Booster für die medizinische Forschung in Deutschland: Noch in diesem Jahr soll eine „Nationale Biobank“ eingeführt werden. Foto: ©iStock.com/metamorworks

„Nationale Biobank“ steht in den Startlöchern

Booster für die medizinische Forschung in Deutschland: Noch in diesem Jahr soll eine „Nationale Biobank“ eingeführt werden. Sie könnte für Forschende den Zugang zu Bioproben und damit verknüpften Gesundheitsdaten vereinfachen und erleichtern. Die Folge: Der Forschungsstandort Deutschland wird gestärkt, Innovationen für Patient:innen können schneller und zielgenauer entwickelt werden. Zudem dürfte die geplante Plattform auch erhebliche volkswirtschaftliche Vorteile mit sich bringen.

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Bundesregierung will Pharmaindustrie stärken: Muss das sein?

Im Koalitionsvertrag steht es, in der Nationalen Pharmastrategie ist es ebenfalls festgeschrieben, im Rahmen des Pharmadialogs wurde es bekräftigt: Die Regierung will Pharma in Deutschland stärken. Wer das als reines Lobbyprojekt der Industrie abtut, irrt gewaltig. Denn als eine der wenigen wachsenden Industrie-Branchen ist sie nicht nur wichtig für Wirtschaft und Innovationskraft. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen ist sie zudem essenziell für eine stabile Gesundheitsversorgung aller Menschen hierzulande.

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Die Arzneimittelherstellung in einer virtuellen Realität trainieren – diese Möglichkeit bietet das RESILIENCE-Programm aus dem Vereinigten Königreich. Foto: RIVERSTUDIO

Arbeiten in der Pharmabranche – ausgebildet mit Virtual Reality

Der Fachkräftemangel stellt die Pharmaindustrie vor große Herausforderungen. Erschwerend kommt hinzu: Die Herstellung von Innovationen wie Gentherapien hat nur wenig mit traditioneller Medikamentenproduktion gemein. Das Vereinigte Königreich (UK) hat daher im April 2024 das Projekt „RESILIENCE“ gestartet: Es bietet Trainingsprogramme an, mit denen etwa Berufseinsteiger:innen oder Studierende die Arzneimittelherstellung in virtueller Realität erlernen können. Ein Interview mit RESILIENCE-Direktor Ivan Wall, Professor für Regenerative Medizin an der Universität in Birmingham.

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Der medizinische Fortschritt wächst exponentiell. Die Bewertungssysteme für Innovationen wie das AMNOG sind darauf nicht vorbereitet. Das soll sich ändern. Foto: ©iStock.com/ipopba

Auf Innovationen verzichten? „Das können wir uns nicht leisten.“

Seit 15 Jahren regelt das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) die Bewertung des Zusatznutzens von neuen Arzneimitteln im Vergleich zu bestehenden Therapien und deren Erstattung durch die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Es soll sicherstellen, dass den Kosten für ein Präparat ein adäquater medizinischer Nutzen gegenübersteht. Über 500 Arzneimittel wurden seitdem bewertet. Nun muss das AMNOG aufs Trockendock. Es wurde für „klassische“ Arzneimittel mit breiter Indikation und klarer Studienlage konzipiert. Diese Zeiten sind vorbei.

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Daiichi Sankyo ist ein globales Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Tokio. Der größte Produktionsstandort außerhalb Japans liegt im deutschen Pfaffenhofen. Foto: Daiichi Sankyo

Arzneimittel-Innovationen made in Pfaffenhofen

Daiichi Sankyo ist ein globales Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Tokio. Doch der größte Produktionsstandort außerhalb Japans liegt in Deutschland: Ausgehend von Pfaffenhofen werden 55 Länder weltweit mit Arzneimitteln gegen Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beliefert. Künftig soll der Standort weiter an Bedeutung gewinnen. Wir waren vor Ort und haben mit Dr. Nora Urbanetz, Leiterin der Tech Unit in Europa, gesprochen.

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Zwar gab es 2025 deutlich weniger Masernfälle in Europa als noch 2024. Aber ein Grund zur Beruhigung ist das nicht, wie aus aktuellen Daten der WHO hervorgeht. Foto: ©iStock.com/Bilanol

Masern: Darum wird sich das hoch ansteckende Virus weiter ausbreiten

Um fast 75 Prozent: So deutlich sind die Masernerkrankungen in Europa und Zentralasien von 2024 auf 2025 zurückgegangen. Statt 127.412 Fällen waren es im vergangenen Jahr 33.998 Fälle. Das geht aus vorläufigen Daten hervor, welche die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF veröffentlicht haben. Grund zur Beruhigung liefern die aktuellen Zahlen nicht.

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Warum eine starke Pharmabranche wichtig für Deutschland ist

Sie bietet zahlreiche Arbeitsplätze und gilt als besonders forschungsintensiv: Die aktuellen „Pharma-Daten“ des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zeigen einmal mehr, warum die Pharmabranche wichtig für die Bundesrepublik ist. Daraus geht aber auch hervor: Zu Stabilität und Sicherheit kann sie nur dann voll beitragen, wenn sie politisch gestärkt wird.

