Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Weshalb gelingt es in Deutschland seit Jahren nicht  bundesweit einheitliche Krebsregister aufzubauen – und weshalb wäre das gerade in COVID-19-Zeiten so notwendig? Darüber haben wir mit Prof. Wörmann gesprochen  Medizinischer Leiter der DGHO. Foto: ©iStock.com/Stadtratte

Krebsfrüherkennung und -versorgung ohne Register: „Das ist frustrierend“

Langes Warten auf ein bundesweit einheitliches Krebsregister: Seit April 2013 arbeiten die Bundesländer daran, ein arbeitsfähiges Klinisches Krebsregister aufzubauen. Bislang ohne Erfolg. Ein Gutachten im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes, der zentralen Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, kommt jetzt zu dem Schluss, dass es auch nach über sieben Jahren in den meisten Bundesländern noch nicht gelungen ist, ein funktionierendes Krebsregister zu etablieren. Hauptursache dafür seien fehlende Datenlieferungen und technische Probleme, verursacht durch „personelle Engpässe“, und organisatorische Probleme in der Aufbau- und Ablauforganisation. Wir haben mit Prof. Bernhard Wörmann, Medizinischer Leiter der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) in Berlin darüber gesprochen, weshalb ein flächendeckendes Krebsregister sinnvoll und notwendig ist, gerade in Zeiten von COVID-19.

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Fast drei Millionen Demenzkranke in Deutschland – das ist die Prognose für 2050  wenn kein Durchbruch bei Prävention und Therapie gelingt. Mit dem Alzheimertag soll auf die Situation der Erkrankten aufmerksam gemacht werden.

Welt-Alzheimertag: Alter ist per se keine Krankheit

Fast drei Millionen Demenzkranke allein in Deutschland – das ist die Prognose für das Jahr 2050, wenn kein Durchbruch bei Prävention und Therapie gelingt. Die Alzheimer-Erkrankung ist mit rund zwei Drittel der Fälle die häufigste Ursache für Demenz. Mit dem Welt-Alzheimertag (WAD) soll auf die Situation der Demenzerkrankten und ihrer Familien aufmerksam gemacht werden. Denn auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann ihnen durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung und Pflege geholfen werden.

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Der Kampf der Menschheit gegen krankheitsverursachende Mikroben ist so alt wie die Menschen selbst. Erst die Wissenschaft machte es möglich  die Oberhand zu gewinnen. Foto: ©iStock.com/wildpixel

Wissenschaft, Forschung, Entwicklung: Die Killer für Krankheitserreger

Der Kampf der Menschheit gegen krankheitsverursachende Mikroben ist so alt wie die Menschen selbst; ein Kampf, der für sie übrigens meistens nicht gut ausging: Allein der „Schwarze Tod“, die Pest, raffte im 14. Jahrhundert in nur wenigen Jahren die Hälfte von Europas Bevölkerung dahin. Umgeschlagen ist das Pendel erst, seit man verstanden hat, wie Krankheiten entstehen. Wissenschaft, Forschung und Entwicklung führten zu neuartigen medizinischen Interventionen – seien das Operationsmöglichkeiten, Impfstoffe oder Medikamente. Sie machten es möglich, dass sich die Lebenserwartung, die Anfang des 19. Jahrhunderts noch bei rund 30 Jahren lag, mehr als verdoppelt hat.

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Auf dem „Gesundheitskongress des Westens“ (8.-9.9.) erklärte Prof. Josef Hecken vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)  warum er anwendungsbegleitende Datenerhebungen bei Arzneimitteln in manchen Fällen als „Chance“ sieht. Credit: WISO/Schmidt-Dominé

Aktuelles aus dem Gemeinsamen Bundesausschuss

Es war der erste gesundheitspolitische Kongress seit Beginn der Corona-Pandemie: der „Gesundheitskongress des Westens“ (8.-9.9.) – ausgetragen in Köln und online per Videostream. Das Motto: „Gemeinsam große Herausforderungen bewältigen!“ Einer der Redner war Mittwochmittag der Unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Professor Josef Hecken. Er erklärte unter anderem, warum er anwendungsbegleitende Datenerhebungen bei Arzneimitteln in bestimmten Fällen als „Chance“ sieht.

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Biopharmazeutika sind Arzneimittel aus gentechnischer Herstellung. Das können Gentherapien genauso wie Impfstoffe sein. Foto: ©iStock.com/Totojang

Die Welt der Biopharmazeutika

Allein im vergangenen Jahr wurden 15 Biopharmazeutika in der Europäischen Union (EU) neu zugelassen. Damit bezogen sich 45 Prozent aller Neuzulassungen auf diese besonderen Arzneimittel aus gentechnischer Herstellung. Darunter waren sogenannte monoklonale Antikörper, ein Impfstoff und eine Gentherapie.

