Eine wissbe-gierige Branche
„Sklaven einer gierigen Branche“ – so beschreibt der Spiegel (Ausgabe 40/2015) Teilnehmer von klinischen Studien in Schwellenländern. Einige entscheidende Fakten fallen dabei unter den Tisch.
„Sklaven einer gierigen Branche“ – so beschreibt der Spiegel (Ausgabe 40/2015) Teilnehmer von klinischen Studien in Schwellenländern. Einige entscheidende Fakten fallen dabei unter den Tisch.
Die Voraussetzungen für Innovationen aus dem Bereich Chemie und Pharmazie sind in Deutschland stark verbesserungswürdig. Dies geht aus der Studie „Innovationen den Weg ebnen“ von IW Consult und Santiago hervor, die im Auftrag des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) erstellt wurde. Demnach sind die Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer Chemieprodukte und Arzneimittel hierzulande schwieriger als im internationalen Vergleich.
46 neue Präparate – noch nie sind so viele innovative Arzneimittel in Deutschland auf den Markt gekommen wie 2014. Auch die heutige Pressekonferenz zum Arzneiverordnungsreport 2015 (AVR) der AOK stand im Zeichen dieses Innovationsbooms. Der Vorwurf der Autoren: Die Kosten sind zu hoch, der Nutzen ist zu niedrig.
Ärztliche Leitlinien sind ein wichtiges Instrument für Mediziner – wenn sie unabhängig verfasst sind. Darauf zielen die Handlungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Sie regeln das ärztliche Handeln im Verhältnis zur Industrie. Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, DGN-Pressesprecher und selbst Autor von Leitlinien, erklärt im Interview mit Pharma Fakten, wie ärztliche Leitlinien entstehen und unabhängig bleiben können.
Vor Alzheimer fürchten sich viele: Im Alter seine Liebsten nicht mehr zu erkennen, seinen Charakter zu verlieren und schließlich hilflos zu sein, schürt Ängste. Noch gibt es keine Therapie gegen Alzheimer. Professor Konrad Beyreuther, Direktor des Netzwerks Altersforschung (NAR) an der Universität Heidelberg, erklärt im Interview, wie der aktuelle Stand der Forschung ist. Mit einem Durchbruch in der Forschung rechnet er in den nächsten zehn Jahren.
In dieser Woche erscheint der Arzneiverordnungsreport (AVR) des wissenschaftlichen AOK-Instituts WIdO. Eine Analyse des Vorjahresreport durch den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zeigt: Mit Methodik haben es die Autoren nicht so.
Der Rückfall ins „Vorpenizillin-Zeitalter“ ist ein sehr reales Horror-Szenario. Die Weltgemeinschaft steht vor gewaltigen Herausforderungen. Antibiotika sind für die medizinische Versorgung unersetzlich. Und genau diese Eigenschaft könnte nun zum großen Problem werden.
Die vergangene Grippesaison 2014/2015 ist mit zahlreichen schweren Erkrankungen deutlich heftiger ausgefallen als die vorausgegangene. Ein ausschlaggebender Grund: Zu wenige Menschen – insbesondere aus der Risikogruppe – hatten sich impfen lassen. Dabei empfiehlt sich für sie eine jährliche Auffrischung. Die deutschen Gesundheitsbehörden wollen den derzeitigen Abwärtstrend bei der Grippeschutzimpfung stoppen.
Mit gerinnungshemmenden Medikamenten ist eine Prävention gegen Schlaganfälle bei Vorhofflimmern gut möglich. Offensichtlich gibt es jedoch Unsicherheiten sowohl auf Patienten- als auch auf Ärzteseite bei der Verwendung von den sogenannten oralen Antikoagulantien (OAK). Dies geht aus dem neuen „Weißbuch Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern“ hervor, das das IGES-Institut herausgegeben hat.
Die Auslieferung der Grippeimpfstoffe für die Saison 2015/2016 hat begonnen – aber nur rund 50 Prozent der Risikogruppe lässt sich hierzulande impfen. Dabei zeigen aktuelle Studien, dass ein Schutz gegen Influenza Menschenleben rettet.