Industrie eine der zentralen Säulen für die Umsetzung der Nationalen Pharmastrategie. Damit soll Deutschland als Standort für medizinische Forschung international wieder wettbewerbsfähig werden. Es ist auch ein Versuch, zumindest einen Teil der im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) erlassenen, innovationsfeindlichen Regelungen bei der Bewertung neuer Arzneimittel zu heilen. Die vertraulichen Erstattungspreise für innovative Arzneimittel sind praktisch vom Tisch.

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16.500 junge Erwachsene pro Jahr erhalten in Deutschland eine Krebsdiagnose – mehr als 80 Prozent von ihnen können geheilt werden. Ein Drittel der Betroffenen klagt über Benachteiligungen.

Krebs bei jungen Menschen: Kein Recht auf Vergessen

16.500 junge Erwachsene pro Jahr erhalten in Deutschland eine Krebsdiagnose – mehr als 80 Prozent von ihnen können dank medizinischer Innovationen geheilt werden. Doch ein Drittel der Betroffenen klagt selbst Jahrzehnte nach der Diagnose über Benachteiligungen: Ihnen werden beispielsweise Versicherungsabschlüsse, Kredite oder Verbeamtungen verwehrt. Dies will die „Deutsche Stiftung junge Erwachsene mit Krebs“ (DSfjEmK) ändern. Auf dem Hauptstadtkongress (HSK) erneuerte sie ihre Forderung nach einem „Recht auf Vergessenwerden“, wie es in anderen Ländern verankert ist.

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Die Nationale Pharmastrategie kann dazu beitragen, den Pharmastandort wieder attraktiver zu machen. Doch es braucht zusätzliche Reformen – wie eine Korrektur des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes, sagt Dr. Andreas Eitel von Ipsen. Foto: ©iStock.com/YurolaitsAlbert

Damit Arzneimittelinnovationen den Menschen auch in Zukunft zur Verfügung stehen

Den Pharmastandort wieder attraktiver machen: Dieses Ziel haben sich die Ampel-Parteien gesetzt. Aus Sicht von Dr. Andreas Eitel, Director Market Access DACH bei der Ipsen Pharma GmbH, ist es „dringend geboten, dass die Bundesregierung Reformen angeht“. Denn Deutschland büßt im internationalen Vergleich zunehmend an Innovationsstärke ein – zulasten von Wissenschaft, Wirtschaft und Patient:innen. Das liegt mitunter am GKV-Finanzstabilisierungsgesetz: Warum Ipsen Verfassungsbeschwerde eingereicht hat, erklärt der Experte im Interview.

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Auf einem Symposium von AstraZeneca diskutierten Expert:innen über Ideen, Reformen, Maßnahmen für eine zukunftsfähige GKV-Finanzierung.

In Gesundheit investieren lohnt sich

Warum organisiert ein forschendes Pharmaunternehmen wie AstraZeneca ein Symposium zum Thema „Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)“? Ganz einfach: „Wir wollen Arzneimittel entwickeln, erforschen und den Patientinnen und Patienten zur Verfügung stellen“, sagte Tessa Wolf, die die politische Abteilung der Firma leitet. Voraussetzung dafür sind: „stabile Rahmenbedingungen“ und „langfristig gute Strukturen“ im Gesundheitssystem. Auf dem Hauptstadtkongress diskutierten mehrere Expert:innen daher über Maßnahmen, um die GKV nachhaltig zu stabilisieren.

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Der STERN hat schon mal beschlossen, dass Gilead den „Kampf gegen AIDS blockiert“ – bevor das neue Arzneimittel überhaupt zugelassen ist. Ein Kommentar. Foto: ©iStock.com/Natali_Mis

STERN-Berichterstattung: Die Mär vom „habgierigsten Pharmakonzern“ der Welt

Wahrscheinlich wird die Welt-Aids-Konferenz in München als Wendepunkt im Kampf gegen AIDS in die Geschichte eingehen: Ein antivirales Medikament wird zum Hoffnungsträger, weil es in einer Studie mit Frauen in Afrika einen vollständigen Schutz vor der Übertragung mit dem HI-Virus gezeigt hat – ein Novum in der Medizin. Noch bevor das Arzneimittel dafür überhaupt zugelassen ist, hat das Magazin STERN schon mal beschlossen, dass der Entwickler Gilead Sciences den „Kampf gegen AIDS blockiert.“ Ein Kommentar von Florian Martius.

