
Arzneimittelpreise: Gesundheitssystem auf Schnäppchenjagd
Geiz ist geil? Eine unsichere Arzneimittelversorgung ist es nicht. ABDA-Präsident Schmidt sagt zu Recht: „Sichere Arzneimittel gibt es nicht zum Schnäppchenpreis.“

Geiz ist geil? Eine unsichere Arzneimittelversorgung ist es nicht. ABDA-Präsident Schmidt sagt zu Recht: „Sichere Arzneimittel gibt es nicht zum Schnäppchenpreis.“

Eine gesetzliche Regelung soll schuld sein, dass die Deutschen von allen EU-Bürgern am meisten für Medikamente zahlen, heißt es in einer gemeinsamen Recherche-Anstrengung von Handelsblatt und der ARD-Redaktion Plusminus. Doch in dem Artikel wird so einiges durcheinandergeworfen. Einen Faktencheck besteht er zumindest nicht.

Der Innovationsreport der Techniker Krankenkasse ist raus. Auch in diesem Jahr lässt er sich so zusammenfassen: Innovative Medikamente sind angeblich zu teuer – und nur mäßig innovativ. Nicht einmal die Sprunginnovationen im Bereich Hepatitis C bekommen in dem methodisch umstrittenen Ampelsystem ein grünes Licht.

Das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) ist verabschiedet. Was daran die Versorgung stärken soll, bleibt unklar. Ein Kommentar.

Die Ausgaben der Krankenkassen für Arzneimittel sind ein Dauer-Aufreger. Das gilt selbst dann, wenn sie gar nicht aufregend sind. Ein Kommentar.

Das Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) geht ins siebte Jahr. Für Pharmaunternehmen entwickelt es sich immer mehr zum Hürdenlauf.

Es ist ein verlässliches Ritual: Kaum ist Berlin aus der Sommerpause erwacht, kommt auch schon der Arzneiverordnungsreport (AVR) um die Ecke. Wenig variantenreich wird dort jedes Mal die eine Botschaft platziert: Die Pharmaindustrie bereichert sich auf Kosten der Allgemeinheit. Das ist weder sehr kreativ noch ist es wahr.
An Medikamenten liegt es nicht, wenn es in den kommenden Jahren nicht gelingt, Hepatitis C auszurotten. Mit der neuesten Generation der Antiviralen geht das. Was es jetzt braucht, ist eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Ein Kommentar zum Welt-Hepatitis-Tag.
Das Wissenschaftliche Institut der AOKen (WIdO) hat zusammen mit der Technischen Universität Berlin eine Studie veröffentlicht, die belegen soll, dass Deutschland bei patentgeschützten Arzneimitteln ein Hochpreisland bleibt. Allerdings räumen die Autoren ein, dass die Studie methodische Probleme hat. Bleibt die Frage: Warum veröffentlichen sie sie dann?

„Eine Krebsdiagnose ist nicht länger ein Todesurteil“, sagt Francesco de Lorenzo, Präsident der European Cancer Patient Coalition (ECPC). Jeder zweite Krebs in Deutschland ist heute heilbar, heißt es beim Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Langzeitüberlebensraten steigen in den meisten Teilen Europas weiter. Das ist das Ergebnis eines immer besseren, immer intelligenteren Krebsmanagements, in dem Fortschritte ineinandergreifen: Wissensgewinn führt zu erfolgreicheren Behandlungen – und zu immer spezifischer wirkenden Therapien. Es gibt immer wirksamere Behandlungen mit weniger belastenden Nebenwirkungen. Davon profitiert der Patient. Ein Kommentar von Florian Martius.

Geiz ist geil? Eine unsichere Arzneimittelversorgung ist es nicht. ABDA-Präsident Schmidt sagt zu Recht: „Sichere Arzneimittel gibt es nicht zum Schnäppchenpreis.“

Eine gesetzliche Regelung soll schuld sein, dass die Deutschen von allen EU-Bürgern am meisten für Medikamente zahlen, heißt es in einer gemeinsamen Recherche-Anstrengung von Handelsblatt und der ARD-Redaktion Plusminus. Doch in dem Artikel wird so einiges durcheinandergeworfen. Einen Faktencheck besteht er zumindest nicht.

Der Innovationsreport der Techniker Krankenkasse ist raus. Auch in diesem Jahr lässt er sich so zusammenfassen: Innovative Medikamente sind angeblich zu teuer – und nur mäßig innovativ. Nicht einmal die Sprunginnovationen im Bereich Hepatitis C bekommen in dem methodisch umstrittenen Ampelsystem ein grünes Licht.

Das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) ist verabschiedet. Was daran die Versorgung stärken soll, bleibt unklar. Ein Kommentar.

Die Ausgaben der Krankenkassen für Arzneimittel sind ein Dauer-Aufreger. Das gilt selbst dann, wenn sie gar nicht aufregend sind. Ein Kommentar.

Das Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) geht ins siebte Jahr. Für Pharmaunternehmen entwickelt es sich immer mehr zum Hürdenlauf.

Es ist ein verlässliches Ritual: Kaum ist Berlin aus der Sommerpause erwacht, kommt auch schon der Arzneiverordnungsreport (AVR) um die Ecke. Wenig variantenreich wird dort jedes Mal die eine Botschaft platziert: Die Pharmaindustrie bereichert sich auf Kosten der Allgemeinheit. Das ist weder sehr kreativ noch ist es wahr.
An Medikamenten liegt es nicht, wenn es in den kommenden Jahren nicht gelingt, Hepatitis C auszurotten. Mit der neuesten Generation der Antiviralen geht das. Was es jetzt braucht, ist eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Ein Kommentar zum Welt-Hepatitis-Tag.
Das Wissenschaftliche Institut der AOKen (WIdO) hat zusammen mit der Technischen Universität Berlin eine Studie veröffentlicht, die belegen soll, dass Deutschland bei patentgeschützten Arzneimitteln ein Hochpreisland bleibt. Allerdings räumen die Autoren ein, dass die Studie methodische Probleme hat. Bleibt die Frage: Warum veröffentlichen sie sie dann?

„Eine Krebsdiagnose ist nicht länger ein Todesurteil“, sagt Francesco de Lorenzo, Präsident der European Cancer Patient Coalition (ECPC). Jeder zweite Krebs in Deutschland ist heute heilbar, heißt es beim Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Langzeitüberlebensraten steigen in den meisten Teilen Europas weiter. Das ist das Ergebnis eines immer besseren, immer intelligenteren Krebsmanagements, in dem Fortschritte ineinandergreifen: Wissensgewinn führt zu erfolgreicheren Behandlungen – und zu immer spezifischer wirkenden Therapien. Es gibt immer wirksamere Behandlungen mit weniger belastenden Nebenwirkungen. Davon profitiert der Patient. Ein Kommentar von Florian Martius.
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Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.