Prof. Dr. Thomas Hammerschmidt erklärt im Interview anhand konkreter Beispiele den Wert innovativer Arzneimittel – für die Patient:innen, aber auch für die Wirtschaft.

Studie zeigt: Innovation bei Arzneimitteln zieht weite Kreise

Wie sehr nützen innovative Arzneimittel den Patient:innen? Und welchen Beitrag leisten sie für die Wirtschaftskraft unseres Landes? Um solche Fragen ging es bei der Studie „InnovationsRadar“, die von dem Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos im Auftrag des Pharmaverbands vfa erstellt wurde. Wir haben mit Prof. Dr. Thomas Hammerschmidt, der die Studie als Wissenschaftlicher Beirat begleitet hat, über die Ergebnisse gesprochen – und darüber, was ihn am meisten daran überrascht hat.

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Frauen mit seltenen Erkrankungen leiden doppelt. Was dagegen zu tun ist, diskutierten auf dem Tagesspiegel Fachforum Gesundheit vor allem Expertinnen. Foto: ©iStock.com/kieferpix

Doppeltes Leid: Frauen mit seltenen Erkrankungen

Frauen mit seltenen Erkrankungen leiden doppelt. Zum einen ist der Alltag mit einer solchen Krankheit oft geprägt von langen diagnostischen Irrwegen, unzureichender Therapieoptionen und einem Gesundheitssystem, das ihnen vielfach nicht gerecht wird. Zum anderen treffen sie auf eine medizinische Versorgung, die wenig geschlechtsspezifisch ist und deshalb Symptome häufiger verkennt oder als psychosomatisch bagatellisiert. Auf dem Tagesspiegel Fachforum Gesundheit diskutierten vor allem Expertinnen, wie man das ändern kann.

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Die Menschheit hat im 21. Jahrhundert immense Fortschritte im Kampf gegen zahlreiche Krankheiten gemacht – wie es in Zukunft weitergeht, ist auch eine Sache der Politik. Foto: ©iStock.com/Gorodenkoff Productions

How-to: Mit Innovationen Leben retten und Kosten sparen

Medizinisch gesehen sind es unglaubliche Zeiten: Die Menschheit hat im 21. Jahrhundert immense Fortschritte im Kampf gegen zahlreiche Krankheiten gemacht – Heilmittel gegen Hepatitis C, Immuntherapien gegen Tumore, die CAR-T-Technologie gegen Blutkrebserkrankungen. Und damit nicht genug: „Wir stehen an der Schwelle zu weiteren Medizin-Revolutionen“, so der US-amerikanische Pharmaverband PhRMA in einem Bericht. Die erhofften Durchbrüche „könnten die Krankheitslast für Millionen Menschen und für Gesundheitssysteme weltweit grundlegend reduzieren.“ Die Politik muss aber mitziehen.

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Der Verein LAWG hat das Projekt „Der Wert medizinischer Innovationen“ gestartet – Pharma-Fakten.de startet dazu eine Serie.

Pharmaforschung: Wie Innovation Krankheit besiegt

Arzneimittelinnovationen ermöglichen die Behandlung von Krankheiten, für die es bisher keine wirksame Therapie gab, und verbessern bestehende Behandlungen durch höhere Wirksamkeit und bessere Verträglichkeit. Sie spielen damit eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen. Um zu zeigen, wie sehr die Menschheit von medizinischen Innovationen profitiert, hat der Verein LAWG das Projekt „Der Wert medizinischer Innovationen“ gestartet, das Pharma Fakten in einer Serie aufgreift.

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Eine von der Pharmainitiative Bayern beauftragte Standort-Studie zeigt: Die Pharmabranche im Freistaat schafft Jobs, Innovation und Stabilität – sie ist eine „Leitindustrie mit Zukunft“. Foto: ©iStock.com/YurolaitsAlbert

Wie die Pharmabranche Bayern durch Krisenzeiten bringt

Wo andere Branchen Stellen abbauen, schafft die Pharmaindustrie in Bayern neue Arbeitsplätze. Während andere Firmen Gelder streichen, investieren pharmazeutische Unternehmen verstärkt im Freistaat. Das zeigt eine von der Pharmainitiative Bayern beauftragte Studie. Demnach erweist sich die Pharmabranche als Stabilitätsanker – sowohl für die bayerische Volkswirtschaft als auch für Gesamtdeutschland.

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Pharmaforschung: China auf der Überholspur

Wie gelingt es, Europa wieder zu mehr Wachstum zu verhelfen und die globale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern? Der europäische Pharmaverband EFPIA ist überzeugt: Die forschende Pharmaindustrie kann dabei eine entscheidende Rolle spielen. Sie bietet fast eine Million direkte Arbeitsplätze. Und treibt medizinischen Fortschritt: 2024 investierte die Branche geschätzte 55 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung. Doch die Konkurrenz – etwa aus China – schläft nicht. Ganz im Gegenteil.

