Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Dr. Heyo K. Kroemer sieht mit Sorge  wie sehr Deutschland bei der Frage der Digitalisierung von Gesundheitswesen  von Forschung und Medizin  sich selbst ins Abseits stellt. Foto: ©iStock.com/Grassetto

Digitale Medizin: Die „Teslarisierung“ der deutschen Forschung

Der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Dr. Heyo K. Kroemer sieht mit Sorge, wie sehr Deutschland bei der Frage der Digitalisierung von Gesundheitswesen, von Forschung und Medizin, sich selbst ins Abseits stellt. Er plädiert für eine neue Balance zwischen berechtigten Datenschutzerwägungen und dem Recht von Patient:innen auf eine bessere Versorgung. Ein Gespräch mit dem Chef des größten deutschen Universitätsklinikums über ein Land ohne digitalen Impfpass, über Umsetzungsprobleme und seine Sorge über das, was er die „Teslarisierung“ im Gesundheitswesen nennt.

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Seit 1993 ist Asbest in Deutschland verboten. Und trotzdem ist es nach wie vor eine Ursache für Krebsneuerkrankungen und -Todesfälle. Foto: ©iStock.com/Imagesines

Asbest: Noch immer für Krebs-Neuerkrankungen verantwortlich

Seit 1993 ist es in Deutschland nicht mehr erlaubt, Produkte herzustellen und zu verwenden, die Asbest enthalten. Der Grund: Der Stoff ist krebserregend. Obwohl das Verbot nun fast 30 Jahre zurückliegt, ist Asbest noch immer Ursache für neue Tumorfälle. So gehen Fachleute davon aus, dass die Zahl der Menschen, die an einem malignen Pleuramesotheliom (MPM) erkranken, bis etwa 2030 steigen wird. Die Behandlungsmöglichkeiten waren bislang limitiert – doch nun gibt es für Betroffene neue Hoffnung.

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Die Digitalisierung macht eine bessere Medizin möglich  sagt Prof. Dr. Hagen Pfundner von Roche Pharma. Ein Gespräch über verpasste Chancen  falsch verstandenen Datenschutz und die Risiken für den Innovationsstandort. Foto: ©iStock.com/SOMKID THONGDEE

Aus Daten Sinn machen

Die Digitalisierung in Gesundheitswesen und Medizin macht eine bessere und zielgerichtete Behandlung von Krankheiten möglich. Diese Erkenntnis hat sich in Deutschland noch nicht richtig durchgesetzt, sagt Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG. Ein Gespräch über verpasste Chancen, falsch verstandenen Datenschutz, ideologische Überfrachtung und die Risiken für den Innovationsstandort Deutschland.

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Immer mehr Menschen leiden nach einer SARS-CoV-2-Infektion unter „Long-COVID“ Symptomen – wir haben mit einem Experten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) über dieses neue Krankheitsbild und seine Folgen gesprochen. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

„Long-COVID hat ein sehr gutes Rückbildungspotenzial“

Viele Menschen klagen nach überstandener Corona-Infektion über lang anhaltende und teilweise neue Krankheitssymptome, die unter dem Begriff „Long-COVID“ zusammengefasst werden. Der Pneumologe Prof. Dr. Rembert Koczulla ist federführender Koordinator einer Leitlinie zu Diagnostik und Therapie von Long-COVID. Wir haben mit ihm über dieses Syndrom gesprochen – und darüber, was sich dagegen tun lässt.

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Forschungsinteressen und Datenschutz verbinden – wie das gehen könnte  darüber diskutierten Expert:innen bei einem virtuellen Roundtable. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

„Wir brauchen Daten für die Forschung“

„DATA – gläserner Patient oder endlich Durchblick?“ Über diese Frage diskutierten mehrere Fachleute bei einem virtuellen Roundtable im Rahmen der „change4RARE“-Initiative des Pharma-Unternehmens Alexion. Dabei zeigte sich: Es ist gar nicht so einfach, Forschungsinteressen, Digitalisierung und Datenschutz miteinander zu verbinden.

