Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

In einem europäischen Forschungsprojekt arbeiten Wissenschaftler  Pharma-Unternehmen und Patientenorganisationen an neuen Ansätzen gegen Typ-1-Diabetes. Foto: ©iStock.com/Mandic Jovan

Neuer Schub in der Forschung zu Typ-1-Diabetes

Eine öffentlich-private Forschungspartnerschaft im Rahmen der europäischen Innovative Medicines Initiative – Joint Undertaking (IMI-JU) gibt Typ-1-Diabetikern und ihren Familien neue Hoffnung: Das europäische Forschungsprojekt INNODIA könnte langfristig zu neuen Therapiemöglichkeiten gegen eine chronische Erkrankung führen, die oft schon im Kindes- und Jugendalter beginnt. Eine groß angelegte Forschungsstudie, bei der biologische Proben und Daten von neu diagnostizierten Typ-1-Diabetikern und ihren nahen Verwandten untersucht werden, soll dabei helfen, die Entstehung und den Verlauf der Krankheit besser zu verstehen. Es gilt, das Risiko für Verwandte vorauszusagen, ebenfalls an Typ-1-Diabetes zu erkranken, und langfristig eine Heilungsmöglichkeit für bereits Erkrankte zu entwickeln.

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Wie sich das durch COVID-19 „schmerzhaft Erlernte“ auf die „Krebs-Pandemie“ anwenden lässt  erklären zwei führende Onkologen im Interview. Fotos: ©iStock.com/wildpixel (links); ©istock.com/peterschreiber.media (rechts)

„Krebs-Pandemie“: Aus der Coronavirus-Krise lernen

Verschobene Früherkennungsuntersuchungen, verspäteter Therapiebeginn, ausgesetzte Nachsorgetermine: So machte sich die Coronavirus-Krise in der Krebsversorgung bemerkbar. Experten von Deutscher Krebshilfe, Deutscher Krebsgesellschaft und Deutschem Krebsforschungszentrum zeigten sich besorgt. Sie befürchten, dass dem Gesundheitssystem in Folge der Pandemie eine erhöhte Zahl an zu spät erkannten Tumoren bevorsteht – ein ungünstiger Ausgangspunkt bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Dabei lässt sich auf lange Sicht so einiges aus dem Coronavirus – oder besser gesagt: aus dem Umgang mit ihm – lernen, um den Kampf gegen Krebs erfolgreicher zu machen. Ein Interview mit den beiden Onkologen Prof. Dr. Christof von Kalle und Prof. Dr. Michael von Bergwelt.

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Zwischen 30 und 80 Prozent: So hoch ist der Anteil von Frauen bei klinischen Studien der Phasen II und III. „Das ist aber gar nicht das Entscheidende“  sagt Dr. Michael Busse von Boehringer Ingelheim. Foto: ©iStock.com/Fokusiert

Geschlechterunterschiede in der klinischen Forschung

Noch vor gar nicht so langer Zeit wurden Frauen von einigen klinischen Prüfungen ausgeschlossen – aus Sicherheitsgründen. Heute ist die Forschung weiter. Je nach Indikation liegt der Anteil des weiblichen Geschlechts in Studien der Phasen II und III zwischen 30 und 80 Prozent. „Das ist aber gar nicht das Entscheidende“, sagt Dr. Michael Busse. Beim Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim leitet er die Klinische Forschung für Deutschland.

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Bei Tez Anderson wurde 1986 HIV diagnostiziert – er hatte weniger als 2 Jahre zu leben. Heute berichtet der Aktivist über seine Erfahrungen mit dem „AIDS Survivor Syndrome“. Foto: ©iStock.com/Natali_Mis

HIV-Langzeitüberlebende: „Let´s Kick ASS“

1986 war der US-Amerikaner Tez Anderson mit der Diagnose HIV konfrontiert. Experten gaben ihm damals weniger als zwei Jahre zu leben – Hoffnung ausgeschlossen. „Drei Jahrzehnte später ist mein Leben erfüllt mit einem Zweck und einem Sinn.“ Als Gründer der Aktivistengruppe „Let´s Kick ASS“ klärt er heute über das „Aids Survivor Syndrome“, unter dem Langzeitüberlebende leiden, auf. Ein Aspekt davon: ein Schuldgefühl – weil man selbst überlebt hat und so viele andere nicht.

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Könnten das Coronavirus und Attila Hildmann die Impfbereitschaft erhöhen? Über diese Frage diskutierte am 1. Juli eine bayerische Expertengruppe. Foto: © iStock.com/Natali_Mis

Hoffnungsträger Impfen: Coronakrise als Chance

Eigentlich ist Attila Hildmann ein deutscher Autor für vegane Kochbücher. Doch seit der Coronakrise zeigt er sich in der Öffentlichkeit vor allem als Verbreiter von Verschwörungsideologien rund um das Virus und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Was dieser Mann und SARS-CoV-2 gemeinsam haben? Beide stärken die Impfbereitschaft. Warum das so ist, wurde auf einer digitalen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in München deutlich.

