Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Dr. Theodor Windhorst  Ärztekammerpräsident Westfalen-Lippe  sieht das überarbeitete Antikorruptionsgesetz als probates Instrument gegen Bestechlichkeit. Foto: © AEKWL

Für Windhorst bleiben beim Antikorruptionsgesetz viele Fragen offen

Von der Einführung des Antikorruptionsgesetzes im Gesundheitswesen erhofft sich die Bundesregierung eine abschreckende Wirkung, weil künftig dadurch Vorteilsnahmen von Heilberuflern wie Ärzten mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet werden können. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Theodor Windhorst hat grundsätzlich nichts gegen die Ahndung von Verstößen der Ärzteschaft einzuwenden. Doch enthält der Gesetzesentwurf seiner Auffassung nach zu viele Ungenauigkeiten.

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Prominente Beispiele zeigen Aussicht auf ein langes Leben

„Ich bin HIV-positiv!“ Nachdem Charlie Sheen mit diesem Statement an die Öffentlichkeit gegangen war, sprach ihm Earvin „Magic“ Johnson Mut zu. Die amerikanische Basketball-Legende twitterte: „Mit dem Fortschritt der ärztlichen Versorgung und den Medikamenten kann er diese Krankheit bekämpfen und ein langes Leben führen.“ Johnson ist selbst HIV-positiv. War die Krankheit in den 80er-Jahren fast ein sicheres Todesurteil, sehen Millionen von HIV-Patienten mittlerweile einer normalen Lebenserwartung entgegen. HIV ist längst eine chronische Krankheit.

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Verwunderung über Hennrichs Vorschlag zu Preisen für Medikamente für Flüchtlingsbehandlung

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich hat sich in der Debatte über den Haushalt des Gesundheitsministeriums mit einer ungewöhnlichen Anregung eingebracht. Er sprach sich dafür aus, die Erstattung von Arzneimitteln für die Versorgung von Flüchtlingen an die Preise in ihren Herkunftsländern anzupassen. Die Gesetzlichen Krankenkassen und die Pharmaunternehmen reagieren mit Verwunderung auf diesen Vorschlag.

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Wie Ärzte bei Ärztlichen Leitlinien Transparenz herstellen

In den Ärztlichen Leitlinien geben Mediziner ihren Fachkollegen Entscheidungshilfen für die adäquate Behandlung von Erkrankungen an die Hand. Wie ist es um die Unabhängigkeit der Ärzte bestellt, die ihren Kollegen empfehlen, danach zu handeln? Wie lassen sich Interessenkonflikte finanzieller und nicht-finanzieller Art verhindern, wie deren Einfluss auf die Therapieempfehlungen? Die Ärzte haben sich dafür selbst Handlungsleitlinien auferlegt.

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Antibiotika-Resistenzen erschweren Behandlung von Durchfallerkrankungen

In den westlichen Ländern ist die Durchfallerkrankung Diarrhö meist nach ein paar Tagen überstanden. Doch in den Entwicklungsländern erleben viele Kinder dadurch nicht einmal ihren fünften Geburtstag: Weltweit sterben deswegen jährlich rund 700.000 unter Fünfjährige. Eine 35 Jahre alte Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Angst vor Antibiotika-Resistenzen erschweren eine Behandlung gerade in Entwicklungsländern.

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Hohe ethische Voraussetzungen für individuelle Heilversuche

In bestimmten Einzelfällen können Patienten in Deutschland mit noch nicht zugelassenen Medikamenten behandelt werden – man spricht dann von einem individuellen Heilversuch. Professor Alfred Simon ist Medizinethiker und Geschäftsführer der Akademie für Ehtik in der Medizin, einem wissenschaftlichen An-Institut der Universität Göttingen. Im Gespräch mit Pharma Fakten erklärt er, unter welchen Voraussetzungen ein solcher Einsatz von nicht zugelassenen Medikamenten ethisch gerechtfertigt ist und welche Besonderheiten dabei zu beachten sind.

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Antidot für Neue orale Antikoagulantien mit positiven Studiendaten

Die junge Medikamentenklasse der Neuen Oralen Antikoagulantien (NOAK) sind wichtige Bestandteile vieler Therapien. Ärzte verschreiben sie zum Beispiel bei Beinvenenthrombose und Vorhofflimmern. Kritiker monierten jedoch, dass für die NOAKS noch kein Antidot, das die Gerinnungsfähigkeit des Blutes im Falle einer akuten Blutung wieder herstellen kann, existiere. Forscher haben für zwei Antikoagulantien ein Antidot offenbar erfolgreich erprobt.

