Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Die Präzisionsonkologie ist das neue große Thema im Kampf gegen Krebs. Im Interview spricht Prof. Dr. Thomas Seufferlein über die Chancen  die sich für Patienten daraus ergeben können. Foto: © iStock.com/CIPhotos

Präzisionsonkologie: Der nächste Schritt im Kampf gegen Krebs

Die Präzisionsonkologie ist das neue große Thema im Kampf gegen Tumorerkrankungen – der erste Vertreter eines so genannten tumoragnostischen Wirkstoffes wurde bereits zugelassen. Ein Interview* mit Prof. Dr. Thomas Seufferlein vom Universitätsklinikum Ulm über die Chancen, die sich für Patienten daraus ergeben können.

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Die Erforschung und Entwicklung neuer Grippe-Impfstoffe könnte sich bald deutlich verbessern – dank eines Projektes  an dem sich 22 sehr unterschiedliche Partner beteiligen. ©iStock.com/Christoph Burgstedt

Ein Werkzeugkasten gegen Grippeviren

Im Kampf gegen Grippeviren gibt es bald neue Unterstützung: Ein Projekt der europäischen Innovative-Medicines-Initiative (IMI) hat das Ziel, eine Toolbox zu entwickeln, mit deren Hilfe die Erforschung und Entwicklung von Grippe-Impfstoffen weltweit verbessert werden kann.

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Jeder Mensch hat ein angeborenes Immunsystem. Foto: ©iStock.com/Eraxion (Sebastian Kaulitzki)

Von A wie Antikörper bis T wie Thymus: Wie das Immunsystem Krankheiten bekämpft

Das Immunsystem hat starke Abwehrkräfte: „Es sitzt nicht an einem einzigen Ort im Körper – sondern es besteht aus einem Netzwerk an Zellen, Molekülen, Gewebe und Organen, die zusammen arbeiten, um den Körper zu schützen“, erklären die Wissenschaftler des US-amerikanischen „Cancer Research Institute“ (CRI). Im Kampf gegen Infektionen und Krankheiten wie Krebs ist das Immunsystem entscheidend. Das macht sich die Immuntherapie zu Nutze.

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Patentschutz aufweichen  Zwangslizenzen vergeben  um die Produktion von Corona-Impfstoffen zu beschleunigen? Das ist keine Lösung. Foto: ©iStock.com/RossHelen

Krebs in 15 Jahren heilbar?

Ist Krebs in 15 Jahren heilbar? Mit dieser Frage sahen sich vier Experten beim 18. Europäischen Gesundheitskongress in München konfrontiert. Insbesondere der Krebsforscher Prof. Dirk Jäger fand darauf eine eindeutige Antwort.

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"Forschung ist die beste Medizin": Blogger  Influencer  Youtuber schauten hinter die Kulissen von Pharmaunternehmen. Foto: © vfa / B. Brundert

Forschung? „Weil es so verdammt viel zu tun gibt.“

Forschung anfassbar machen – aber anders: Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) hat Influencer, Blogger und Youtuber in einige seiner Mitgliedsunternehmen geschickt, ausgestattet mit einer Kamera und angetrieben von großer Neugierde: Dort haben sie Forscherinnen und Forschern über die Schulter geschaut. Im Gasometer in Berlin-Schöneberg haben sie darüber erzählt. Die Pharmaforschung war der Star des Abends.

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Die jährliche Pressekonferenz des AVR in Berlin. Foto: Pharma Fakten

AVR 2019: Arzneimittelausgaben steigen moderat

Die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind im Jahr 2018 um 3,2 Prozent auf 41,2 Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus dem Arzneiverordnungs-Report (AVR) hervor, der jährlich u. a. von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) herausgegeben wird. Es ist ein moderater Anstieg, wie die Autoren sagen. Ein Dorn im Auge ist ihnen aber die Preisentwicklung bei neuen Medikamenten. Kritik gibt es von den Pharmaverbänden.

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Früherkennungstests  Impfungen  Medikamente – Prof. Christian Haass spricht über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Alzheimer-Forschung. Foto: © istock.com/ Gorodenkoff Prod.

Welt-Alzheimertag: „Die Behandlung erfolgt zu spät“

Der Münchner Molekularbiologe Prof. Dr. Christian Haass zählt zu den renommiertesten Alzheimer-Forschern weltweit. Für seine Arbeiten zur Entstehung der Krankheit wurde er mit dem Brain Prize ausgezeichnet, der unter Hirnforschern ähnlich angesehen ist wie der Nobelpreis. Am 30. September erhält der 59-Jährige zudem den mit 60.000 Euro dotierten „Hartwig Piepenbrock-DZNE Preis“ – für wegweisende Erkenntnisse über die Mechanismen von Demenz. Haass ist Sprecher des Münchner Standorts des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Wir haben mit ihm über seine wissenschaftlichen Erkenntnisse gesprochen – und über mögliche Früherkennungstests, Impfstoffe und Medikamente gegen Alzheimer.

