Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Die Zahl übergewichtiger Menschen nimmt zu. Die Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko für zahlreiche Erkrankungen wie Fettleber und Krebs. Foto: ©iStock.com/Motortion

Adipositas-Epidemie: Gefahr für die Gesundheit junger Menschen

Zu viele Kilos auf den Hüften: So geht es immer mehr Menschen weltweit. Die Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko für zahlreiche lebensbedrohliche Erkrankungen – etwa eine Fettleber. Laut einer Studie aus Großbritannien leidet bereits jeder Fünfte im Alter von Mitte 20 daran. Die Folge kann Leberkrebs sein. Die Wissenschaftler aus Bristol warnen daher: „Die Adipositas-Epidemie hat Auswirkungen auf die zukünftige Gesundheit junger Menschen“.

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Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Hauptursache für Erblindung. Wirksame Therapien für die trockene Form sind Fehlanzeige. MACUSTAR will das ändern. Foto: CC0 (Stencil)

Makuladegeneration: Neue Medikamente dringend gebraucht

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist weltweit eine Hauptursache für Erblindung. Wirksame Therapien für die trockene Form der AMD sind bis heute Fehlanzeige. Mit MACUSTAR soll sich das ändern: Unter dem Namen haben sich europaweit neun akademische und vier Industriepartner zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Tests zu entwickeln, die in der Lage sind, kleinste Veränderung beim Fortschreiten der Erkrankung zu entdecken. Die Rekrutierung einer Studie mit 700 Teilnehmern wurde jetzt abgeschlossen – ein wichtiger Meilenstein in diesem Projekt.

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In den nächsten 30 Jahren könnten weltweit 11 1 Millionen Kinder an Krebs sterben  wenn nicht mehr Geld in Gesundheitsversorgung investiert wird. Foto: ©iStock.com/Katarzyna Bialasiewicz

Krebs bei Kindern: Über 6 Millionen Todesfälle verhindern

Es sind düstere Zahlen, die Wissenschaftler im Fachmagazin „The Lancet Oncology“ prognostizieren: 11,1 Millionen Kinder im Alter 0 bis 14 Jahren werden zwischen 2020 und 2050 weltweit an Krebs sterben, heißt es darin. Doch es gibt Hoffnung: Mehr als die Hälfte dieser Todesfälle könnte verhindert werden. Die Voraussetzung: Die Weltgemeinschaft muss mehr Geld in den Ausbau der Gesundheitsversorgung investieren. Das lohnt sich – auch finanziell, sagen die Experten.

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Impfen in der Apotheke? Darüber diskutierten Expert:innen bei einer Digital-Veranstaltung im Rahmen des Europäischen Gesundheitskongresses. Foto: ©iStock.com/Jens Domschky

Apotheken in Deutschland: Die Zahl nimmt weiter ab

Seit mehr als zehn Jahren nimmt die Zahl der öffentlichen Apotheken kontinuierlich ab. Ende des Jahres 2019 waren es noch 19.075 Betriebsstätten, die für die Versorgung der Menschen mit Medikamenten und die Arzneimittelberatung vor Ort verantwortlich sind. Ein Trend, der sich offenbar beschleunigt.

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In der Medizingeschichte finden sich nützliche Hinweise für den Umgang mit Covid-19 – welche das sind  darüber spricht der Medizinhistoriker Prof. Heiner Fangerau im Interview. Foto: ©iStock.com/Fokusiert

„Nach ihrem Abklingen war jede Pandemie schnell wieder vergessen“

Pandemien gab es zu allen Zeiten – und wir können daraus einiges für den Umgang mit Covid-19 lernen. Was genau, und in welchem Punkt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sich geirrt hat, darüber haben wir mit dem Arzt und Medizinhistoriker Prof. Dr. Heiner Fangerau gesprochen. Er ist Direktor des Institutes für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – und Mitglied der Wissenschaftsakademie Leopoldina.

