Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Steht Profit über Gesundheit? Ein Pharma Fakten-Backgroundcheck zu den Risiken und Nebenwirkungen der pharmazeutischen Industrie. Foto: iStock.com/Ivan-balvan

Die Risiken und Nebenwirkungen der Pharmaindustrie

Es ist ein bekannter Vorwurf: Verdient „Big Pharma“ (zu viel) Geld mit dem Leiden der Menschen? Steht Profit über Gesundheit? Jüngst hatte sich ZDFheute diesem Thema gewidmet. Und nun hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) eine Pressemeldung veröffentlicht, die suggeriert: Die Ausgaben für Arzneimittel bringen das Solidarsystem an seine Grenzen. Pharma-Fakten.de hat dazu einen Backgroundcheck gemacht.

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HIV-Prävention weltweit: Ein Medikament in den Schlagzeilen

Ein Medikament macht Schlagzeilen: Das antivirale Präparat Lenacapavir hat auf der diesjährigen Welt-Aids-Konferenz in München für Gänsehaut-Feeling gesorgt. In einer klinischen Studie zeigte es bei Frauen in Afrika einen 100-prozentigen Schutz vor einer HIV-Infektion. Sofort wurde die Forderung laut, das Arzneimittel zu generischen Preisen in ressourcenarmen Ländern verfügbar zu machen. Das aber hatte der Entwickler und Hersteller sowieso vor. Ein Gespräch mit Dr. Robert Welte von Gilead Sciences.

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„Zeitenwende in der Biotechnologie": Unter diesem Titel hatte Prof. Dr. Karl Lauterbach ins Bundesgesundheitsministerium geladen.

Medizinische Biotechnologie: „unglaubliches Potenzial“

„Zeitenwende in der Biotechnologie“: Unter diesem Titel hatte Prof. Dr. Karl Lauterbach ins Bundesgesundheitsministerium geladen. Am „Zukunftsforum“ nahmen Vertreter:innen aus Gesundheitsversorgung, Politik, Patientenvertretung, Wissenschaft, Unternehmen und Zulassungsbehörden teil. Sie diskutierten über das Potential von Innovationen wie Gentherapien sowie die Herausforderungen für Forschung und Versorgung. Damit startete das in der „Nationalen Pharmastrategie“ von der Regierung beschlossene Gesprächsformat unter Beteiligung der Industrie.

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Ein EFPIA-Bericht zeigt: Die europäische Pharmabranche schafft wichtige Arbeitsplätze, ist essenzieller Wirtschaftsfaktor und treibt Innovation. Doch der Wettbewerb schläft nicht. Foto: ©iStock.com/industryview

Europäische Pharmaindustrie: „Zentral für Gesundheit und Wirtschaftssicherheit“

Gut für Gesundheit, Innovationskraft, Wohlstand: So lässt sich ein neuer Bericht des Pharmaverbands EFPIA zusammenfassen, der zeigt, was die Arzneimittel- und Impfstoffbranche in Europa leistet. Doch der Wettbewerb schläft nicht: Vor allem die USA und China treiben ihre Forschung und Entwicklung vehement voran – die meisten neuartigen Wirkstoffe kamen zuletzt von dort und nicht aus Europa.

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Das forschende Pharmaunternehmen AstraZeneca will „die Krebstherapie revolutionieren“. Ein Gespräch mit Dr. Niko Andre, Leiter der Onkologie.

Krebs: Eine Revolution anzetteln

Das forschende Pharmaunternehmen AstraZeneca will „die Krebstherapie revolutionieren“. Die Chancen dafür, so Dr. Niko Andre, stehen sehr gut, weil sich die Krebsforschung in einem regelrechten Innovationsschub befindet. Der Leiter der Onkologie des Unternehmens, selbst Krebsmediziner, spricht im Pharma Fakten-Interview über Erreichtes und darüber, was wir in den kommenden Jahren in der Bekämpfung der Todesursache Nummer 2 erreichen können.

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Das Vertrauen in die Wissenschaft stärken und Verschwörungsideologien bekämpfen: Das könnte zu höheren Impfraten beitragen – zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler:innen in einer Forschungsarbeit. Fotos: ©iStock.com/Athiyada (links), ©iStock.com/vchal (rechts)

Impfen gegen COVID-19, Grippe und Co.

Das Vertrauen in die Wissenschaft stärken und Verschwörungsideologien bekämpfen: Das könnte zu höheren Impfraten beitragen – zu diesem Schluss kommen Forscher:innen in einer gemeinsamen Arbeit mit Blick auf COVID-19 in Deutschland. Doch es scheint, als würde sich die Menschheit gerade eher in die entgegengesetzte Richtung entwickeln.

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Antimikrobielle Resistenzen sind eine zunehmende, globale Bedrohung. Foto: iStock.com / wildpixel

Resistente Keime: Jährlich über 10 Millionen Todesfälle bis 2050?