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Laut „Biotech-Report 2020“ erreicht der Marktanteil von Biopharmazeutika in Deutschland einen Spitzenwert. Foto: © iStock.com/Ca-ssis (Picasa)

Biopharmazeutika: Ärzte setzen sie „noch öfter ein als zuvor“

„Biopharmazeutika, also Medikamente aus gentechnischer Herstellung, setzten 2019 neue Bestmarken im deutschen Markt“, meldet der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen bio (vfa bio). Hintergrund ist die Veröffentlichung des Biotech-Reports 2020, den die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) erarbeitet hat. Darin werfen die Experten schwerpunktmäßig einen Blick auf das Gebiet der Gen-, Zell- und Gewebetherapeutika. „Patientinnen und Patienten mit Krankheiten, die zuvor nicht oder nicht zufriedenstellend therapierbar waren oder die eine lebenslange Medikation benötigten, können nun ursächlich behandelt werden“, schreiben Dr. Frank Mathias (vfa bio) und Dr. Jürgen Lücke (BCG) dazu.

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Die WHO ruft immer wieder Kritiker auf den Plan  zuletzt im Zuge der Coronakrise. Aber was genau macht die Weltgesundheitsorganisation eigentlich? Und ist die Kritik tatsächlich berechtigt? Ein Porträt. Foto: ©iStock.com/diegograndi

Das Dilemma der WHO

Wohl keine andere UN-Organisation wird so oft und gerne kritisiert wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie kommt in der Öffentlichkeit daher wie eine Marionette, bei der fast jeder mal die Fäden ziehen darf – die Chinesen, Bill Gates, die Pharma-Industrie und überhaupt alle, die als Geldgeber auftreten. Und schlimmer noch: Die WHO macht auch ständig Fehler, vor allem in der Coronakrise. Aber stimmt das wirklich? Oder blenden viele Kritiker vielleicht aus, dass die WHO im Laufe ihrer Geschichte verdammt viel erreicht hat – und dass sie auch im Zeitalter von COVID-19 nicht alles falsch, sondern vieles richtig macht?

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Die Vision vom „Ende“ der Coronakrise wird zunehmend mit „Endemie“ gleichgesetzt. Aber ist die Gefahr dann automatisch gebannt? Foto: ©iStock.com/Delpixart

Drei Szenarien: COVID-19 und die kommenden zwei Jahre

Die Welt hat in den vergangenen 300 Jahren mindestens acht Grippe–Pandemien erlebt, davon allein vier in den vergangenen 100 Jahren: 1918-19, 1957, 1968 und 2009-10. Kann man aus diesen Erfahrungen etwas über den zukünftigen Verlauf der SARS-CoV-2-Pandemie lernen? US-amerikanische Wissenschaftler um Professor Michael T. Osterholm, Epidemiologe und Leiter des Center for Infectious Disease Research and Policy (CIDRAP) an der Universität Minnesota, haben aus der Rückschau drei mögliche Szenarien abgeleitet.

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Die einen kennen den Namen von Plakaten auf Corona-Demos her  die anderen von Zeitungs- und Fernsehberichten über eine internationale Geberkonferenz: Gavi. Aber wer ist das eigentlich? Foto: © iStock.com / Professor25

Gavi: Impfallianz, Wegweiser, Lebensretter

„Mit Gavi gegen COVID-19“ titelte kürzlich das Internetportal der Tagesschau und Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte in einer Rede am 4. Juni: „Durch COVID-19 ist die Arbeit von Gavi noch wichtiger geworden.“ Den Begriff „COVID-19“ kennen inzwischen alle. Aber wer oder was genau ist Gavi? Eine Spurensuche.

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Beim „Hauptstadtkongress Digital“ haben 40 Gesundheitsexperten Vorschläge gemacht  wie die Gesundheitsvorsorge in Deutschland verbessert werden kann – ihre „Berliner Erklärung“ könnte wegweisend sein. Foto: ©WISO / HSK digital 2020

Digitaler Gesundheitskongress: Coronavirus als Innovationstreiber

Gesundheitskongress in Coronazeiten: Zum ersten Mal in seiner Geschichte startete der „Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit“ in einer abgespeckten digitalen Version. Zum Auftakt widmete sich eine Runde aus Gesundheitsexperten in der altehrwürdigen Berliner Bibliothek des „Springer Nature“ Verlages der Frage: „Die Krise als Innovationstreiber: Zeitenwende im Gesundheitswesen?“. Per Videoschalte mit dabei: Gesundheitsminister Jens Spahn, der erste Downloadzahlen zur Corona-App präsentierte.