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Impfungen können nicht alles  sind aber irgendwie Alleskönner. Vom 20. bis 26. April 2020 ist Europäische Impfwoche. Foto: ©iStock.com/TonyBaggett. Die Statue zeigt Florence Nightingale – sie wurde vor 200 Jahren geboren und gilt als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege.

Europäische Impfwoche: Schutz des Lebens

Impfungen können nicht alles, sind aber irgendwie Alleskönner. Vom 20. bis 26. April ist Europäische Impfwoche (EIW). Sie will für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für die Vermeidung von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben sensibilisieren. Eine Welt ohne Impfstoffe? Es wäre eine Reise zurück ins finsterste Mittelalter. Pharma Fakten sprach mit der Medizinerin Dr. med. Melanie Schneider vom Pharmaunternehmen und Impfstoffspezialisten GlaxoSmithKline (GSK) über das Impfen im Allgemeinen und die Impfung gegen Meningokokken.

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SARS-CoV-2 war nur eine Frage der Zeit  sagen Wissenschaftler. Denn die zunehmende Umweltzerstörung beeinflusst die Entstehung solcher Seuchen. Foto: CC0 (Stencil)

Pandemien: Umweltzerstörung fällt auf den Menschen zurück

Für den Molekularbiologen Pierre Meulien, Geschäftsführer der „Innovative Medicines Initiative“ (IMI), steht das neuartige Coronavirus ganz im „Zeichen der Zeit“. Sei es SARS-CoV-2 oder Ebola: Das Auftreten solcher Seuchen kommt „nicht unerwartet“ – sondern hängt u.a. damit zusammen, dass das „Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur […] auf den Kopf gestellt“ ist. Darauf weisen immer mehr Experten hin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht die aktuelle Pandemie daher als „Weckruf“ für mehr Naturschutz. Dieser sei ein „wichtiger Schlüssel“, um dem Ausbruch von Infektionskrankheiten künftig vorzubeugen.

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Die Zahl übergewichtiger Menschen nimmt zu. Die Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko für zahlreiche Erkrankungen wie Fettleber und Krebs. Foto: ©iStock.com/Motortion

Adipositas-Epidemie: Gefahr für die Gesundheit junger Menschen

Zu viele Kilos auf den Hüften: So geht es immer mehr Menschen weltweit. Die Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko für zahlreiche lebensbedrohliche Erkrankungen – etwa eine Fettleber. Laut einer Studie aus Großbritannien leidet bereits jeder Fünfte im Alter von Mitte 20 daran. Die Folge kann Leberkrebs sein. Die Wissenschaftler aus Bristol warnen daher: „Die Adipositas-Epidemie hat Auswirkungen auf die zukünftige Gesundheit junger Menschen“.

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Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Hauptursache für Erblindung. Wirksame Therapien für die trockene Form sind Fehlanzeige. MACUSTAR will das ändern. Foto: CC0 (Stencil)

Makuladegeneration: Neue Medikamente dringend gebraucht

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist weltweit eine Hauptursache für Erblindung. Wirksame Therapien für die trockene Form der AMD sind bis heute Fehlanzeige. Mit MACUSTAR soll sich das ändern: Unter dem Namen haben sich europaweit neun akademische und vier Industriepartner zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Tests zu entwickeln, die in der Lage sind, kleinste Veränderung beim Fortschreiten der Erkrankung zu entdecken. Die Rekrutierung einer Studie mit 700 Teilnehmern wurde jetzt abgeschlossen – ein wichtiger Meilenstein in diesem Projekt.

