
Sechs Jahre AMNOG: Der Hürdenlauf zum Zusatznutzen
Das Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) geht ins siebte Jahr. Für Pharmaunternehmen entwickelt es sich immer mehr zum Hürdenlauf.

Das Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) geht ins siebte Jahr. Für Pharmaunternehmen entwickelt es sich immer mehr zum Hürdenlauf.

Es ist ein verlässliches Ritual: Kaum ist Berlin aus der Sommerpause erwacht, kommt auch schon der Arzneiverordnungsreport (AVR) um die Ecke. Wenig variantenreich wird dort jedes Mal die eine Botschaft platziert: Die Pharmaindustrie bereichert sich auf Kosten der Allgemeinheit. Das ist weder sehr kreativ noch ist es wahr.
An Medikamenten liegt es nicht, wenn es in den kommenden Jahren nicht gelingt, Hepatitis C auszurotten. Mit der neuesten Generation der Antiviralen geht das. Was es jetzt braucht, ist eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Ein Kommentar zum Welt-Hepatitis-Tag.
Das Wissenschaftliche Institut der AOKen (WIdO) hat zusammen mit der Technischen Universität Berlin eine Studie veröffentlicht, die belegen soll, dass Deutschland bei patentgeschützten Arzneimitteln ein Hochpreisland bleibt. Allerdings räumen die Autoren ein, dass die Studie methodische Probleme hat. Bleibt die Frage: Warum veröffentlichen sie sie dann?

„Eine Krebsdiagnose ist nicht länger ein Todesurteil“, sagt Francesco de Lorenzo, Präsident der European Cancer Patient Coalition (ECPC). Jeder zweite Krebs in Deutschland ist heute heilbar, heißt es beim Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Langzeitüberlebensraten steigen in den meisten Teilen Europas weiter. Das ist das Ergebnis eines immer besseren, immer intelligenteren Krebsmanagements, in dem Fortschritte ineinandergreifen: Wissensgewinn führt zu erfolgreicheren Behandlungen – und zu immer spezifischer wirkenden Therapien. Es gibt immer wirksamere Behandlungen mit weniger belastenden Nebenwirkungen. Davon profitiert der Patient. Ein Kommentar von Florian Martius.

Auch in seinem sechsten Jahr ist das AMNOG heiß diskutiert – auf Symposien und Expertentreffs, und mal auf hohem, manchmal weniger hohem Niveau. Es geht dabei immer über die Reformmöglichkeiten dieses zurecht als „Pharmawende“ charakterisierten Gesetzes. Schließlich waren sich alle Seiten von Anfang an darüber einig, dass das AMNOG „lernend“ sein muss. Denn es war ohne Präzedenz – oder einfacher ausgedrückt: ein großes gesundheitspolitisches Abenteuer.

Das Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) geht ins siebte Jahr. Für Pharmaunternehmen entwickelt es sich immer mehr zum Hürdenlauf.

Es ist ein verlässliches Ritual: Kaum ist Berlin aus der Sommerpause erwacht, kommt auch schon der Arzneiverordnungsreport (AVR) um die Ecke. Wenig variantenreich wird dort jedes Mal die eine Botschaft platziert: Die Pharmaindustrie bereichert sich auf Kosten der Allgemeinheit. Das ist weder sehr kreativ noch ist es wahr.
An Medikamenten liegt es nicht, wenn es in den kommenden Jahren nicht gelingt, Hepatitis C auszurotten. Mit der neuesten Generation der Antiviralen geht das. Was es jetzt braucht, ist eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Ein Kommentar zum Welt-Hepatitis-Tag.
Das Wissenschaftliche Institut der AOKen (WIdO) hat zusammen mit der Technischen Universität Berlin eine Studie veröffentlicht, die belegen soll, dass Deutschland bei patentgeschützten Arzneimitteln ein Hochpreisland bleibt. Allerdings räumen die Autoren ein, dass die Studie methodische Probleme hat. Bleibt die Frage: Warum veröffentlichen sie sie dann?

„Eine Krebsdiagnose ist nicht länger ein Todesurteil“, sagt Francesco de Lorenzo, Präsident der European Cancer Patient Coalition (ECPC). Jeder zweite Krebs in Deutschland ist heute heilbar, heißt es beim Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Langzeitüberlebensraten steigen in den meisten Teilen Europas weiter. Das ist das Ergebnis eines immer besseren, immer intelligenteren Krebsmanagements, in dem Fortschritte ineinandergreifen: Wissensgewinn führt zu erfolgreicheren Behandlungen – und zu immer spezifischer wirkenden Therapien. Es gibt immer wirksamere Behandlungen mit weniger belastenden Nebenwirkungen. Davon profitiert der Patient. Ein Kommentar von Florian Martius.

Auch in seinem sechsten Jahr ist das AMNOG heiß diskutiert – auf Symposien und Expertentreffs, und mal auf hohem, manchmal weniger hohem Niveau. Es geht dabei immer über die Reformmöglichkeiten dieses zurecht als „Pharmawende“ charakterisierten Gesetzes. Schließlich waren sich alle Seiten von Anfang an darüber einig, dass das AMNOG „lernend“ sein muss. Denn es war ohne Präzedenz – oder einfacher ausgedrückt: ein großes gesundheitspolitisches Abenteuer.
Mit unserem Newsletter sind Sie immer auf dem Laufenden.
Da ist sie wieder – die angekündigte Sprengung der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Diesmal sollen es neue Krebsmedikamente sein, die die GKV „in den Kollaps“ treiben. „Auch, weil Pharmakonzerne das deutsche System maximal ausreizen“, wie der SPIEGEL schreibt. Eine steile These, kommentiert Florian Martius.