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Wo stehen wir im Kampf gegen Krebs? Ein Gespräch mit dem Wissenschaftler Professor Christof von Kalle.

Weltkrebstag: Die Null als Leitmotiv in der Krebsmedizin

Der Weltkrebstag wird seit 26 Jahren am 4. Februar begangen – mit dem Ziel, Prävention, Früherkennung, Behandlung und Nachsorge von Tumorerkrankungen zu verbessern. Wo stehen wir im Kampf gegen Krebs? Dazu haben wir mit Professor Christof von Kalle gesprochen. Er ist einer der führenden Köpfe in der deutschen und europäischen Onkologie. Sein Wirken hat maßgeblich dazu beigetragen, dass moderne Krebstherapien heute zielgerichteter, effektiver und stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt sind.

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Im Interview: Professor Jin Nakahara, ein international führender Experte im Bereich der Neuroimmunologie.

Arzneimittelforschung: Ein neues Kapitel in der Neurologie

Über viele Jahre verlangte die neurowissenschaftliche Forschung vor allem eines: eine außergewöhnlich hohe Frustrationstoleranz. Das gilt nicht nur für die Menschen in den Forschungseinrichtungen dieser Welt, sondern auch in forschenden Pharmaunternehmen, deren klinischen Studien selten eine Zulassung zur Folge hatte. Doch so langsam ändert sich das, wie uns Professor Jin Nakahara im Interview erzählt. Der Japaner zählt zu den international führenden Experten im Bereich der Neuroimmunologie.

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Für das Cancer Research Institute haben sich mehrere Krebspatient:innen bereit erklärt, über ihre Erfahrungen mit Immuntherapien zu berichten – und andere Betroffene aufzuklären. Foto: ©iStock.com/Sophia Floerchinger

Immuntherapie gegen Krebs: Ein „Licht am Ende des Tunnels“

Den eigenen Körper befähigen, eine Krebserkrankung effektiv zu bekämpfen: Das ist die Idee hinter sogenannten Immunonkologika. Als die ersten Vertreter dieser Wirkstoffklasse in die Versorgung kamen, konnte niemand ahnen, wie sehr sie die Behandlung einiger Patient:innen verändern würden. Für das US-amerikanische „Cancer Research Institute“ haben sich mehrere Betroffene bereit erklärt von ihren Erfahrungen zu berichten. Darunter ist Ariella: eine junge Frau, die 14 Therapien hinter sich hatte – bis eine Immuntherapie alles änderte.

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Booster für die medizinische Forschung in Deutschland: Noch in diesem Jahr soll eine „Nationale Biobank“ eingeführt werden. Foto: ©iStock.com/metamorworks

„Nationale Biobank“ steht in den Startlöchern

Booster für die medizinische Forschung in Deutschland: Noch in diesem Jahr soll eine „Nationale Biobank“ eingeführt werden. Sie könnte für Forschende den Zugang zu Bioproben und damit verknüpften Gesundheitsdaten vereinfachen und erleichtern. Die Folge: Der Forschungsstandort Deutschland wird gestärkt, Innovationen für Patient:innen können schneller und zielgenauer entwickelt werden. Zudem dürfte die geplante Plattform auch erhebliche volkswirtschaftliche Vorteile mit sich bringen.

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Bundesregierung will Pharmaindustrie stärken: Muss das sein?

Im Koalitionsvertrag steht es, in der Nationalen Pharmastrategie ist es ebenfalls festgeschrieben, im Rahmen des Pharmadialogs wurde es bekräftigt: Die Regierung will Pharma in Deutschland stärken. Wer das als reines Lobbyprojekt der Industrie abtut, irrt gewaltig. Denn als eine der wenigen wachsenden Industrie-Branchen ist sie nicht nur wichtig für Wirtschaft und Innovationskraft. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen ist sie zudem essenziell für eine stabile Gesundheitsversorgung aller Menschen hierzulande.

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Die Arzneimittelherstellung in einer virtuellen Realität trainieren – diese Möglichkeit bietet das RESILIENCE-Programm aus dem Vereinigten Königreich. Foto: RIVERSTUDIO

Arbeiten in der Pharmabranche – ausgebildet mit Virtual Reality

Der Fachkräftemangel stellt die Pharmaindustrie vor große Herausforderungen. Erschwerend kommt hinzu: Die Herstellung von Innovationen wie Gentherapien hat nur wenig mit traditioneller Medikamentenproduktion gemein. Das Vereinigte Königreich (UK) hat daher im April 2024 das Projekt „RESILIENCE“ gestartet: Es bietet Trainingsprogramme an, mit denen etwa Berufseinsteiger:innen oder Studierende die Arzneimittelherstellung in virtueller Realität erlernen können. Ein Interview mit RESILIENCE-Direktor Ivan Wall, Professor für Regenerative Medizin an der Universität in Birmingham.