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Klinische Studien sind ein Motor für medizinischen Fortschritt – entscheidend für ihren Erfolg sind Studienkoordinator:innen oder Study Nurses. Doch es herrscht Mangel an Fachkräften – und das könnte den Fortschritt einbremsen.

Klinische Studien: Koordinator:innen dringend gesucht

Klinische Studien sind ein Motor für medizinischen Fortschritt – hier entscheidet sich, ob aus einer Idee zur Behandlung einer Krankheit ein zugelassenes Arzneimittel wird, das wirksam und sicher ist. Die Komplexität solcher Medikamentenstudien hat über die Jahre stark zugenommen. Entscheidend für den Erfolg einer Studie sind deshalb die Studienkoordinator:innen oder Study Nurses. Doch es herrscht Mangel an Fachkräften – und das könnte den medizinischen Fortschritt einbremsen. Ein Interview mit Gesa Voß, Studienkoordinatorin für Klinische Studien am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH).

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Der Sachverständigenrat für Gesundheit und Pflege (SVR) will mit einer Vielzahl von tiefgreifenden Maßnahmen die Erstattungspreise für innovative Arzneimittel senken. Ein Kommentar. Foto: Thomas Ecke

SVR-Gutachten: Das Ende der Planbarkeit

Der Sachverständigenrat für Gesundheit und Pflege (SVR) will mit einer Vielzahl von tiefgreifenden Maßnahmen die Erstattungspreise für innovative Arzneimittel senken. In seinem Jahresgutachten schlägt der Rat unter anderem einen Preisdeckel für Arzneimittelinnovationen vor, der jährlich angepasst werden soll. Ein Kommentar von Florian Martius.

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Mehr klinische Studien – mehr Zukunft

Kranke Menschen von heute mit der Medizin von morgen behandeln: Das ist das Versprechen von klinischen Studien. Denn sie machen Behandlungen mit Innovationen möglich, die oft erst Jahre später eine Zulassung erhalten. In Deutschland könnten viel mehr Studien durchgeführt werden; das forschende Pharmaunternehmen AstraZeneca etwa würde die Zahl der Studienaktivitäten im Land gerne verdoppeln. Doch dafür fehlt momentan die Infrastruktur. Eine Umfrage zeigt: Am Willen der Ärzt:innen liegt es nicht.

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Prof. Dr. Thomas Hammerschmidt erklärt im Interview anhand konkreter Beispiele den Wert innovativer Arzneimittel – für die Patient:innen, aber auch für die Wirtschaft.

Studie zeigt: Innovation bei Arzneimitteln zieht weite Kreise

Wie sehr nützen innovative Arzneimittel den Patient:innen? Und welchen Beitrag leisten sie für die Wirtschaftskraft unseres Landes? Um solche Fragen ging es bei der Studie „InnovationsRadar“, die von dem Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos im Auftrag des Pharmaverbands vfa erstellt wurde. Wir haben mit Prof. Dr. Thomas Hammerschmidt, der die Studie als Wissenschaftlicher Beirat begleitet hat, über die Ergebnisse gesprochen – und darüber, was ihn am meisten daran überrascht hat.

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Frauen mit seltenen Erkrankungen leiden doppelt. Was dagegen zu tun ist, diskutierten auf dem Tagesspiegel Fachforum Gesundheit vor allem Expertinnen. Foto: ©iStock.com/kieferpix

Doppeltes Leid: Frauen mit seltenen Erkrankungen

Frauen mit seltenen Erkrankungen leiden doppelt. Zum einen ist der Alltag mit einer solchen Krankheit oft geprägt von langen diagnostischen Irrwegen, unzureichender Therapieoptionen und einem Gesundheitssystem, das ihnen vielfach nicht gerecht wird. Zum anderen treffen sie auf eine medizinische Versorgung, die wenig geschlechtsspezifisch ist und deshalb Symptome häufiger verkennt oder als psychosomatisch bagatellisiert. Auf dem Tagesspiegel Fachforum Gesundheit diskutierten vor allem Expertinnen, wie man das ändern kann.

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Die Menschheit hat im 21. Jahrhundert immense Fortschritte im Kampf gegen zahlreiche Krankheiten gemacht – wie es in Zukunft weitergeht, ist auch eine Sache der Politik. Foto: ©iStock.com/Gorodenkoff Productions

How-to: Mit Innovationen Leben retten und Kosten sparen

Medizinisch gesehen sind es unglaubliche Zeiten: Die Menschheit hat im 21. Jahrhundert immense Fortschritte im Kampf gegen zahlreiche Krankheiten gemacht – Heilmittel gegen Hepatitis C, Immuntherapien gegen Tumore, die CAR-T-Technologie gegen Blutkrebserkrankungen. Und damit nicht genug: „Wir stehen an der Schwelle zu weiteren Medizin-Revolutionen“, so der US-amerikanische Pharmaverband PhRMA in einem Bericht. Die erhofften Durchbrüche „könnten die Krankheitslast für Millionen Menschen und für Gesundheitssysteme weltweit grundlegend reduzieren.“ Die Politik muss aber mitziehen.