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Die erbliche Stoffwechselstörung Phenylketonurie (PKU) erfordert eine lebenslange Behandlung – doch als Erwachsene lässt das Gesundheitssystem die Betroffenen allein. Foto: ©iStock.com/Zerbor

Menschen mit Phenylketonurie nicht allein lassen

Etwa 1 von 8.000 Kindern in Europa kommt mit Phenylketonurie (PKU) auf die Welt – eine seltene Erkrankung, die den Eiweißstoffwechsel betrifft. Sie kann „zu schweren geistigen Entwicklungsstörungen“ führen, erklärt Dr. Anja Reichert, Medical Director bei dem Biotechnologieunternehmen BioMarin in Deutschland. Die Patienten benötigen eine lebenslange Behandlung. Laut Studien erhalten jedoch nur zwölf Prozent der Betroffenen in Europa eine angemessene medizinische Versorgung.

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Die europäische Forschungsinitiative CARE soll mit 37 Partnern die Entwicklung von COVID-19-Therapien beschleunigen – mit guten Erfolgsaussichten. Foto: ©iStock.com/rclassenlayouts

CARE: Tempo machen für COVID-19-Therapien

Medikamente dringend gesucht: In Brüssel ist der Startschuss für eine COVID-19-Initiative gefallen, die es in dieser Größenordnung noch nicht gegeben hat. Nicht weniger als 37 Partner aus führenden Forschungseinrichtungen und Pharmaunternehmen wollen gemeinsam daran arbeiten, so schnell wie möglich Therapien gegen das Coronavirus zu entwickeln und verfügbar zu machen. Zudem geht es darum, so gut wie möglich gegen künftige Coronavirus-Ausbrüche gewappnet zu sein. Tatsächlich hat das Projekt CARE erstaunlich gute Erfolgsaussichten – aus einem ganz bestimmten Grund.

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Daten aus England zeigen: 2020 haben mehr heterosexuelle Menschen eine HIV-Diagnose erhalten als schwule und bisexuelle Männer. Foto: ©iStock.com/utah778

So verletzen Gesetze die Rechte von HIV-Risikogruppen und Infizierten

Sie untergraben „die Privatsphäre, das Gebot der Vertraulichkeit und die körperliche Integrität“ von Personen, die HIV-positiv sind oder zu Risikogruppen gehören. Laut UNAIDS, das HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen, gibt es in vielen Ländern Gesetze, die zum Beispiel dazu führen, dass sich Menschen nicht auf die Immunschwächekrankheit testen oder behandeln lassen.

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Hinter jeder Arzneimittelzulassung steht eine Vielzahl an gescheiterten Forschungsprojekten  aus denen die Wissenschaftler gelernt haben. Foto: ©iStock.com/Julia Garan

Ein zugelassenes Medikament, zahlreiche Rückschläge

„Hinter jedem Arzneimittel, das es zu den Patienten schafft, stehen viele Wirkstoffkandidaten, die scheitern“, schreibt der amerikanische Pharmaverband PhRMA in einem Bericht. Misserfolge gehören zu der pharmazeutischen Forschung dazu: Gerade in Bereichen, in denen Wissenschaftler neues Terrain betreten, oder bei besonders komplexen Erkrankungen wie Krebs sind sie unvermeidbar. Statt vom „Scheitern“ möchte PhRMA allerdings lieber von „Rückschlägen“ sprechen. Denn die Erkenntnisse, die aus ihnen gezogen werden können, machen den Erfolg künftiger Forschungsprojekte wahrscheinlicher.

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Der Kampf gegen das Coronavirus  die Forschung an Medikamenten sowie Impfstoffen profitiert von Netzwerken  die bereits in den Jahren zuvor aufgebaut wurden. Foto: CC0 (Stencil)

Wie eine europäische Forschungsinitiative auf SARS-CoV-2 reagiert

Seit Beginn ihrer Arbeit im Jahr 2008 hat die Innovative Medicines Initiative (IMI) – eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen Europäischer Union und europäischer Pharmaindustrie – schon so einige Forschungsprojekte im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen, Infektionskrankheiten oder zur Entwicklung von Impfstoffen aufgesetzt. Die getätigten Investitionen „erweisen sich in der aktuellen Pandemie als extrem wertvoll; genauso wie die Beziehungen und Netzwerke, die wir rund um den Globus aufgebaut haben“, meint Geschäftsführer Pierre Meulien.