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In Bayern setzen die Politik und Pharmaunternehmen seit Jahren auf Dialog. Das Ziel: Ein nachhaltiges, innovatives, patientenorientiertes und finanzierbares Gesundheitssystem. Foto: Pharma Fakten

Bayerischer Pharmagipfel: Gesunder Standort für mehr Gesundheit

Wer ein nachhaltiges, innovatives, patientenorientiertes und finanzierbares Gesundheitssystem mit bestmöglichem Zugang zu innovativer Diagnostik und Therapie für alle haben will, der muss den Pharma- und Biotech-Standort stärken. Das ist die Überzeugung der Partner des Bayerischen Pharmagipfels 2024. Unter seinem Dach ist vor Jahren eine Dialogplattform zwischen der Politik und Pharmaunternehmen und ihren Verbänden entstanden, um die Rahmenbedingungen für Spitzenforschung zu optimieren.

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Pharma in Deutschland: „Die Bundesregierung ist auf dem richtigen Weg, jetzt braucht es Tempo“. Foto: Boehringer Ingelheim

Pharma in Deutschland: „Die Bundesregierung ist auf dem richtigen Weg, jetzt braucht es Tempo“

Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ist in Deutschland fest verwurzelt – vor fast 140 Jahren wurde es hier gegründet. Mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, Dr. Fridtjof Traulsen, haben wir darüber gesprochen, wo die Stärken der Bundesrepublik liegen, an welchen Stellen es Verbesserungspotenzial gibt – und was eine forschende pharmazeutische Industrie der Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft bieten kann.

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Die Zahl der gemeldeten Hepatitis B- und C-Fälle in Deutschland steigt weiter. Eine schlechte Nachricht muss das nicht sein. Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag. Foto: ©iStock.com/Rowr

Hepatitis B und C: 30 Prozent mehr Diagnosen

Die Zahl der gemeldeten Hepatitis B- und C-Fälle (HBV und HCV) in Deutschland steigt weiter. Eine schlechte Nachricht muss das nicht sein. Dennoch bleibt noch viel zu tun, um das Ziel zu erreichen, nachdem die beiden Virushepatiden bis 2030 eliminiert sein sollen. Machbar wäre es. Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag.

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Ein neuer, bislang nicht zugelassener Ansatz der HIV-Prävention könnte entscheidend dazu beitragen, HIV/AIDS bis 2030 zu beenden. Doch nicht nur die Wissenschaft, auch die Politik ist gefragt. Foto: iStock.com / wildpixel

„HIV muss zurück auf die politische Agenda“

Von einem „Durchbruch“ und einem „100-prozentigen Schutz“ ist in den Medien die Rede. „Das neue Medikament ist besser, als es ein Impfstoff wäre“, findet der Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck. Gemeint ist ein innovativer Wirkstoff, der in Studien zur Prävention von HIV untersucht wird – zugelassen ist er hierfür bislang nicht. Er könnte künftig zu einem weiteren Symbol werden, das zeigt, wie sehr pharmazeutische Forschung die Welt zum Positiven zu verändern vermag. Doch das geht nur Hand in Hand mit der Politik.

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Sollte das deutsche Nutzenbewertungsverfahren mit Orphan Drugs genauso umgehen wie mit Arzneimitteln gegen häufigere Erkrankungen? Besser nicht – denn das würde die Versorgung der Patient:innen verschlechtern. Foto: iStock.com/:Jacob Wackerhausen

Orphan Drugs: Von einer Diskussion, die an der Versorgungsrealität der Patient:innen vorbeigeht

Sollten die Organe, die in Deutschland für die Nutzenbewertung neuer Arzneimittel verantwortlich sind, mit Orphan Drugs methodisch genauso umgehen wie mit Medikamenten gegen häufigere Erkrankungen? Diese Forderung wird immer wieder laut. Doch wer sich die Faktenlage genau anschaut, muss feststellen: Das würde die Versorgung der Patient:innen mit seltenen Leiden verschlechtern. Schon heute droht die Gefahr, dass innovative Therapien nicht ans Krankenbett kommen – weil es dem sogenannten AMNOG-Verfahren nicht gelingt, ihren Zusatznutzen zu erkennen und zu honorieren. Die Folgen können lebensbedrohlich sein.

