Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

In der Medizingeschichte finden sich nützliche Hinweise für den Umgang mit Covid-19 – welche das sind  darüber spricht der Medizinhistoriker Prof. Heiner Fangerau im Interview. Foto: ©iStock.com/Fokusiert

„Nach ihrem Abklingen war jede Pandemie schnell wieder vergessen“

Pandemien gab es zu allen Zeiten – und wir können daraus einiges für den Umgang mit Covid-19 lernen. Was genau, und in welchem Punkt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sich geirrt hat, darüber haben wir mit dem Arzt und Medizinhistoriker Prof. Dr. Heiner Fangerau gesprochen. Er ist Direktor des Institutes für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – und Mitglied der Wissenschaftsakademie Leopoldina.

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Impfungen können nicht alles  sind aber irgendwie Alleskönner. Vom 20. bis 26. April 2020 ist Europäische Impfwoche. Foto: ©iStock.com/TonyBaggett. Die Statue zeigt Florence Nightingale – sie wurde vor 200 Jahren geboren und gilt als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege.

Europäische Impfwoche: Schutz des Lebens

Impfungen können nicht alles, sind aber irgendwie Alleskönner. Vom 20. bis 26. April ist Europäische Impfwoche (EIW). Sie will für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für die Vermeidung von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben sensibilisieren. Eine Welt ohne Impfstoffe? Es wäre eine Reise zurück ins finsterste Mittelalter. Pharma Fakten sprach mit der Medizinerin Dr. med. Melanie Schneider vom Pharmaunternehmen und Impfstoffspezialisten GlaxoSmithKline (GSK) über das Impfen im Allgemeinen und die Impfung gegen Meningokokken.

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SARS-CoV-2 war nur eine Frage der Zeit  sagen Wissenschaftler. Denn die zunehmende Umweltzerstörung beeinflusst die Entstehung solcher Seuchen. Foto: CC0 (Stencil)

Pandemien: Umweltzerstörung fällt auf den Menschen zurück

Für den Molekularbiologen Pierre Meulien, Geschäftsführer der „Innovative Medicines Initiative“ (IMI), steht das neuartige Coronavirus ganz im „Zeichen der Zeit“. Sei es SARS-CoV-2 oder Ebola: Das Auftreten solcher Seuchen kommt „nicht unerwartet“ – sondern hängt u.a. damit zusammen, dass das „Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur […] auf den Kopf gestellt“ ist. Darauf weisen immer mehr Experten hin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht die aktuelle Pandemie daher als „Weckruf“ für mehr Naturschutz. Dieser sei ein „wichtiger Schlüssel“, um dem Ausbruch von Infektionskrankheiten künftig vorzubeugen.

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Arzneimittel-Resistenzen  zu denen auch Antibiotika-Resistenzen zählen  gelten als eine der größten Herausforderungen. Die „AMR Industry Alliance“ zeigt auf  wo es Fortschritte gibt – und wo noch viel getan werden muss.

Arzneimittel-Resistenzen: Gesundheitskrisen ganz ohne Coronavirus

Wenn Arzneimittel nicht mehr helfen, ist eine gesundheitliche Krise nicht weit. Arzneimittel-Resistenzen, zu denen auch Antibiotika-Resistenzen zählen, gelten schon heute als eine der größten Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit weltweit. In ihrem Bericht zeigt die „AMR Industry Alliance“ auf, wo es Fortschritte gibt – und wo noch viel getan werden muss.

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„Das Coronavirus verstehen“: Der Uniprofessor Raul Rabadan aus New York hat ein Sachbuch geschrieben  bei dem der Inhalt tatsächlich hält  was der Titel verspricht. Foto: ©iStock.com/wildpixel

Coronavirus-Pandemie: Wenn Mathematik an Grenzen stößt

Trotz weiterhin steigender Infektions- und Todesraten diskutiert die Republik über ein Ende von Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren. Über den Sinn dieser Debatte und die Grenzen statistischer Konzepte in der Prognose der Coronavirus-Pandemie ein Gespräch mit der Psychologin und Statistikerin Katharina Schüller. Sie ist Geschäftsführerin und Gründerin von STAT-UP, ein Spezialanbieter für Statistische Beratung und Data Science.

