Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Im Pharma Fakten-Interview erklärt Dr. Franz Böhme  Leiter Medical Affairs Onkologie/Hämatologie bei Bayer Vital  wie Radioaktivität in der Therapie von Krankheiten zum Einsatz kommt. Foto: © Gorodenkoff Productions - iStock

„Die Welt ist unser Labor“

Gemeinsam ist man stärker: Dieser Gedanke steht hinter der European Lead Factory (ELF) – eine öffentlich-private Partnerschaft von sieben Pharmafirmen, mehreren kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) sowie akademischen Institutionen. Sie wurde 2013 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Entwicklung von Arzneimitteln zu beschleunigen. Dazu schufen die Beteiligten eine riesige, gemeinsame Substanzbibliothek. Fünf Jahre später umfasst sie über 500.000 Moleküle – die für die Wirkstoffforschung genutzt werden können.

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„Conditional Approvals“ werden unter strengen Auflagen erteilt  um Patienten  die an schweren Erkrankungen leiden und für die es keine geeignete Behandlung gibt  früheren Zugang zu neuen Arzneimitteln zu ermöglichen. Foto: © iStock.com/fizkes

Damit Patienten mit schweren Erkrankungen früher profitieren

Seit 2005 gibt es sie: die so genannten „Conditional Approvals“. Gemeint sind bedingte Marktzulassungen, die unter strengen Auflagen erteilt werden, um Patienten, die an schweren Erkrankungen leiden und für die es keine geeignete Behandlung gibt, früheren Zugang zu neuen Arzneimitteln zu ermöglichen. In der Öffentlichkeit gerät dieses Instrument jedoch oft wegen seines beschleunigten Zulassungsverfahrens in die Kritik. Ein Blick auf die Fakten.

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Europäischer Depressionstag (1.10.): 50 Millionen Menschen in Europa leiden mindestens einmal in ihrem Leben unter einer Depression. Foto: CC0 (Stencil)

Die Life Sciences-Branche und die Industrie 4.0

„Mit Beginn der vierten industriellen Revolution steht der Life-Sciences-Sektor vor einem tiefgreifenden technologischen Wandel“, so die internationale Beratungsfirma Deloitte. Sie hat eine Studie veröffentlicht, die einen Ausblick auf die Trends der Branche im Jahr 2018 gibt. Dabei spielt vor allem die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung eine große Rolle – um den aktuellen und künftigen Herausforderungen des Gesundheitswesens Stand halten zu können.

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Mediziner Dr. Ludwin Ley im Interview: Ein 60-jähriger Patient mit Typ-2-Diabetes verliert im Mittel sechs Lebensjahre. In Kombination mit einem Herzinfarkt sind es sogar zwölf. Foto: © iStock.com/Boarding1Now (Markus Mainka)

Die Entdeckung der 19 „Diabetes-Gene“

Rund 285 Millionen Menschen sind weltweit an Typ-2-Diabetes erkrankt. Bis zum Jahr 2030, so schätzen Experten, wird diese Zahl auf rund 439 Millionen steigen, darunter werden auch mehr und mehr jüngere Menschen sein. Doch das europäische Forschungsprojekt IMIDIA („Innovative Medicines Initiative for Diabetes“) könnte dazu beitragen, den Trend zu immer mehr Diabeteserkrankungen zu stoppen.

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Pharmaunternehmen hinterlassen in der Gesellschaft einen „ökonomischen Fußabdruck".

Pharma-Branche: Innovationstherapie für die Wirtschaft

Die Gesundheitswirtschaft ist eine Wachstumsbranche auf Expansionskurs – ihre Bruttowertschöpfung wächst mit durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr deutlich schneller als die der Gesamtwirtschaft. Daran haben Pharmaunternehmen einen hohen Anteil, wie verschiedene Studien über den „ökonomischen Fußabdruck“ einzelner Unternehmen zeigen.

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Aufsichtsbehörden verlassen sich bei der Arzneimittelzulassung auf randomisierte kontrollierte Studien. Allerdings stößt das Studiendesign immer öfter an Grenzen. Foto: CC0 (Stencil)

Mit digitalen Anwendungen medizinische Versorgungslücken schließen

Digital aktive Menschen sind auch digital aktive Patienten. Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten in der Versorgung kranker Menschen. Mit einem Smartphone ist der digitale Gesundheitsexperte immer griffbereit. Deshalb entwickeln Pharmaunternehmen heute Konzepte „beyond the pill“: Arzneimittelmittel und Anwendung verschmelzen zu einem innovativen Gesamtpaket.