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In einem europäischen Forschungsprojekt arbeiten Wissenschaftler  Pharma-Unternehmen und Patientenorganisationen an neuen Ansätzen gegen Typ-1-Diabetes. Foto: ©iStock.com/Mandic Jovan

Neuer Schub in der Forschung zu Typ-1-Diabetes

Eine öffentlich-private Forschungspartnerschaft im Rahmen der europäischen Innovative Medicines Initiative – Joint Undertaking (IMI-JU) gibt Typ-1-Diabetikern und ihren Familien neue Hoffnung: Das europäische Forschungsprojekt INNODIA könnte langfristig zu neuen Therapiemöglichkeiten gegen eine chronische Erkrankung führen, die oft schon im Kindes- und Jugendalter beginnt. Eine groß angelegte Forschungsstudie, bei der biologische Proben und Daten von neu diagnostizierten Typ-1-Diabetikern und ihren nahen Verwandten untersucht werden, soll dabei helfen, die Entstehung und den Verlauf der Krankheit besser zu verstehen. Es gilt, das Risiko für Verwandte vorauszusagen, ebenfalls an Typ-1-Diabetes zu erkranken, und langfristig eine Heilungsmöglichkeit für bereits Erkrankte zu entwickeln.

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Wie sich das durch COVID-19 „schmerzhaft Erlernte“ auf die „Krebs-Pandemie“ anwenden lässt  erklären zwei führende Onkologen im Interview. Fotos: ©iStock.com/wildpixel (links); ©istock.com/peterschreiber.media (rechts)

„Krebs-Pandemie“: Aus der Coronavirus-Krise lernen

Verschobene Früherkennungsuntersuchungen, verspäteter Therapiebeginn, ausgesetzte Nachsorgetermine: So machte sich die Coronavirus-Krise in der Krebsversorgung bemerkbar. Experten von Deutscher Krebshilfe, Deutscher Krebsgesellschaft und Deutschem Krebsforschungszentrum zeigten sich besorgt. Sie befürchten, dass dem Gesundheitssystem in Folge der Pandemie eine erhöhte Zahl an zu spät erkannten Tumoren bevorsteht – ein ungünstiger Ausgangspunkt bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Dabei lässt sich auf lange Sicht so einiges aus dem Coronavirus – oder besser gesagt: aus dem Umgang mit ihm – lernen, um den Kampf gegen Krebs erfolgreicher zu machen. Ein Interview mit den beiden Onkologen Prof. Dr. Christof von Kalle und Prof. Dr. Michael von Bergwelt.

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Zwischen 30 und 80 Prozent: So hoch ist der Anteil von Frauen bei klinischen Studien der Phasen II und III. „Das ist aber gar nicht das Entscheidende“  sagt Dr. Michael Busse von Boehringer Ingelheim. Foto: ©iStock.com/Fokusiert

Geschlechterunterschiede in der klinischen Forschung

Noch vor gar nicht so langer Zeit wurden Frauen von einigen klinischen Prüfungen ausgeschlossen – aus Sicherheitsgründen. Heute ist die Forschung weiter. Je nach Indikation liegt der Anteil des weiblichen Geschlechts in Studien der Phasen II und III zwischen 30 und 80 Prozent. „Das ist aber gar nicht das Entscheidende“, sagt Dr. Michael Busse. Beim Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim leitet er die Klinische Forschung für Deutschland.

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Bei Tez Anderson wurde 1986 HIV diagnostiziert – er hatte weniger als 2 Jahre zu leben. Heute berichtet der Aktivist über seine Erfahrungen mit dem „AIDS Survivor Syndrome“. Foto: ©iStock.com/Natali_Mis

HIV-Langzeitüberlebende: „Let´s Kick ASS“

1986 war der US-Amerikaner Tez Anderson mit der Diagnose HIV konfrontiert. Experten gaben ihm damals weniger als zwei Jahre zu leben – Hoffnung ausgeschlossen. „Drei Jahrzehnte später ist mein Leben erfüllt mit einem Zweck und einem Sinn.“ Als Gründer der Aktivistengruppe „Let´s Kick ASS“ klärt er heute über das „Aids Survivor Syndrome“, unter dem Langzeitüberlebende leiden, auf. Ein Aspekt davon: ein Schuldgefühl – weil man selbst überlebt hat und so viele andere nicht.

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Könnten das Coronavirus und Attila Hildmann die Impfbereitschaft erhöhen? Über diese Frage diskutierte am 1. Juli eine bayerische Expertengruppe. Foto: © iStock.com/Natali_Mis

Hoffnungsträger Impfen: Coronakrise als Chance

Eigentlich ist Attila Hildmann ein deutscher Autor für vegane Kochbücher. Doch seit der Coronakrise zeigt er sich in der Öffentlichkeit vor allem als Verbreiter von Verschwörungsideologien rund um das Virus und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Was dieser Mann und SARS-CoV-2 gemeinsam haben? Beide stärken die Impfbereitschaft. Warum das so ist, wurde auf einer digitalen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in München deutlich.