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Mit dem „Repurposing“-Prinzip wollen Arzneimittelforscher Medikamente gegen das neuartige Coronavirus entwickeln. Foto: ©iStock.com/jarun011

Bekannte Arzneimittel, neuer Nutzen: Gegen Coronavirus und andere Erreger

Die Zeit rennt: Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich von China aus zu einer Pandemie entwickelt. Doch bis ein Impfstoff verfügbar ist, wird es wohl noch mindestens zwölf Monate dauern. Schneller könnten Therapien auf den Markt kommen: „Denn zahlreiche Medikamente, die schon gegen andere Krankheiten zugelassen oder zumindest weitgehend erprobt sind, kommen dafür in Betracht“, so der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa). Neue Indikation für einen bekannten Wirkstoff – das ist die Idee hinter dem sogenannten „Repurposing“. Das Prinzip ist nicht neu: So war etwa ein einst gescheitertes Krebsmedikament die Grundlage für das erste Mittel gegen HIV.

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Jedes Jahr werden in Europa 1 7 Milliarden Impfstoffe produziert. Das geht aus einem Bericht von „Vaccines Europe“ hervor. Foto: ©iStock.com/Pornpak Khunatorn

Europa: „Heimat für Impfstoffproduktion und Innovation“

„Jedes Jahr werden in Europa 1,7 Milliarden Impfstoffe produziert“, schreibt Vaccines Europe, die Stimme der europäischen Impfstoffindustrie, in einem Bericht. „Diese Impfstoffe werden genutzt, um Menschen weltweit zu immunisieren und sie vor Infektionskrankheiten zu schützen“. Wie groß die Erwartungen an die Branche sind, zeigt aktuell wieder die Coronavirus-Pandemie.

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Welche Fortschritte gibt es in der Alzheimer-Forschung und weshalb ist es so schwierig  spektakuläre Erfolge wie in der Krebsforschung zu erzielen – darüber spricht der Alzheimer-Forscher Prof. Michael Heneka im Interview. Foto: ©istock.com/Piotrekswat

„Alzheimer ist ein Staffellauf“

Das individuelle Risiko, an Alzheimer zu erkranken, liegt bei rund einem Prozent. Forscher wie Prof. Dr. Michael Heneka aus Bonn gehen aber davon aus, dass sich dieser Wert aufgrund der steigenden Lebenserwartung in den nächsten Jahren auf vier Prozent erhöht. Im Interview gibt der Leiter der Forschungsgruppe „Neuroinflammation“ am Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Direktor der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie am Universitätsklinikum Bonn einen Einblick in die Schwierigkeiten und Erfolge der Alzheimer-Forschung.

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In der Medizingeschichte finden sich nützliche Hinweise für den Umgang mit Covid-19 – welche das sind  darüber spricht der Medizinhistoriker Prof. Heiner Fangerau im Interview. Foto: ©iStock.com/Fokusiert

„Nach ihrem Abklingen war jede Pandemie schnell wieder vergessen“

Pandemien gab es zu allen Zeiten – und wir können daraus einiges für den Umgang mit Covid-19 lernen. Was genau, und in welchem Punkt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sich geirrt hat, darüber haben wir mit dem Arzt und Medizinhistoriker Prof. Dr. Heiner Fangerau gesprochen. Er ist Direktor des Institutes für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – und Mitglied der Wissenschaftsakademie Leopoldina.

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Impfungen können nicht alles  sind aber irgendwie Alleskönner. Vom 20. bis 26. April 2020 ist Europäische Impfwoche. Foto: ©iStock.com/TonyBaggett. Die Statue zeigt Florence Nightingale – sie wurde vor 200 Jahren geboren und gilt als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege.

Europäische Impfwoche: Schutz des Lebens

Impfungen können nicht alles, sind aber irgendwie Alleskönner. Vom 20. bis 26. April ist Europäische Impfwoche (EIW). Sie will für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für die Vermeidung von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben sensibilisieren. Eine Welt ohne Impfstoffe? Es wäre eine Reise zurück ins finsterste Mittelalter. Pharma Fakten sprach mit der Medizinerin Dr. med. Melanie Schneider vom Pharmaunternehmen und Impfstoffspezialisten GlaxoSmithKline (GSK) über das Impfen im Allgemeinen und die Impfung gegen Meningokokken.

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SARS-CoV-2 war nur eine Frage der Zeit  sagen Wissenschaftler. Denn die zunehmende Umweltzerstörung beeinflusst die Entstehung solcher Seuchen. Foto: CC0 (Stencil)

Pandemien: Umweltzerstörung fällt auf den Menschen zurück

Für den Molekularbiologen Pierre Meulien, Geschäftsführer der „Innovative Medicines Initiative“ (IMI), steht das neuartige Coronavirus ganz im „Zeichen der Zeit“. Sei es SARS-CoV-2 oder Ebola: Das Auftreten solcher Seuchen kommt „nicht unerwartet“ – sondern hängt u.a. damit zusammen, dass das „Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur […] auf den Kopf gestellt“ ist. Darauf weisen immer mehr Experten hin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht die aktuelle Pandemie daher als „Weckruf“ für mehr Naturschutz. Dieser sei ein „wichtiger Schlüssel“, um dem Ausbruch von Infektionskrankheiten künftig vorzubeugen.

