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ASCO 2017 - Treffpunkt für Wissenschaftler  Fachärzte  Firmenvertreter und Investoren. © iStock.com/kasto80 (Matej Kastelic) (Agenturfoto. Mit Model gestellt.)

Krebskiller gesucht

Es gibt keinen größeren Krebskongress: 38.000 Wissenschaftler, Fachärzte, Firmenvertreter und Investoren aus aller Welt treffen sich auf dem ASCO – dem jährlichen Kongress der „American Society of Clinical Oncology“ – in Chicago. Denn Krebs ist eine globale Herausforderung, die nur grenzübergreifend gelöst werden kann.

Der BPI hat die AMNOG-Daten 2019 veröffentlicht. Foto: © iStock.com/utah778

Ausgaben für Gesundheit sind eine Investition in die Zukunft

Wir leben länger. Aber leben wir auch länger gesünder? Die Studie „Die Entwicklung des Gesundheitsnutzens – Veränderungen der Krankheitslast von 1993 bis 2013 für ausgewählte Krankheitsbilder“ beantwortet diese Frage mit einem eindeutigen Ja. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) nutzt darin eine Methodik zur Messung der Krankheitslast. Sein Fazit: Ausgaben für Gesundheit sind keine Kosten, sondern eine sinnvolle Investition.

Der Bundesrat hat jetzt einem umstrittenen Gesetz zugestimmt  das die Sicherheit in der Arzneimittelversorgung verbessern soll. Foto: CC0 (Stencil)

Viel erreicht – und noch viel zu tun

„Alles geht, aber eben nur anders …“ – das Motto des diesjährigen Welt-Multiple-Sklerose-Tages am 31. Mai zeigt: Die Erkrankung ist inzwischen relativ gut behandelbar. Heilbar ist sie allerdings nicht. „Da liegt noch sehr viel Arbeit vor uns“, berichtet Prof. Dr. med. Ziemssen, Leiter des MS-Zentrums in Dresden.

Der Zugang zu Impfungen und Arzneimitteln ist in den vergangenen Jahren deutlich besser geworden – vor allem in ausgeprägten Krisenregionen. Foto: CC0 (Stencil)

Große Fortschritte in der globalen Gesundheitsversorgung

In ihrem Welt-Gesundheitsbericht 2017 listet die WHO die aktuellsten Daten auf, die die Situation der Gesundheitsversorgung weltweit kennzeichnen. Klar geht daraus hervor: Zwar steht das internationale Gesundheitssystem weiter vor großen Herausforderungen. Doch gerade in vielen „Problemregionen“ ist der Gesamtstand deutlich besser als noch zur Jahrtausendwende.

Seit Kurzem übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten einer vorbeugenden Behandlung zum Schutz vor HIV – die Folgen dürften bahnbrechend sein. Foto: ©iStock.com/nito100

„Kein Aids für alle“ – schon ab 2020?

Eine internationale Studie zeigt: Dank moderner Kombinationstherapien ist die Lebenserwartung HIV-Infizierter in Europa und Nordamerika zwischen 1996 und 2010 um rund zehn Jahre gestiegen. Wirksame Medikamente sind eine gute Voraussetzung, um die Aids-Epidemie bis 2020 zu beenden – so wie es sich die Deutsche Aids-Hilfe mit ihrer neuen Kampagne „Kein Aids für alle“ zum Ziel gesetzt hat.

Fortschritte im Kampf gegen TropenkrankheitenFoto: © iStock.com/Avatar_023

Kostenlose Behandlung für fast eine Milliarde Menschen

Der Kampf gegen die vernachlässigten Tropenkrankheiten „wird nun gewonnen“. Das schreibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Bericht „Ten Years in Public Health 2007 – 2017“. Damit zieht ihre Generaldirektorin Margaret Chan eine erste Bilanz ihrer Amtszeit. Mittlerweile haben weltweit fast eine Milliarde Menschen Zugang zu kostenlosen Arzneimitteln gegen Tropenkrankheiten.

Die Mehrheit der Hepatitis B und C-Erkrankungen bleiben unerkannt und unbehandelt.

Weltgesundheitsorganisation fordert eine „dringende Antwort“ auf Hepatitis B und C

325 Millionen Menschen – so viele leiden nach Schätzungen weltweit an einer Hepatitis B- (HBV) oder einer Hepatitis C-Infektion (HCV). Doch bei der großen Mehrheit von ihnen bleibt die Erkrankung unerkannt und unbehandelt. Das geht aus dem aktuellen Global Hepatitis Report der Weltgesundheitsorganisation hervor. Bis 2030 will die WHO die beiden gefährlichsten Hepatitis-Typen eliminieren. Dafür fehlt bislang der politische Wille – auch in Deutschland.

Der BPI hat die AMNOG-Daten 2019 veröffentlicht. Foto: © iStock.com/utah778

Die nächste Runde: Diskussion um die Mischpreise

Als „brandgefährlich“ hat Prof. Josef Hecken, der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, die Entscheidung des Landessozialgerichts (LSG) Berlin-Brandenburg bezeichnet, die im Rahmen des AMNOG verhandelten Mischpreise nicht mehr per se als wirtschaftlich anzuerkennen. Der G-BA-Chef befürchtet einen Stillstand bei der Arzneimittelentwicklung. Die Forderungen nach einer schnellen gesetzlichen Regelung werden lauter.

© Pharma Fakten e.V.
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