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In einer Studie haben Forscher für zwölf einkommensstarke Länder untersucht  wie hoch die Anteile unter den Hypertonikern sind  bei denen die Erkrankung  diagnostiziert  behandelt und unter Kontrolle gebracht wurde. Foto: CC0 (Stencil)

Unkontrollierter Bluthochdruck: Eine enorme Krankheitslast

„Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Schlaganfall, Herz- und Nierenerkrankungen“, heißt es in einer Studie im Fachmagazin „The Lancet“. Forscher haben daher für zwölf Länder mit hohem Einkommen untersucht, wie hoch die Anteile unter den Hypertonikern sind, bei denen die Erkrankung jeweils diagnostiziert, behandelt und unter Kontrolle gebracht wurde. Das Ergebnis: Das Bewusstsein für Bluthochdruck scheint seit den 1980ern und -90ern gewachsen zu sein – doch es ist nach wie vor Luft nach oben. Laut den Wissenschaftlern birgt unkontrollierter Bluthochdruck eine „enorme Krankheitslast“.

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Im Interview erklärt ITler Clemens Utschig-Utschig  Boehringer Ingelheim  wie Quantencomputer die Entwicklung von Arzneimitteln besser machen könnten. Foto: © iStock.com/metamorworks

Gentherapie: „Neue therapeutische Möglichkeiten für viele bislang unheilbare Krankheiten“

Die europäische Arzneimittelagentur EMA und ihr amerikanischer Pendant FDA haben seit 2016 insgesamt sechs Gentherapien zugelassen. Weitere Vertreter sind in der Entwicklung. Doch noch ist viel zu tun, „um die Herausforderungen, die diese neue Medikamentenklasse mit sich bringt, zu überwinden und ihr volles therapeutisches Potenzial zu realisieren“, schreiben Wissenschaftlerinnen im Fachmagazin „The New England Journal of Medicine“.

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Die Präzisionsonkologie ist das neue große Thema im Kampf gegen Krebs. Im Interview spricht Prof. Dr. Thomas Seufferlein über die Chancen  die sich für Patienten daraus ergeben können. Foto: © iStock.com/CIPhotos

Präzisionsonkologie: Der nächste Schritt im Kampf gegen Krebs

Die Präzisionsonkologie ist das neue große Thema im Kampf gegen Tumorerkrankungen – der erste Vertreter eines so genannten tumoragnostischen Wirkstoffes wurde bereits zugelassen. Ein Interview* mit Prof. Dr. Thomas Seufferlein vom Universitätsklinikum Ulm über die Chancen, die sich für Patienten daraus ergeben können.

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Die Erforschung und Entwicklung neuer Grippe-Impfstoffe könnte sich bald deutlich verbessern – dank eines Projektes  an dem sich 22 sehr unterschiedliche Partner beteiligen. ©iStock.com/Christoph Burgstedt

Ein Werkzeugkasten gegen Grippeviren

Im Kampf gegen Grippeviren gibt es bald neue Unterstützung: Ein Projekt der europäischen Innovative-Medicines-Initiative (IMI) hat das Ziel, eine Toolbox zu entwickeln, mit deren Hilfe die Erforschung und Entwicklung von Grippe-Impfstoffen weltweit verbessert werden kann.

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Jeder Mensch hat ein angeborenes Immunsystem. Foto: ©iStock.com/Eraxion (Sebastian Kaulitzki)

Von A wie Antikörper bis T wie Thymus: Wie das Immunsystem Krankheiten bekämpft

Das Immunsystem hat starke Abwehrkräfte: „Es sitzt nicht an einem einzigen Ort im Körper – sondern es besteht aus einem Netzwerk an Zellen, Molekülen, Gewebe und Organen, die zusammen arbeiten, um den Körper zu schützen“, erklären die Wissenschaftler des US-amerikanischen „Cancer Research Institute“ (CRI). Im Kampf gegen Infektionen und Krankheiten wie Krebs ist das Immunsystem entscheidend. Das macht sich die Immuntherapie zu Nutze.

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Patentschutz aufweichen  Zwangslizenzen vergeben  um die Produktion von Corona-Impfstoffen zu beschleunigen? Das ist keine Lösung. Foto: ©iStock.com/RossHelen

Krebs in 15 Jahren heilbar?