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Die Idee hinter einem EU-HTA: die bislang nationalen Nutzenbewertungen von neuen Arzneimitteln und Medizinprodukten auf europäischer Ebene zu harmonisieren. Foto: ©iStock.com/artJazz

Medizinische Bewertung von Arzneimitteln über Ländergrenzen hinweg

„Ich bin überzeugt, dass Wissenschaft nicht zu unterschiedlichen Ergebnissen in Madrid, Warschau oder Kopenhagen führen sollte“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn 2019 gegenüber der Zeitschrift Politico. Letztlich ist es dieser Gedanke, der hinter der Idee steht, die bislang nationalen Nutzenbewertungen von neuen Arzneimitteln und Medizinprodukten auf europäischer Ebene zu harmonisieren. Auch der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) hält eine vertiefte Zusammenarbeit in der EU für sinnvoll – schließlich profitieren Menschen in Spanien nicht anders von einem Medikament als Menschen in Deutschland. Nun kommt nach langen Verhandlungen Bewegung in ein sogenanntes EU-HTA.

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Erste CAR-T-Zelltherapien zur Behandlung verschiedener Blutkrebsarten wurden in Europa 2018 zugelassen. Wie sind sie in der Versorgung angekommen? Eine Studie gibt Aufschluss. Foto: ©iStock.com/wildpixel

Studie: Die CAR-T-Zelltherapie gegen Krebs etabliert sich

2018 war eine Premiere: Gleich zwei so genannte CAR-T-Zelltherapien wurden in Europa zugelassen. Es ist eine neue Art der Krebsbekämpfung und Hoffnung für Patient:innen mit Lymphomen im fortgeschrittenen Stadium. Wie hat sich die neue Therapie in der Versorgung etabliert? Eine Studie gibt Aufschluss.

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Der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Dr. Heyo K. Kroemer sieht mit Sorge  wie sehr Deutschland bei der Frage der Digitalisierung von Gesundheitswesen  von Forschung und Medizin  sich selbst ins Abseits stellt. Foto: ©iStock.com/Grassetto

Digitale Medizin: Die „Teslarisierung“ der deutschen Forschung

Der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Dr. Heyo K. Kroemer sieht mit Sorge, wie sehr Deutschland bei der Frage der Digitalisierung von Gesundheitswesen, von Forschung und Medizin, sich selbst ins Abseits stellt. Er plädiert für eine neue Balance zwischen berechtigten Datenschutzerwägungen und dem Recht von Patient:innen auf eine bessere Versorgung. Ein Gespräch mit dem Chef des größten deutschen Universitätsklinikums über ein Land ohne digitalen Impfpass, über Umsetzungsprobleme und seine Sorge über das, was er die „Teslarisierung“ im Gesundheitswesen nennt.

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Seit 1993 ist Asbest in Deutschland verboten. Und trotzdem ist es nach wie vor eine Ursache für Krebsneuerkrankungen und -Todesfälle. Foto: ©iStock.com/Imagesines

Asbest: Noch immer für Krebs-Neuerkrankungen verantwortlich

Seit 1993 ist es in Deutschland nicht mehr erlaubt, Produkte herzustellen und zu verwenden, die Asbest enthalten. Der Grund: Der Stoff ist krebserregend. Obwohl das Verbot nun fast 30 Jahre zurückliegt, ist Asbest noch immer Ursache für neue Tumorfälle. So gehen Fachleute davon aus, dass die Zahl der Menschen, die an einem malignen Pleuramesotheliom (MPM) erkranken, bis etwa 2030 steigen wird. Die Behandlungsmöglichkeiten waren bislang limitiert – doch nun gibt es für Betroffene neue Hoffnung.