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Laut „Biotech-Report 2020“ erreicht der Marktanteil von Biopharmazeutika in Deutschland einen Spitzenwert. Foto: © iStock.com/Ca-ssis (Picasa)

Biopharmazeutika: Ärzte setzen sie „noch öfter ein als zuvor“

„Biopharmazeutika, also Medikamente aus gentechnischer Herstellung, setzten 2019 neue Bestmarken im deutschen Markt“, meldet der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen bio (vfa bio). Hintergrund ist die Veröffentlichung des Biotech-Reports 2020, den die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) erarbeitet hat. Darin werfen die Experten schwerpunktmäßig einen Blick auf das Gebiet der Gen-, Zell- und Gewebetherapeutika. „Patientinnen und Patienten mit Krankheiten, die zuvor nicht oder nicht zufriedenstellend therapierbar waren oder die eine lebenslange Medikation benötigten, können nun ursächlich behandelt werden“, schreiben Dr. Frank Mathias (vfa bio) und Dr. Jürgen Lücke (BCG) dazu.

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Die WHO ruft immer wieder Kritiker auf den Plan  zuletzt im Zuge der Coronakrise. Aber was genau macht die Weltgesundheitsorganisation eigentlich? Und ist die Kritik tatsächlich berechtigt? Ein Porträt. Foto: ©iStock.com/diegograndi

Das Dilemma der WHO

Wohl keine andere UN-Organisation wird so oft und gerne kritisiert wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie kommt in der Öffentlichkeit daher wie eine Marionette, bei der fast jeder mal die Fäden ziehen darf – die Chinesen, Bill Gates, die Pharma-Industrie und überhaupt alle, die als Geldgeber auftreten. Und schlimmer noch: Die WHO macht auch ständig Fehler, vor allem in der Coronakrise. Aber stimmt das wirklich? Oder blenden viele Kritiker vielleicht aus, dass die WHO im Laufe ihrer Geschichte verdammt viel erreicht hat – und dass sie auch im Zeitalter von COVID-19 nicht alles falsch, sondern vieles richtig macht?

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Die Vision vom „Ende“ der Coronakrise wird zunehmend mit „Endemie“ gleichgesetzt. Aber ist die Gefahr dann automatisch gebannt? Foto: ©iStock.com/Delpixart

Drei Szenarien: COVID-19 und die kommenden zwei Jahre

Die Welt hat in den vergangenen 300 Jahren mindestens acht Grippe–Pandemien erlebt, davon allein vier in den vergangenen 100 Jahren: 1918-19, 1957, 1968 und 2009-10. Kann man aus diesen Erfahrungen etwas über den zukünftigen Verlauf der SARS-CoV-2-Pandemie lernen? US-amerikanische Wissenschaftler um Professor Michael T. Osterholm, Epidemiologe und Leiter des Center for Infectious Disease Research and Policy (CIDRAP) an der Universität Minnesota, haben aus der Rückschau drei mögliche Szenarien abgeleitet.

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Die einen kennen den Namen von Plakaten auf Corona-Demos her  die anderen von Zeitungs- und Fernsehberichten über eine internationale Geberkonferenz: Gavi. Aber wer ist das eigentlich? Foto: © iStock.com / Professor25

Gavi: Impfallianz, Wegweiser, Lebensretter

„Mit Gavi gegen COVID-19“ titelte kürzlich das Internetportal der Tagesschau und Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte in einer Rede am 4. Juni: „Durch COVID-19 ist die Arbeit von Gavi noch wichtiger geworden.“ Den Begriff „COVID-19“ kennen inzwischen alle. Aber wer oder was genau ist Gavi? Eine Spurensuche.

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Beim „Hauptstadtkongress Digital“ haben 40 Gesundheitsexperten Vorschläge gemacht  wie die Gesundheitsvorsorge in Deutschland verbessert werden kann – ihre „Berliner Erklärung“ könnte wegweisend sein. Foto: ©WISO / HSK digital 2020

Digitaler Gesundheitskongress: Coronavirus als Innovationstreiber

Gesundheitskongress in Coronazeiten: Zum ersten Mal in seiner Geschichte startete der „Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit“ in einer abgespeckten digitalen Version. Zum Auftakt widmete sich eine Runde aus Gesundheitsexperten in der altehrwürdigen Berliner Bibliothek des „Springer Nature“ Verlages der Frage: „Die Krise als Innovationstreiber: Zeitenwende im Gesundheitswesen?“. Per Videoschalte mit dabei: Gesundheitsminister Jens Spahn, der erste Downloadzahlen zur Corona-App präsentierte.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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