Ist Krebs in 15 Jahren heilbar? Mit dieser Frage sahen sich vier Experten beim 18. Europäischen Gesundheitskongress in München konfrontiert. Insbesondere der Krebsforscher Prof. Dirk Jäger fand darauf eine eindeutige Antwort.

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"Forschung ist die beste Medizin": Blogger  Influencer  Youtuber schauten hinter die Kulissen von Pharmaunternehmen. Foto: © vfa / B. Brundert

Forschung? „Weil es so verdammt viel zu tun gibt.“

Forschung anfassbar machen – aber anders: Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) hat Influencer, Blogger und Youtuber in einige seiner Mitgliedsunternehmen geschickt, ausgestattet mit einer Kamera und angetrieben von großer Neugierde: Dort haben sie Forscherinnen und Forschern über die Schulter geschaut. Im Gasometer in Berlin-Schöneberg haben sie darüber erzählt. Die Pharmaforschung war der Star des Abends.

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Die jährliche Pressekonferenz des AVR in Berlin. Foto: Pharma Fakten

AVR 2019: Arzneimittelausgaben steigen moderat

Die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind im Jahr 2018 um 3,2 Prozent auf 41,2 Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus dem Arzneiverordnungs-Report (AVR) hervor, der jährlich u. a. von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) herausgegeben wird. Es ist ein moderater Anstieg, wie die Autoren sagen. Ein Dorn im Auge ist ihnen aber die Preisentwicklung bei neuen Medikamenten. Kritik gibt es von den Pharmaverbänden.

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Früherkennungstests  Impfungen  Medikamente – Prof. Christian Haass spricht über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Alzheimer-Forschung. Foto: © istock.com/ Gorodenkoff Prod.

Welt-Alzheimertag: „Die Behandlung erfolgt zu spät“

Der Münchner Molekularbiologe Prof. Dr. Christian Haass zählt zu den renommiertesten Alzheimer-Forschern weltweit. Für seine Arbeiten zur Entstehung der Krankheit wurde er mit dem Brain Prize ausgezeichnet, der unter Hirnforschern ähnlich angesehen ist wie der Nobelpreis. Am 30. September erhält der 59-Jährige zudem den mit 60.000 Euro dotierten „Hartwig Piepenbrock-DZNE Preis“ – für wegweisende Erkenntnisse über die Mechanismen von Demenz. Haass ist Sprecher des Münchner Standorts des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Wir haben mit ihm über seine wissenschaftlichen Erkenntnisse gesprochen – und über mögliche Früherkennungstests, Impfstoffe und Medikamente gegen Alzheimer.

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In einer Studie haben Forscher für zwölf einkommensstarke Länder untersucht  wie hoch die Anteile unter den Hypertonikern sind  bei denen die Erkrankung  diagnostiziert  behandelt und unter Kontrolle gebracht wurde. Foto: CC0 (Stencil)

Unkontrollierter Bluthochdruck: Eine enorme Krankheitslast

„Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Schlaganfall, Herz- und Nierenerkrankungen“, heißt es in einer Studie im Fachmagazin „The Lancet“. Forscher haben daher für zwölf Länder mit hohem Einkommen untersucht, wie hoch die Anteile unter den Hypertonikern sind, bei denen die Erkrankung jeweils diagnostiziert, behandelt und unter Kontrolle gebracht wurde. Das Ergebnis: Das Bewusstsein für Bluthochdruck scheint seit den 1980ern und -90ern gewachsen zu sein – doch es ist nach wie vor Luft nach oben. Laut den Wissenschaftlern birgt unkontrollierter Bluthochdruck eine „enorme Krankheitslast“.

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Im Interview erklärt ITler Clemens Utschig-Utschig  Boehringer Ingelheim  wie Quantencomputer die Entwicklung von Arzneimitteln besser machen könnten. Foto: © iStock.com/metamorworks

Gentherapie: „Neue therapeutische Möglichkeiten für viele bislang unheilbare Krankheiten“

Die europäische Arzneimittelagentur EMA und ihr amerikanischer Pendant FDA haben seit 2016 insgesamt sechs Gentherapien zugelassen. Weitere Vertreter sind in der Entwicklung. Doch noch ist viel zu tun, „um die Herausforderungen, die diese neue Medikamentenklasse mit sich bringt, zu überwinden und ihr volles therapeutisches Potenzial zu realisieren“, schreiben Wissenschaftlerinnen im Fachmagazin „The New England Journal of Medicine“.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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