Was tun, wenn etablierte Arzneimittel bei einem Patienten nicht mehr wirken? Diese Frage müssen sich Mediziner:innen weltweit und in Deutschland immer häufiger stellen. Denn antimikrobielle Resistenzen nehmen zu. Darüber diskutierten Fachleute bei einem Online-Event des forschenden Biopharma-Unternehmens GSK. „Die Zeit drängt“, machte Dr. Georg Kippels (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages und des Gesundheitsausschusses, deutlich.

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Monoklonale Antikörper gegen Alzheimer stehen kurz vor der Zulassung. Sind sie für die Betroffenen ein Hoffnungsträger? Ein Interview mit Jörg Schaub vom forschenden Arzneimittelunternehmen Lilly Deutschland.

Arzneimittel gegen Alzheimer: Kommt jetzt der Durchbruch?

Arzneimittelforschung im Bereich der Alzheimer-Krankheit – das ist nichts für schwache Nerven: Mehr als 20 Jahre lang gab es in dieser Indikation trotz intensiver Anstrengungen keine Neuzulassung. Doch das scheint sich jetzt zu ändern – bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA stehen zwei Antikörper auf der Agenda. Sind sie für Menschen mit frühem Alzheimer ein Hoffnungsträger? Ein Interview mit Jörg Schaub. Er leitet beim forschenden Arzneimittelunternehmen Lilly Deutschland die Geschäftseinheit Neuroscience.

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Vision Zero in der Onkologie will Hürden abbauen, damit Menschen mit Krebs besser behandelt werden können. In München war Herbsttagung. Foto: Roman Job

Krebstherapie: Es braucht mehr Mutausbrüche

Herbsttagung der Initiative Vision Zero in der Onkologie: Die Initiative, getragen von Expert:innen aus Forschung, Medizin, Unternehmen der Medizintechnik und forschenden Pharmaunternehmen, will die Krebsmedizin revolutionieren. Vor fünf Jahren gegründet, liegt ein Fokus auf der Digitalisierung. In München war Herbsttagung.

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2011 erhielt eine erste Krebs-Immuntherapie die Zulassung. Damals konnte niemand vorhersehen, was die Immunonkologie für die Patient:innen heute bedeutet. Foto: ©iStock.com/vadimguzhva

Krebs-Immuntherapie: Das konnte niemand ahnen

2011 erhielt eine erste Immuntherapie gegen Krebs die Zulassung, weitere Wirkstoffe folgten mit den Jahren. Die Erwartungen waren schon damals groß – doch niemand konnte die Studiendaten von Heute vorhersehen. Sie zeigen, wie sehr Patient:innen über viele Jahre von der Immunonkologie profitieren. Sie haben Leben geschenkt, wo vorher kaum mehr Hoffnung bestand.

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Steht Profit über Gesundheit? Ein Pharma Fakten-Backgroundcheck zu den Risiken und Nebenwirkungen der pharmazeutischen Industrie. Foto: iStock.com/Ivan-balvan

Die Risiken und Nebenwirkungen der Pharmaindustrie

Es ist ein bekannter Vorwurf: Verdient „Big Pharma“ (zu viel) Geld mit dem Leiden der Menschen? Steht Profit über Gesundheit? Jüngst hatte sich ZDFheute diesem Thema gewidmet. Und nun hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) eine Pressemeldung veröffentlicht, die suggeriert: Die Ausgaben für Arzneimittel bringen das Solidarsystem an seine Grenzen. Pharma-Fakten.de hat dazu einen Backgroundcheck gemacht.

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HIV-Prävention weltweit: Ein Medikament in den Schlagzeilen

Ein Medikament macht Schlagzeilen: Das antivirale Präparat Lenacapavir hat auf der diesjährigen Welt-Aids-Konferenz in München für Gänsehaut-Feeling gesorgt. In einer klinischen Studie zeigte es bei Frauen in Afrika einen 100-prozentigen Schutz vor einer HIV-Infektion. Sofort wurde die Forderung laut, das Arzneimittel zu generischen Preisen in ressourcenarmen Ländern verfügbar zu machen. Das aber hatte der Entwickler und Hersteller sowieso vor. Ein Gespräch mit Dr. Robert Welte von Gilead Sciences.

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„Zeitenwende in der Biotechnologie": Unter diesem Titel hatte Prof. Dr. Karl Lauterbach ins Bundesgesundheitsministerium geladen.

Medizinische Biotechnologie: „unglaubliches Potenzial“

„Zeitenwende in der Biotechnologie“: Unter diesem Titel hatte Prof. Dr. Karl Lauterbach ins Bundesgesundheitsministerium geladen. Am „Zukunftsforum“ nahmen Vertreter:innen aus Gesundheitsversorgung, Politik, Patientenvertretung, Wissenschaft, Unternehmen und Zulassungsbehörden teil. Sie diskutierten über das Potential von Innovationen wie Gentherapien sowie die Herausforderungen für Forschung und Versorgung. Damit startete das in der „Nationalen Pharmastrategie“ von der Regierung beschlossene Gesprächsformat unter Beteiligung der Industrie.