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Der medizinische Fortschritt wächst exponentiell. Die Bewertungssysteme für Innovationen wie das AMNOG sind darauf nicht vorbereitet. Das soll sich ändern. Foto: ©iStock.com/ipopba

Auf Innovationen verzichten? „Das können wir uns nicht leisten.“

Seit 15 Jahren regelt das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) die Bewertung des Zusatznutzens von neuen Arzneimitteln im Vergleich zu bestehenden Therapien und deren Erstattung durch die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Es soll sicherstellen, dass den Kosten für ein Präparat ein adäquater medizinischer Nutzen gegenübersteht. Über 500 Arzneimittel wurden seitdem bewertet. Nun muss das AMNOG aufs Trockendock. Es wurde für „klassische“ Arzneimittel mit breiter Indikation und klarer Studienlage konzipiert. Diese Zeiten sind vorbei.

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Daiichi Sankyo ist ein globales Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Tokio. Der größte Produktionsstandort außerhalb Japans liegt im deutschen Pfaffenhofen. Foto: Daiichi Sankyo

Arzneimittel-Innovationen made in Pfaffenhofen

Daiichi Sankyo ist ein globales Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Tokio. Doch der größte Produktionsstandort außerhalb Japans liegt in Deutschland: Ausgehend von Pfaffenhofen werden 55 Länder weltweit mit Arzneimitteln gegen Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beliefert. Künftig soll der Standort weiter an Bedeutung gewinnen. Wir waren vor Ort und haben mit Dr. Nora Urbanetz, Leiterin der Tech Unit in Europa, gesprochen.

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Zwar gab es 2025 deutlich weniger Masernfälle in Europa als noch 2024. Aber ein Grund zur Beruhigung ist das nicht, wie aus aktuellen Daten der WHO hervorgeht. Foto: ©iStock.com/Bilanol

Masern: Darum wird sich das hoch ansteckende Virus weiter ausbreiten

Um fast 75 Prozent: So deutlich sind die Masernerkrankungen in Europa und Zentralasien von 2024 auf 2025 zurückgegangen. Statt 127.412 Fällen waren es im vergangenen Jahr 33.998 Fälle. Das geht aus vorläufigen Daten hervor, welche die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF veröffentlicht haben. Grund zur Beruhigung liefern die aktuellen Zahlen nicht.

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Warum eine starke Pharmabranche wichtig für Deutschland ist

Sie bietet zahlreiche Arbeitsplätze und gilt als besonders forschungsintensiv: Die aktuellen „Pharma-Daten“ des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zeigen einmal mehr, warum die Pharmabranche wichtig für die Bundesrepublik ist. Daraus geht aber auch hervor: Zu Stabilität und Sicherheit kann sie nur dann voll beitragen, wenn sie politisch gestärkt wird.

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Wo stehen wir im Kampf gegen Krebs? Ein Gespräch mit dem Wissenschaftler Professor Christof von Kalle.

Weltkrebstag: Die Null als Leitmotiv in der Krebsmedizin

Der Weltkrebstag wird seit 26 Jahren am 4. Februar begangen – mit dem Ziel, Prävention, Früherkennung, Behandlung und Nachsorge von Tumorerkrankungen zu verbessern. Wo stehen wir im Kampf gegen Krebs? Dazu haben wir mit Professor Christof von Kalle gesprochen. Er ist einer der führenden Köpfe in der deutschen und europäischen Onkologie. Sein Wirken hat maßgeblich dazu beigetragen, dass moderne Krebstherapien heute zielgerichteter, effektiver und stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt sind.

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Im Interview: Professor Jin Nakahara, ein international führender Experte im Bereich der Neuroimmunologie.

Arzneimittelforschung: Ein neues Kapitel in der Neurologie

Über viele Jahre verlangte die neurowissenschaftliche Forschung vor allem eines: eine außergewöhnlich hohe Frustrationstoleranz. Das gilt nicht nur für die Menschen in den Forschungseinrichtungen dieser Welt, sondern auch in forschenden Pharmaunternehmen, deren klinischen Studien selten eine Zulassung zur Folge hatte. Doch so langsam ändert sich das, wie uns Professor Jin Nakahara im Interview erzählt. Der Japaner zählt zu den international führenden Experten im Bereich der Neuroimmunologie.

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Für das Cancer Research Institute haben sich mehrere Krebspatient:innen bereit erklärt, über ihre Erfahrungen mit Immuntherapien zu berichten – und andere Betroffene aufzuklären. Foto: ©iStock.com/Sophia Floerchinger

Immuntherapie gegen Krebs: Ein „Licht am Ende des Tunnels“

Den eigenen Körper befähigen, eine Krebserkrankung effektiv zu bekämpfen: Das ist die Idee hinter sogenannten Immunonkologika. Als die ersten Vertreter dieser Wirkstoffklasse in die Versorgung kamen, konnte niemand ahnen, wie sehr sie die Behandlung einiger Patient:innen verändern würden. Für das US-amerikanische „Cancer Research Institute“ haben sich mehrere Betroffene bereit erklärt von ihren Erfahrungen zu berichten. Darunter ist Ariella: eine junge Frau, die 14 Therapien hinter sich hatte – bis eine Immuntherapie alles änderte.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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