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Der Bundesrat hat jetzt einem umstrittenen Gesetz zugestimmt  das die Sicherheit in der Arzneimittelversorgung verbessern soll. Foto: CC0 (Stencil)

BPI fordert neue Rahmenbedingungen für Rabattverträge

Die längste Regierungsbildung in der Geschichte des Landes ist abgeschlossen – die Arbeit der Großen Koalition kann beginnen. Was erwartet die pharmazeutische Industrie von der neuen Regierung? Ein Interview mit Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), über das, was im Koalitionsvertrag steht und das, was seiner Meinung nach eigentlich drin stehen sollte.

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Die Arzneimittelausgaben sind in 2017 um 3 7 Prozent gestiegen. Das soll v.a. an den patentgeschützten Medikamenten liegen. Ihr Anteil hat sich aber praktisch nicht geändert. Foto: CC0 (Stencil)

Die Arzneimittelausgaben explodieren mal wieder

Die Fraktion der Linken im Bundestag hat die Bundesregierung aufgefordert, mehr gegen steigende Arzneimittelpreise zu tun. Seit Einführung des Gesetzes zur Nutzenbewertung (AMNOG) im Jahr 2011 sei „quasi nichts mehr geschehen.“ Die Gesetzliche Krankenversicherung werde immer mehr zum Selbstbedienungsladen der Pharmaindustrie. Ein Faktencheck.

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In einer fünfjährigen Partnerschaft wollen sich Experten aus Human- und Tiermedizin gemeinsam dem Kampf gegen Zoonosen stellen. Foto: CC0 (Stencil)

2017: So viele FSME-Erkrankungen wie seit über zehn Jahren nicht mehr

Zecken gibt es nicht nur im Sommer. Schon bei Temperaturen ab fünf Grad Celsius begeben sich die kleinen Blutsauger wieder auf die Suche nach einem Wirt. Mit ihrem Stich können sie Krankheitserreger wie die der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auf den Menschen übertragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat nun erstmals die Zahl der FSME-Fälle für 2017 veröffentlicht: 481 sollen es gewesen sein – so viele wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

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Im Pharma Fakten-Interview erklärt Dr. Franz Böhme  Leiter Medical Affairs Onkologie/Hämatologie bei Bayer Vital  wie Radioaktivität in der Therapie von Krankheiten zum Einsatz kommt. Foto: © Gorodenkoff Productions - iStock

„Die Welt ist unser Labor“

Gemeinsam ist man stärker: Dieser Gedanke steht hinter der European Lead Factory (ELF) – eine öffentlich-private Partnerschaft von sieben Pharmafirmen, mehreren kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) sowie akademischen Institutionen. Sie wurde 2013 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Entwicklung von Arzneimitteln zu beschleunigen. Dazu schufen die Beteiligten eine riesige, gemeinsame Substanzbibliothek. Fünf Jahre später umfasst sie über 500.000 Moleküle – die für die Wirkstoffforschung genutzt werden können.

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„Conditional Approvals“ werden unter strengen Auflagen erteilt  um Patienten  die an schweren Erkrankungen leiden und für die es keine geeignete Behandlung gibt  früheren Zugang zu neuen Arzneimitteln zu ermöglichen. Foto: © iStock.com/fizkes

Damit Patienten mit schweren Erkrankungen früher profitieren

Seit 2005 gibt es sie: die so genannten „Conditional Approvals“. Gemeint sind bedingte Marktzulassungen, die unter strengen Auflagen erteilt werden, um Patienten, die an schweren Erkrankungen leiden und für die es keine geeignete Behandlung gibt, früheren Zugang zu neuen Arzneimitteln zu ermöglichen. In der Öffentlichkeit gerät dieses Instrument jedoch oft wegen seines beschleunigten Zulassungsverfahrens in die Kritik. Ein Blick auf die Fakten.

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Europäischer Depressionstag (1.10.): 50 Millionen Menschen in Europa leiden mindestens einmal in ihrem Leben unter einer Depression. Foto: CC0 (Stencil)

Die Life Sciences-Branche und die Industrie 4.0

„Mit Beginn der vierten industriellen Revolution steht der Life-Sciences-Sektor vor einem tiefgreifenden technologischen Wandel“, so die internationale Beratungsfirma Deloitte. Sie hat eine Studie veröffentlicht, die einen Ausblick auf die Trends der Branche im Jahr 2018 gibt. Dabei spielt vor allem die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung eine große Rolle – um den aktuellen und künftigen Herausforderungen des Gesundheitswesens Stand halten zu können.