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Weshalb gelingt es in Deutschland seit Jahren nicht  bundesweit einheitliche Krebsregister aufzubauen – und weshalb wäre das gerade in COVID-19-Zeiten so notwendig? Darüber haben wir mit Prof. Wörmann gesprochen  Medizinischer Leiter der DGHO. Foto: ©iStock.com/Stadtratte

Krebsfrüherkennung und -versorgung ohne Register: „Das ist frustrierend“

Langes Warten auf ein bundesweit einheitliches Krebsregister: Seit April 2013 arbeiten die Bundesländer daran, ein arbeitsfähiges Klinisches Krebsregister aufzubauen. Bislang ohne Erfolg. Ein Gutachten im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes, der zentralen Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, kommt jetzt zu dem Schluss, dass es auch nach über sieben Jahren in den meisten Bundesländern noch nicht gelungen ist, ein funktionierendes Krebsregister zu etablieren. Hauptursache dafür seien fehlende Datenlieferungen und technische Probleme, verursacht durch „personelle Engpässe“, und organisatorische Probleme in der Aufbau- und Ablauforganisation. Wir haben mit Prof. Bernhard Wörmann, Medizinischer Leiter der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) in Berlin darüber gesprochen, weshalb ein flächendeckendes Krebsregister sinnvoll und notwendig ist, gerade in Zeiten von COVID-19.

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Fast drei Millionen Demenzkranke in Deutschland – das ist die Prognose für 2050  wenn kein Durchbruch bei Prävention und Therapie gelingt. Mit dem Alzheimertag soll auf die Situation der Erkrankten aufmerksam gemacht werden.

Welt-Alzheimertag: Alter ist per se keine Krankheit

Fast drei Millionen Demenzkranke allein in Deutschland – das ist die Prognose für das Jahr 2050, wenn kein Durchbruch bei Prävention und Therapie gelingt. Die Alzheimer-Erkrankung ist mit rund zwei Drittel der Fälle die häufigste Ursache für Demenz. Mit dem Welt-Alzheimertag (WAD) soll auf die Situation der Demenzerkrankten und ihrer Familien aufmerksam gemacht werden. Denn auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann ihnen durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung und Pflege geholfen werden.

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Der Kampf der Menschheit gegen krankheitsverursachende Mikroben ist so alt wie die Menschen selbst. Erst die Wissenschaft machte es möglich  die Oberhand zu gewinnen. Foto: ©iStock.com/wildpixel

Wissenschaft, Forschung, Entwicklung: Die Killer für Krankheitserreger

Der Kampf der Menschheit gegen krankheitsverursachende Mikroben ist so alt wie die Menschen selbst; ein Kampf, der für sie übrigens meistens nicht gut ausging: Allein der „Schwarze Tod“, die Pest, raffte im 14. Jahrhundert in nur wenigen Jahren die Hälfte von Europas Bevölkerung dahin. Umgeschlagen ist das Pendel erst, seit man verstanden hat, wie Krankheiten entstehen. Wissenschaft, Forschung und Entwicklung führten zu neuartigen medizinischen Interventionen – seien das Operationsmöglichkeiten, Impfstoffe oder Medikamente. Sie machten es möglich, dass sich die Lebenserwartung, die Anfang des 19. Jahrhunderts noch bei rund 30 Jahren lag, mehr als verdoppelt hat.

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Auf dem „Gesundheitskongress des Westens“ (8.-9.9.) erklärte Prof. Josef Hecken vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)  warum er anwendungsbegleitende Datenerhebungen bei Arzneimitteln in manchen Fällen als „Chance“ sieht. Credit: WISO/Schmidt-Dominé

Aktuelles aus dem Gemeinsamen Bundesausschuss

Es war der erste gesundheitspolitische Kongress seit Beginn der Corona-Pandemie: der „Gesundheitskongress des Westens“ (8.-9.9.) – ausgetragen in Köln und online per Videostream. Das Motto: „Gemeinsam große Herausforderungen bewältigen!“ Einer der Redner war Mittwochmittag der Unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Professor Josef Hecken. Er erklärte unter anderem, warum er anwendungsbegleitende Datenerhebungen bei Arzneimitteln in bestimmten Fällen als „Chance“ sieht.

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Biopharmazeutika sind Arzneimittel aus gentechnischer Herstellung. Das können Gentherapien genauso wie Impfstoffe sein. Foto: ©iStock.com/Totojang

Die Welt der Biopharmazeutika

Allein im vergangenen Jahr wurden 15 Biopharmazeutika in der Europäischen Union (EU) neu zugelassen. Damit bezogen sich 45 Prozent aller Neuzulassungen auf diese besonderen Arzneimittel aus gentechnischer Herstellung. Darunter waren sogenannte monoklonale Antikörper, ein Impfstoff und eine Gentherapie.