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Der Verein LAWG hat das Projekt „Der Wert medizinischer Innovationen“ gestartet – Pharma-Fakten.de startet dazu eine Serie.

Pharmaforschung: Wie Innovation Krankheit besiegt

Arzneimittelinnovationen ermöglichen die Behandlung von Krankheiten, für die es bisher keine wirksame Therapie gab, und verbessern bestehende Behandlungen durch höhere Wirksamkeit und bessere Verträglichkeit. Sie spielen damit eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen. Um zu zeigen, wie sehr die Menschheit von medizinischen Innovationen profitiert, hat der Verein LAWG das Projekt „Der Wert medizinischer Innovationen“ gestartet, das Pharma Fakten in einer Serie aufgreift.

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Eine von der Pharmainitiative Bayern beauftragte Standort-Studie zeigt: Die Pharmabranche im Freistaat schafft Jobs, Innovation und Stabilität – sie ist eine „Leitindustrie mit Zukunft“. Foto: ©iStock.com/YurolaitsAlbert

Wie die Pharmabranche Bayern durch Krisenzeiten bringt

Wo andere Branchen Stellen abbauen, schafft die Pharmaindustrie in Bayern neue Arbeitsplätze. Während andere Firmen Gelder streichen, investieren pharmazeutische Unternehmen verstärkt im Freistaat. Das zeigt eine von der Pharmainitiative Bayern beauftragte Studie. Demnach erweist sich die Pharmabranche als Stabilitätsanker – sowohl für die bayerische Volkswirtschaft als auch für Gesamtdeutschland.

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Pharmaforschung: China auf der Überholspur

Wie gelingt es, Europa wieder zu mehr Wachstum zu verhelfen und die globale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern? Der europäische Pharmaverband EFPIA ist überzeugt: Die forschende Pharmaindustrie kann dabei eine entscheidende Rolle spielen. Sie bietet fast eine Million direkte Arbeitsplätze. Und treibt medizinischen Fortschritt: 2024 investierte die Branche geschätzte 55 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung. Doch die Konkurrenz – etwa aus China – schläft nicht. Ganz im Gegenteil.

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Klinische Studien sind ein Motor für medizinischen Fortschritt – entscheidend für ihren Erfolg sind Studienkoordinator:innen oder Study Nurses. Doch es herrscht Mangel an Fachkräften – und das könnte den Fortschritt einbremsen.

Klinische Studien: Koordinator:innen dringend gesucht

Klinische Studien sind ein Motor für medizinischen Fortschritt – hier entscheidet sich, ob aus einer Idee zur Behandlung einer Krankheit ein zugelassenes Arzneimittel wird, das wirksam und sicher ist. Die Komplexität solcher Medikamentenstudien hat über die Jahre stark zugenommen. Entscheidend für den Erfolg einer Studie sind deshalb die Studienkoordinator:innen oder Study Nurses. Doch es herrscht Mangel an Fachkräften – und das könnte den medizinischen Fortschritt einbremsen. Ein Interview mit Gesa Voß, Studienkoordinatorin für Klinische Studien am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH).

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Der Sachverständigenrat für Gesundheit und Pflege (SVR) will mit einer Vielzahl von tiefgreifenden Maßnahmen die Erstattungspreise für innovative Arzneimittel senken. Ein Kommentar. Foto: Thomas Ecke

SVR-Gutachten: Das Ende der Planbarkeit

Der Sachverständigenrat für Gesundheit und Pflege (SVR) will mit einer Vielzahl von tiefgreifenden Maßnahmen die Erstattungspreise für innovative Arzneimittel senken. In seinem Jahresgutachten schlägt der Rat unter anderem einen Preisdeckel für Arzneimittelinnovationen vor, der jährlich angepasst werden soll. Ein Kommentar von Florian Martius.

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Mehr klinische Studien – mehr Zukunft

Kranke Menschen von heute mit der Medizin von morgen behandeln: Das ist das Versprechen von klinischen Studien. Denn sie machen Behandlungen mit Innovationen möglich, die oft erst Jahre später eine Zulassung erhalten. In Deutschland könnten viel mehr Studien durchgeführt werden; das forschende Pharmaunternehmen AstraZeneca etwa würde die Zahl der Studienaktivitäten im Land gerne verdoppeln. Doch dafür fehlt momentan die Infrastruktur. Eine Umfrage zeigt: Am Willen der Ärzt:innen liegt es nicht.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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