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Mediziner Dr. Ludwin Ley im Interview: Ein 60-jähriger Patient mit Typ-2-Diabetes verliert im Mittel sechs Lebensjahre. In Kombination mit einem Herzinfarkt sind es sogar zwölf. Foto: © iStock.com/Boarding1Now (Markus Mainka)

Die Entdeckung der 19 „Diabetes-Gene“

Rund 285 Millionen Menschen sind weltweit an Typ-2-Diabetes erkrankt. Bis zum Jahr 2030, so schätzen Experten, wird diese Zahl auf rund 439 Millionen steigen, darunter werden auch mehr und mehr jüngere Menschen sein. Doch das europäische Forschungsprojekt IMIDIA („Innovative Medicines Initiative for Diabetes“) könnte dazu beitragen, den Trend zu immer mehr Diabeteserkrankungen zu stoppen.

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Pharmaunternehmen hinterlassen in der Gesellschaft einen „ökonomischen Fußabdruck".

Pharma-Branche: Innovationstherapie für die Wirtschaft

Die Gesundheitswirtschaft ist eine Wachstumsbranche auf Expansionskurs – ihre Bruttowertschöpfung wächst mit durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr deutlich schneller als die der Gesamtwirtschaft. Daran haben Pharmaunternehmen einen hohen Anteil, wie verschiedene Studien über den „ökonomischen Fußabdruck“ einzelner Unternehmen zeigen.

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Aufsichtsbehörden verlassen sich bei der Arzneimittelzulassung auf randomisierte kontrollierte Studien. Allerdings stößt das Studiendesign immer öfter an Grenzen. Foto: CC0 (Stencil)

Mit digitalen Anwendungen medizinische Versorgungslücken schließen

Digital aktive Menschen sind auch digital aktive Patienten. Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten in der Versorgung kranker Menschen. Mit einem Smartphone ist der digitale Gesundheitsexperte immer griffbereit. Deshalb entwickeln Pharmaunternehmen heute Konzepte „beyond the pill“: Arzneimittelmittel und Anwendung verschmelzen zu einem innovativen Gesamtpaket.

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Der Bundesrat hat jetzt einem umstrittenen Gesetz zugestimmt  das die Sicherheit in der Arzneimittelversorgung verbessern soll. Foto: CC0 (Stencil)

BPI fordert neue Rahmenbedingungen für Rabattverträge

Die längste Regierungsbildung in der Geschichte des Landes ist abgeschlossen – die Arbeit der Großen Koalition kann beginnen. Was erwartet die pharmazeutische Industrie von der neuen Regierung? Ein Interview mit Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), über das, was im Koalitionsvertrag steht und das, was seiner Meinung nach eigentlich drin stehen sollte.

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Die Arzneimittelausgaben sind in 2017 um 3 7 Prozent gestiegen. Das soll v.a. an den patentgeschützten Medikamenten liegen. Ihr Anteil hat sich aber praktisch nicht geändert. Foto: CC0 (Stencil)

Die Arzneimittelausgaben explodieren mal wieder

Die Fraktion der Linken im Bundestag hat die Bundesregierung aufgefordert, mehr gegen steigende Arzneimittelpreise zu tun. Seit Einführung des Gesetzes zur Nutzenbewertung (AMNOG) im Jahr 2011 sei „quasi nichts mehr geschehen.“ Die Gesetzliche Krankenversicherung werde immer mehr zum Selbstbedienungsladen der Pharmaindustrie. Ein Faktencheck.

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In einer fünfjährigen Partnerschaft wollen sich Experten aus Human- und Tiermedizin gemeinsam dem Kampf gegen Zoonosen stellen. Foto: CC0 (Stencil)

2017: So viele FSME-Erkrankungen wie seit über zehn Jahren nicht mehr

Zecken gibt es nicht nur im Sommer. Schon bei Temperaturen ab fünf Grad Celsius begeben sich die kleinen Blutsauger wieder auf die Suche nach einem Wirt. Mit ihrem Stich können sie Krankheitserreger wie die der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auf den Menschen übertragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat nun erstmals die Zahl der FSME-Fälle für 2017 veröffentlicht: 481 sollen es gewesen sein – so viele wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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