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In den nächsten 30 Jahren könnten weltweit 11 1 Millionen Kinder an Krebs sterben  wenn nicht mehr Geld in Gesundheitsversorgung investiert wird. Foto: ©iStock.com/Katarzyna Bialasiewicz

Krebs bei Kindern: Über 6 Millionen Todesfälle verhindern

Es sind düstere Zahlen, die Wissenschaftler im Fachmagazin „The Lancet Oncology“ prognostizieren: 11,1 Millionen Kinder im Alter 0 bis 14 Jahren werden zwischen 2020 und 2050 weltweit an Krebs sterben, heißt es darin. Doch es gibt Hoffnung: Mehr als die Hälfte dieser Todesfälle könnte verhindert werden. Die Voraussetzung: Die Weltgemeinschaft muss mehr Geld in den Ausbau der Gesundheitsversorgung investieren. Das lohnt sich – auch finanziell, sagen die Experten.

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Impfen in der Apotheke? Darüber diskutierten Expert:innen bei einer Digital-Veranstaltung im Rahmen des Europäischen Gesundheitskongresses. Foto: ©iStock.com/Jens Domschky

Apotheken in Deutschland: Die Zahl nimmt weiter ab

Seit mehr als zehn Jahren nimmt die Zahl der öffentlichen Apotheken kontinuierlich ab. Ende des Jahres 2019 waren es noch 19.075 Betriebsstätten, die für die Versorgung der Menschen mit Medikamenten und die Arzneimittelberatung vor Ort verantwortlich sind. Ein Trend, der sich offenbar beschleunigt.

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In der Medizingeschichte finden sich nützliche Hinweise für den Umgang mit Covid-19 – welche das sind  darüber spricht der Medizinhistoriker Prof. Heiner Fangerau im Interview. Foto: ©iStock.com/Fokusiert

„Nach ihrem Abklingen war jede Pandemie schnell wieder vergessen“

Pandemien gab es zu allen Zeiten – und wir können daraus einiges für den Umgang mit Covid-19 lernen. Was genau, und in welchem Punkt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sich geirrt hat, darüber haben wir mit dem Arzt und Medizinhistoriker Prof. Dr. Heiner Fangerau gesprochen. Er ist Direktor des Institutes für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – und Mitglied der Wissenschaftsakademie Leopoldina.

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Impfungen können nicht alles  sind aber irgendwie Alleskönner. Vom 20. bis 26. April 2020 ist Europäische Impfwoche. Foto: ©iStock.com/TonyBaggett. Die Statue zeigt Florence Nightingale – sie wurde vor 200 Jahren geboren und gilt als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege.

Europäische Impfwoche: Schutz des Lebens

Impfungen können nicht alles, sind aber irgendwie Alleskönner. Vom 20. bis 26. April ist Europäische Impfwoche (EIW). Sie will für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für die Vermeidung von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben sensibilisieren. Eine Welt ohne Impfstoffe? Es wäre eine Reise zurück ins finsterste Mittelalter. Pharma Fakten sprach mit der Medizinerin Dr. med. Melanie Schneider vom Pharmaunternehmen und Impfstoffspezialisten GlaxoSmithKline (GSK) über das Impfen im Allgemeinen und die Impfung gegen Meningokokken.

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SARS-CoV-2 war nur eine Frage der Zeit  sagen Wissenschaftler. Denn die zunehmende Umweltzerstörung beeinflusst die Entstehung solcher Seuchen. Foto: CC0 (Stencil)

Pandemien: Umweltzerstörung fällt auf den Menschen zurück

Für den Molekularbiologen Pierre Meulien, Geschäftsführer der „Innovative Medicines Initiative“ (IMI), steht das neuartige Coronavirus ganz im „Zeichen der Zeit“. Sei es SARS-CoV-2 oder Ebola: Das Auftreten solcher Seuchen kommt „nicht unerwartet“ – sondern hängt u.a. damit zusammen, dass das „Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur […] auf den Kopf gestellt“ ist. Darauf weisen immer mehr Experten hin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht die aktuelle Pandemie daher als „Weckruf“ für mehr Naturschutz. Dieser sei ein „wichtiger Schlüssel“, um dem Ausbruch von Infektionskrankheiten künftig vorzubeugen.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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