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Arzneimittel-Resistenzen  zu denen auch Antibiotika-Resistenzen zählen  gelten als eine der größten Herausforderungen. Die „AMR Industry Alliance“ zeigt auf  wo es Fortschritte gibt – und wo noch viel getan werden muss.

Arzneimittel-Resistenzen: Gesundheitskrisen ganz ohne Coronavirus

Wenn Arzneimittel nicht mehr helfen, ist eine gesundheitliche Krise nicht weit. Arzneimittel-Resistenzen, zu denen auch Antibiotika-Resistenzen zählen, gelten schon heute als eine der größten Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit weltweit. In ihrem Bericht zeigt die „AMR Industry Alliance“ auf, wo es Fortschritte gibt – und wo noch viel getan werden muss.

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„Das Coronavirus verstehen“: Der Uniprofessor Raul Rabadan aus New York hat ein Sachbuch geschrieben  bei dem der Inhalt tatsächlich hält  was der Titel verspricht. Foto: ©iStock.com/wildpixel

Coronavirus-Pandemie: Wenn Mathematik an Grenzen stößt

Trotz weiterhin steigender Infektions- und Todesraten diskutiert die Republik über ein Ende von Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren. Über den Sinn dieser Debatte und die Grenzen statistischer Konzepte in der Prognose der Coronavirus-Pandemie ein Gespräch mit der Psychologin und Statistikerin Katharina Schüller. Sie ist Geschäftsführerin und Gründerin von STAT-UP, ein Spezialanbieter für Statistische Beratung und Data Science.

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Mit dem „Repurposing“-Prinzip wollen Arzneimittelforscher Medikamente gegen das neuartige Coronavirus entwickeln. Foto: ©iStock.com/jarun011

Bekannte Arzneimittel, neuer Nutzen: Gegen Coronavirus und andere Erreger

Die Zeit rennt: Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich von China aus zu einer Pandemie entwickelt. Doch bis ein Impfstoff verfügbar ist, wird es wohl noch mindestens zwölf Monate dauern. Schneller könnten Therapien auf den Markt kommen: „Denn zahlreiche Medikamente, die schon gegen andere Krankheiten zugelassen oder zumindest weitgehend erprobt sind, kommen dafür in Betracht“, so der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa). Neue Indikation für einen bekannten Wirkstoff – das ist die Idee hinter dem sogenannten „Repurposing“. Das Prinzip ist nicht neu: So war etwa ein einst gescheitertes Krebsmedikament die Grundlage für das erste Mittel gegen HIV.

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Jedes Jahr werden in Europa 1 7 Milliarden Impfstoffe produziert. Das geht aus einem Bericht von „Vaccines Europe“ hervor. Foto: ©iStock.com/Pornpak Khunatorn

Europa: „Heimat für Impfstoffproduktion und Innovation“

„Jedes Jahr werden in Europa 1,7 Milliarden Impfstoffe produziert“, schreibt Vaccines Europe, die Stimme der europäischen Impfstoffindustrie, in einem Bericht. „Diese Impfstoffe werden genutzt, um Menschen weltweit zu immunisieren und sie vor Infektionskrankheiten zu schützen“. Wie groß die Erwartungen an die Branche sind, zeigt aktuell wieder die Coronavirus-Pandemie.

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Welche Fortschritte gibt es in der Alzheimer-Forschung und weshalb ist es so schwierig  spektakuläre Erfolge wie in der Krebsforschung zu erzielen – darüber spricht der Alzheimer-Forscher Prof. Michael Heneka im Interview. Foto: ©istock.com/Piotrekswat

„Alzheimer ist ein Staffellauf“

Das individuelle Risiko, an Alzheimer zu erkranken, liegt bei rund einem Prozent. Forscher wie Prof. Dr. Michael Heneka aus Bonn gehen aber davon aus, dass sich dieser Wert aufgrund der steigenden Lebenserwartung in den nächsten Jahren auf vier Prozent erhöht. Im Interview gibt der Leiter der Forschungsgruppe „Neuroinflammation“ am Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Direktor der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie am Universitätsklinikum Bonn einen Einblick in die Schwierigkeiten und Erfolge der Alzheimer-Forschung.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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