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Dr. Theodor Windhorst  Ärztekammerpräsident Westfalen-Lippe  sieht das überarbeitete Antikorruptionsgesetz als probates Instrument gegen Bestechlichkeit. Foto: © AEKWL

Für Windhorst bleiben beim Antikorruptionsgesetz viele Fragen offen

Von der Einführung des Antikorruptionsgesetzes im Gesundheitswesen erhofft sich die Bundesregierung eine abschreckende Wirkung, weil künftig dadurch Vorteilsnahmen von Heilberuflern wie Ärzten mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet werden können. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Theodor Windhorst hat grundsätzlich nichts gegen die Ahndung von Verstößen der Ärzteschaft einzuwenden. Doch enthält der Gesetzesentwurf seiner Auffassung nach zu viele Ungenauigkeiten.

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Prominente Beispiele zeigen Aussicht auf ein langes Leben

„Ich bin HIV-positiv!“ Nachdem Charlie Sheen mit diesem Statement an die Öffentlichkeit gegangen war, sprach ihm Earvin „Magic“ Johnson Mut zu. Die amerikanische Basketball-Legende twitterte: „Mit dem Fortschritt der ärztlichen Versorgung und den Medikamenten kann er diese Krankheit bekämpfen und ein langes Leben führen.“ Johnson ist selbst HIV-positiv. War die Krankheit in den 80er-Jahren fast ein sicheres Todesurteil, sehen Millionen von HIV-Patienten mittlerweile einer normalen Lebenserwartung entgegen. HIV ist längst eine chronische Krankheit.

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Verwunderung über Hennrichs Vorschlag zu Preisen für Medikamente für Flüchtlingsbehandlung

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich hat sich in der Debatte über den Haushalt des Gesundheitsministeriums mit einer ungewöhnlichen Anregung eingebracht. Er sprach sich dafür aus, die Erstattung von Arzneimitteln für die Versorgung von Flüchtlingen an die Preise in ihren Herkunftsländern anzupassen. Die Gesetzlichen Krankenkassen und die Pharmaunternehmen reagieren mit Verwunderung auf diesen Vorschlag.

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Wie Ärzte bei Ärztlichen Leitlinien Transparenz herstellen

In den Ärztlichen Leitlinien geben Mediziner ihren Fachkollegen Entscheidungshilfen für die adäquate Behandlung von Erkrankungen an die Hand. Wie ist es um die Unabhängigkeit der Ärzte bestellt, die ihren Kollegen empfehlen, danach zu handeln? Wie lassen sich Interessenkonflikte finanzieller und nicht-finanzieller Art verhindern, wie deren Einfluss auf die Therapieempfehlungen? Die Ärzte haben sich dafür selbst Handlungsleitlinien auferlegt.

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Antibiotika-Resistenzen erschweren Behandlung von Durchfallerkrankungen

In den westlichen Ländern ist die Durchfallerkrankung Diarrhö meist nach ein paar Tagen überstanden. Doch in den Entwicklungsländern erleben viele Kinder dadurch nicht einmal ihren fünften Geburtstag: Weltweit sterben deswegen jährlich rund 700.000 unter Fünfjährige. Eine 35 Jahre alte Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Angst vor Antibiotika-Resistenzen erschweren eine Behandlung gerade in Entwicklungsländern.

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Hohe ethische Voraussetzungen für individuelle Heilversuche

In bestimmten Einzelfällen können Patienten in Deutschland mit noch nicht zugelassenen Medikamenten behandelt werden – man spricht dann von einem individuellen Heilversuch. Professor Alfred Simon ist Medizinethiker und Geschäftsführer der Akademie für Ehtik in der Medizin, einem wissenschaftlichen An-Institut der Universität Göttingen. Im Gespräch mit Pharma Fakten erklärt er, unter welchen Voraussetzungen ein solcher Einsatz von nicht zugelassenen Medikamenten ethisch gerechtfertigt ist und welche Besonderheiten dabei zu beachten sind.

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Antidot für Neue orale Antikoagulantien mit positiven Studiendaten

Die junge Medikamentenklasse der Neuen Oralen Antikoagulantien (NOAK) sind wichtige Bestandteile vieler Therapien. Ärzte verschreiben sie zum Beispiel bei Beinvenenthrombose und Vorhofflimmern. Kritiker monierten jedoch, dass für die NOAKS noch kein Antidot, das die Gerinnungsfähigkeit des Blutes im Falle einer akuten Blutung wieder herstellen kann, existiere. Forscher haben für zwei Antikoagulantien ein Antidot offenbar erfolgreich erprobt.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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