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Ein EFPIA-Bericht zeigt: Die europäische Pharmabranche schafft wichtige Arbeitsplätze, ist essenzieller Wirtschaftsfaktor und treibt Innovation. Doch der Wettbewerb schläft nicht. Foto: ©iStock.com/industryview

Europäische Pharmaindustrie: „Zentral für Gesundheit und Wirtschaftssicherheit“

Gut für Gesundheit, Innovationskraft, Wohlstand: So lässt sich ein neuer Bericht des Pharmaverbands EFPIA zusammenfassen, der zeigt, was die Arzneimittel- und Impfstoffbranche in Europa leistet. Doch der Wettbewerb schläft nicht: Vor allem die USA und China treiben ihre Forschung und Entwicklung vehement voran – die meisten neuartigen Wirkstoffe kamen zuletzt von dort und nicht aus Europa.

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Das forschende Pharmaunternehmen AstraZeneca will „die Krebstherapie revolutionieren“. Ein Gespräch mit Dr. Niko Andre, Leiter der Onkologie.

Krebs: Eine Revolution anzetteln

Das forschende Pharmaunternehmen AstraZeneca will „die Krebstherapie revolutionieren“. Die Chancen dafür, so Dr. Niko Andre, stehen sehr gut, weil sich die Krebsforschung in einem regelrechten Innovationsschub befindet. Der Leiter der Onkologie des Unternehmens, selbst Krebsmediziner, spricht im Pharma Fakten-Interview über Erreichtes und darüber, was wir in den kommenden Jahren in der Bekämpfung der Todesursache Nummer 2 erreichen können.

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Das Vertrauen in die Wissenschaft stärken und Verschwörungsideologien bekämpfen: Das könnte zu höheren Impfraten beitragen – zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler:innen in einer Forschungsarbeit. Fotos: ©iStock.com/Athiyada (links), ©iStock.com/vchal (rechts)

Impfen gegen COVID-19, Grippe und Co.

Das Vertrauen in die Wissenschaft stärken und Verschwörungsideologien bekämpfen: Das könnte zu höheren Impfraten beitragen – zu diesem Schluss kommen Forscher:innen in einer gemeinsamen Arbeit mit Blick auf COVID-19 in Deutschland. Doch es scheint, als würde sich die Menschheit gerade eher in die entgegengesetzte Richtung entwickeln.

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Antimikrobielle Resistenzen sind eine zunehmende, globale Bedrohung. Foto: iStock.com / wildpixel

Resistente Keime: Jährlich über 10 Millionen Todesfälle bis 2050?

Was tun, wenn etablierte Arzneimittel bei einem Patienten nicht mehr wirken? Diese Frage müssen sich Mediziner:innen weltweit und in Deutschland immer häufiger stellen. Denn antimikrobielle Resistenzen nehmen zu. Darüber diskutierten Fachleute bei einem Online-Event des forschenden Biopharma-Unternehmens GSK. „Die Zeit drängt“, machte Dr. Georg Kippels (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages und des Gesundheitsausschusses, deutlich.

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Monoklonale Antikörper gegen Alzheimer stehen kurz vor der Zulassung. Sind sie für die Betroffenen ein Hoffnungsträger? Ein Interview mit Jörg Schaub vom forschenden Arzneimittelunternehmen Lilly Deutschland.

Arzneimittel gegen Alzheimer: Kommt jetzt der Durchbruch?

Arzneimittelforschung im Bereich der Alzheimer-Krankheit – das ist nichts für schwache Nerven: Mehr als 20 Jahre lang gab es in dieser Indikation trotz intensiver Anstrengungen keine Neuzulassung. Doch das scheint sich jetzt zu ändern – bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA stehen zwei Antikörper auf der Agenda. Sind sie für Menschen mit frühem Alzheimer ein Hoffnungsträger? Ein Interview mit Jörg Schaub. Er leitet beim forschenden Arzneimittelunternehmen Lilly Deutschland die Geschäftseinheit Neuroscience.

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Vision Zero in der Onkologie will Hürden abbauen, damit Menschen mit Krebs besser behandelt werden können. In München war Herbsttagung. Foto: Roman Job

Krebstherapie: Es braucht mehr Mutausbrüche

Herbsttagung der Initiative Vision Zero in der Onkologie: Die Initiative, getragen von Expert:innen aus Forschung, Medizin, Unternehmen der Medizintechnik und forschenden Pharmaunternehmen, will die Krebsmedizin revolutionieren. Vor fünf Jahren gegründet, liegt ein Fokus auf der Digitalisierung. In München war Herbsttagung.

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2011 erhielt eine erste Krebs-Immuntherapie die Zulassung. Damals konnte niemand vorhersehen, was die Immunonkologie für die Patient:innen heute bedeutet. Foto: ©iStock.com/vadimguzhva

Krebs-Immuntherapie: Das konnte niemand ahnen

2011 erhielt eine erste Immuntherapie gegen Krebs die Zulassung, weitere Wirkstoffe folgten mit den Jahren. Die Erwartungen waren schon damals groß – doch niemand konnte die Studiendaten von Heute vorhersehen. Sie zeigen, wie sehr Patient:innen über viele Jahre von der Immunonkologie profitieren. Sie haben Leben geschenkt, wo vorher kaum mehr Hoffnung bestand.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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