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Die Digitalisierung macht eine bessere Medizin möglich  sagt Prof. Dr. Hagen Pfundner von Roche Pharma. Ein Gespräch über verpasste Chancen  falsch verstandenen Datenschutz und die Risiken für den Innovationsstandort. Foto: ©iStock.com/SOMKID THONGDEE

Aus Daten Sinn machen

Die Digitalisierung in Gesundheitswesen und Medizin macht eine bessere und zielgerichtete Behandlung von Krankheiten möglich. Diese Erkenntnis hat sich in Deutschland noch nicht richtig durchgesetzt, sagt Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG. Ein Gespräch über verpasste Chancen, falsch verstandenen Datenschutz, ideologische Überfrachtung und die Risiken für den Innovationsstandort Deutschland.

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Immer mehr Menschen leiden nach einer SARS-CoV-2-Infektion unter „Long-COVID“ Symptomen – wir haben mit einem Experten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) über dieses neue Krankheitsbild und seine Folgen gesprochen. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

„Long-COVID hat ein sehr gutes Rückbildungspotenzial“

Viele Menschen klagen nach überstandener Corona-Infektion über lang anhaltende und teilweise neue Krankheitssymptome, die unter dem Begriff „Long-COVID“ zusammengefasst werden. Der Pneumologe Prof. Dr. Rembert Koczulla ist federführender Koordinator einer Leitlinie zu Diagnostik und Therapie von Long-COVID. Wir haben mit ihm über dieses Syndrom gesprochen – und darüber, was sich dagegen tun lässt.

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Forschungsinteressen und Datenschutz verbinden – wie das gehen könnte  darüber diskutierten Expert:innen bei einem virtuellen Roundtable. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

„Wir brauchen Daten für die Forschung“

„DATA – gläserner Patient oder endlich Durchblick?“ Über diese Frage diskutierten mehrere Fachleute bei einem virtuellen Roundtable im Rahmen der „change4RARE“-Initiative des Pharma-Unternehmens Alexion. Dabei zeigte sich: Es ist gar nicht so einfach, Forschungsinteressen, Digitalisierung und Datenschutz miteinander zu verbinden.

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Die Idee hinter einem EU-HTA: die bislang nationalen Nutzenbewertungen von neuen Arzneimitteln und Medizinprodukten auf europäischer Ebene zu harmonisieren. Foto: ©iStock.com/artJazz

Medizinische Bewertung von Arzneimitteln über Ländergrenzen hinweg

„Ich bin überzeugt, dass Wissenschaft nicht zu unterschiedlichen Ergebnissen in Madrid, Warschau oder Kopenhagen führen sollte“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn 2019 gegenüber der Zeitschrift Politico. Letztlich ist es dieser Gedanke, der hinter der Idee steht, die bislang nationalen Nutzenbewertungen von neuen Arzneimitteln und Medizinprodukten auf europäischer Ebene zu harmonisieren. Auch der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) hält eine vertiefte Zusammenarbeit in der EU für sinnvoll – schließlich profitieren Menschen in Spanien nicht anders von einem Medikament als Menschen in Deutschland. Nun kommt nach langen Verhandlungen Bewegung in ein sogenanntes EU-HTA.

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Erste CAR-T-Zelltherapien zur Behandlung verschiedener Blutkrebsarten wurden in Europa 2018 zugelassen. Wie sind sie in der Versorgung angekommen? Eine Studie gibt Aufschluss. Foto: ©iStock.com/wildpixel

Studie: Die CAR-T-Zelltherapie gegen Krebs etabliert sich

2018 war eine Premiere: Gleich zwei so genannte CAR-T-Zelltherapien wurden in Europa zugelassen. Es ist eine neue Art der Krebsbekämpfung und Hoffnung für Patient:innen mit Lymphomen im fortgeschrittenen Stadium. Wie hat sich die neue Therapie in der Versorgung etabliert? Eine Studie gibt Aufschluss.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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