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Die erbliche Stoffwechselstörung Phenylketonurie (PKU) erfordert eine lebenslange Behandlung – doch als Erwachsene lässt das Gesundheitssystem die Betroffenen allein. Foto: ©iStock.com/Zerbor

Menschen mit Phenylketonurie nicht allein lassen

Etwa 1 von 8.000 Kindern in Europa kommt mit Phenylketonurie (PKU) auf die Welt – eine seltene Erkrankung, die den Eiweißstoffwechsel betrifft. Sie kann „zu schweren geistigen Entwicklungsstörungen“ führen, erklärt Dr. Anja Reichert, Medical Director bei dem Biotechnologieunternehmen BioMarin in Deutschland. Die Patienten benötigen eine lebenslange Behandlung. Laut Studien erhalten jedoch nur zwölf Prozent der Betroffenen in Europa eine angemessene medizinische Versorgung.

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Die europäische Forschungsinitiative CARE soll mit 37 Partnern die Entwicklung von COVID-19-Therapien beschleunigen – mit guten Erfolgsaussichten. Foto: ©iStock.com/rclassenlayouts

CARE: Tempo machen für COVID-19-Therapien

Medikamente dringend gesucht: In Brüssel ist der Startschuss für eine COVID-19-Initiative gefallen, die es in dieser Größenordnung noch nicht gegeben hat. Nicht weniger als 37 Partner aus führenden Forschungseinrichtungen und Pharmaunternehmen wollen gemeinsam daran arbeiten, so schnell wie möglich Therapien gegen das Coronavirus zu entwickeln und verfügbar zu machen. Zudem geht es darum, so gut wie möglich gegen künftige Coronavirus-Ausbrüche gewappnet zu sein. Tatsächlich hat das Projekt CARE erstaunlich gute Erfolgsaussichten – aus einem ganz bestimmten Grund.

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Daten aus England zeigen: 2020 haben mehr heterosexuelle Menschen eine HIV-Diagnose erhalten als schwule und bisexuelle Männer. Foto: ©iStock.com/utah778

So verletzen Gesetze die Rechte von HIV-Risikogruppen und Infizierten

Sie untergraben „die Privatsphäre, das Gebot der Vertraulichkeit und die körperliche Integrität“ von Personen, die HIV-positiv sind oder zu Risikogruppen gehören. Laut UNAIDS, das HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen, gibt es in vielen Ländern Gesetze, die zum Beispiel dazu führen, dass sich Menschen nicht auf die Immunschwächekrankheit testen oder behandeln lassen.

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Hinter jeder Arzneimittelzulassung steht eine Vielzahl an gescheiterten Forschungsprojekten  aus denen die Wissenschaftler gelernt haben. Foto: ©iStock.com/Julia Garan

Ein zugelassenes Medikament, zahlreiche Rückschläge

„Hinter jedem Arzneimittel, das es zu den Patienten schafft, stehen viele Wirkstoffkandidaten, die scheitern“, schreibt der amerikanische Pharmaverband PhRMA in einem Bericht. Misserfolge gehören zu der pharmazeutischen Forschung dazu: Gerade in Bereichen, in denen Wissenschaftler neues Terrain betreten, oder bei besonders komplexen Erkrankungen wie Krebs sind sie unvermeidbar. Statt vom „Scheitern“ möchte PhRMA allerdings lieber von „Rückschlägen“ sprechen. Denn die Erkenntnisse, die aus ihnen gezogen werden können, machen den Erfolg künftiger Forschungsprojekte wahrscheinlicher.

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Der Kampf gegen das Coronavirus  die Forschung an Medikamenten sowie Impfstoffen profitiert von Netzwerken  die bereits in den Jahren zuvor aufgebaut wurden. Foto: CC0 (Stencil)

Wie eine europäische Forschungsinitiative auf SARS-CoV-2 reagiert

Seit Beginn ihrer Arbeit im Jahr 2008 hat die Innovative Medicines Initiative (IMI) – eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen Europäischer Union und europäischer Pharmaindustrie – schon so einige Forschungsprojekte im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen, Infektionskrankheiten oder zur Entwicklung von Impfstoffen aufgesetzt. Die getätigten Investitionen „erweisen sich in der aktuellen Pandemie als extrem wertvoll; genauso wie die Beziehungen und Netzwerke, die wir rund um den Globus aufgebaut haben“, meint Geschäftsführer Pierre Meulien.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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