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Der Bundestag hat das Medizinforschungsgesetz verabschiedet – aus Sicht der Industrie ist es eine der zentralen Säulen für die Umsetzung der Nationalen Pharmastrategie. Foto: ©iStock.com/yavdat

Medizinforschungsgesetz: Ein Meilenstein mit Schwächen

Der Bundestag hat das Medizinforschungsgesetz (MFG) verabschiedet – es ist aus Sicht der Industrie eine der zentralen Säulen für die Umsetzung der Nationalen Pharmastrategie. Damit soll Deutschland als Standort für medizinische Forschung international wieder wettbewerbsfähig werden. Es ist auch ein Versuch, zumindest einen Teil der im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) erlassenen, innovationsfeindlichen Regelungen bei der Bewertung neuer Arzneimittel zu heilen. Die vertraulichen Erstattungspreise für innovative Arzneimittel sind praktisch vom Tisch.

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16.500 junge Erwachsene pro Jahr erhalten in Deutschland eine Krebsdiagnose – mehr als 80 Prozent von ihnen können geheilt werden. Ein Drittel der Betroffenen klagt über Benachteiligungen.

Krebs bei jungen Menschen: Kein Recht auf Vergessen

16.500 junge Erwachsene pro Jahr erhalten in Deutschland eine Krebsdiagnose – mehr als 80 Prozent von ihnen können dank medizinischer Innovationen geheilt werden. Doch ein Drittel der Betroffenen klagt selbst Jahrzehnte nach der Diagnose über Benachteiligungen: Ihnen werden beispielsweise Versicherungsabschlüsse, Kredite oder Verbeamtungen verwehrt. Dies will die „Deutsche Stiftung junge Erwachsene mit Krebs“ (DSfjEmK) ändern. Auf dem Hauptstadtkongress (HSK) erneuerte sie ihre Forderung nach einem „Recht auf Vergessenwerden“, wie es in anderen Ländern verankert ist.

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Die Nationale Pharmastrategie kann dazu beitragen, den Pharmastandort wieder attraktiver zu machen. Doch es braucht zusätzliche Reformen – wie eine Korrektur des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes, sagt Dr. Andreas Eitel von Ipsen. Foto: ©iStock.com/YurolaitsAlbert

Damit Arzneimittelinnovationen den Menschen auch in Zukunft zur Verfügung stehen

Den Pharmastandort wieder attraktiver machen: Dieses Ziel haben sich die Ampel-Parteien gesetzt. Aus Sicht von Dr. Andreas Eitel, Director Market Access DACH bei der Ipsen Pharma GmbH, ist es „dringend geboten, dass die Bundesregierung Reformen angeht“. Denn Deutschland büßt im internationalen Vergleich zunehmend an Innovationsstärke ein – zulasten von Wissenschaft, Wirtschaft und Patient:innen. Das liegt mitunter am GKV-Finanzstabilisierungsgesetz: Warum Ipsen Verfassungsbeschwerde eingereicht hat, erklärt der Experte im Interview.

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Auf einem Symposium von AstraZeneca diskutierten Expert:innen über Ideen, Reformen, Maßnahmen für eine zukunftsfähige GKV-Finanzierung.

In Gesundheit investieren lohnt sich

Warum organisiert ein forschendes Pharmaunternehmen wie AstraZeneca ein Symposium zum Thema „Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)“? Ganz einfach: „Wir wollen Arzneimittel entwickeln, erforschen und den Patientinnen und Patienten zur Verfügung stellen“, sagte Tessa Wolf, die die politische Abteilung der Firma leitet. Voraussetzung dafür sind: „stabile Rahmenbedingungen“ und „langfristig gute Strukturen“ im Gesundheitssystem. Auf dem Hauptstadtkongress diskutierten mehrere Expert:innen daher über Maßnahmen, um die GKV nachhaltig zu stabilisieren.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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