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Das Wichtigste in Kürze
- Krebs wird tödlich, wenn Tumore und vor allem Metastasen lebenswichtige Organe schädigen oder Organversagen verursachen.
- In Deutschland erkranken jährlich rund 490.000 Menschen, etwa 230.000 sterben an Krebs.
- Die Überlebenschancen hängen stark von der Krebsart ab: Bauchspeicheldrüsenkrebs hat eine sehr niedrige, Prostatakrebs eine deutlich höhere 5-Jahres-Überlebensrate.
- Als unheilbar gilt Krebs meist im fortgeschrittenen Stadium mit Fernmetastasen oder fehlendem Therapieansprechen. Moderne Therapien können die Erkrankung jedoch oft stabilisieren.
Krebs: Warum die Krankheit in vielen Fällen tödlich endet
Bei Krebs kommt es zur unkontrollierten Teilung krankhaft veränderter (mutierter) Zellen. Zunächst bildet sich ein Tumor, aus dem sich im weiteren Krankheitsverlauf kranke Zellen lösen. Diese wandern über die Blutbahn oder das Lymphsystem in andere Körperregionen aus und bilden Metastasen (Tochtergeschwulste) in entferntem Gewebe. Allerdings gibt es auch Krebsformen ohne feste Tumore, allen voran die Leukämie, bei der sich Krebszellen von Beginn an über das Blut im gesamten Körper verteilen.2
Die Bildung von Metastasen ist ein Grund, weshalb Krebs so gefährlich ist. Die krankhaft veränderten Zellen verdrängen und zerstören gesunde Zellen, was lebenswichtige Funktionen beeinträchtigen oder zum Organversagen führen kann.2 Auch der Ursprungstumor allein kann tödlich sein, beispielsweise dann, wenn er im Gehirn wächst und aufgrund seiner Position oder Größe inoperabel ist.
Wie viele Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Krebs?
In Deutschland erkranken jährlich etwa 230.000 Frauen und 260.000 Männer neu an Krebs – dies entspricht einer rohen Neuerkrankungsrate von rund 550 beziehungsweise 640 Personen pro 100.000 Einwohner:innen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei rund 70 Jahren.1
Wie viele Menschen sterben jährlich in Deutschland an Krebs?
Krebs ist die Ursache für ein Viertel aller Todesfälle in Deutschland. Rund 230.000 Menschen sterben pro Jahr an Krebs.4
Die häufigste krebsbedingte Todesursache ist bei Männern: Lungen-/Bronchialkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs. Bei Frauen dominieren Brustkrebs, Lungenkrebs und Darmkrebs.
Insgesamt ist das Risiko, an Krebs zu sterben, jedoch eher rückläufig. Beispielhaft sind hier die USA zu nennen, in denen das altersstandardisierte Sterberisiko in den rund 30 Jahren zwischen 1991 und 2020 um 33 Prozent zurückgegangen ist. Auch die altersstandardisierte Krebssterblichkeit in Europa geht zurück – u.a. dank verbesserter Prävention, intensivierter Vorsorgeuntersuchungen, moderner Diagnosemöglichkeiten und innovativer Therapien.8
Aktuelle News zum Thema Krebs

Krebs zurückgedrängt: „Ich bin hier, weil es die CAR-T-Zelltherapie gibt.“
CAR-T-Zelltherapien können das Leben von Menschen mit hochaggressiven Blutkrebserkrankungen auf den Kopf stellen, zunehmend sogar Hoffnung auf Heilung geben. So wie bei Jan Leidecker, der seine bewegende Geschichte auf dem „CAR-T Congress 2026“ des LAWG Deutschland e.V. in Berlin erzählte. Dort kamen Patient:innen und Fachleute aus Medizin, Wissenschaft, Industrie und Kostenträgern zusammen, um über das Potenzial dieser besonderen Behandlungsform zu sprechen. Alle waren sich einig: Im deutschen Gesundheitssystem muss sich einiges ändern, damit die Versorgung besser wird – und die Bundesrepublik beim medizinischen Fortschritt mithält.

Weniger Klinikbesuche, mehr Sicherheit: Digitale Lösungen für Brustkrebspatientinnen
Brustkrebs ist heute oft gut behandelbar. Selbst im metastasierten Stadium können die Patien:tinnen häufig noch viele Jahre mit der fortgeschrittenen Erkrankung leben. Moderne Therapien machen jedoch eine engmaschige medizinische Betreuung erforderlich. Die zahlreichen Klinikbesuche stellen für Betroffene und ihre Angehörigen eine erhebliche Belastung dar. Digitale Lösungen sollen hier unterstützen, Wege reduzieren und zugleich die Sicherheit erhöhen. Ein Interview mit Nicolas Weber, Head Innovation & Activation beim forschenden Pharmaunternehmen Novartis Deutschland.

Intelligentes Trio: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate gegen Krebs
Wer heute über die wichtigsten Innovationsmotoren in der Onkologie nachdenkt, kommt an ihnen nicht vorbei: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate; kurz: ADCs. Sie verändern spürbar, wie Krebs behandelt wird, denn sie verbinden die Zielgenauigkeit von Antikörpern mit der Kraft hochpotenter Chemotherapien. Im bayerischen Pfaffenhofen entsteht zurzeit ein Zentrum zu Entwicklung und Herstellung dieser Präparate. Das Ziel: Das Leben von Menschen mit Krebserkrankungen nachhaltig zu verändern.
Wie hoch sind die Überlebenschancen bei Krebs?
Allgemeingültige Aussagen zur Überlebenschance bei einer Krebsdiagnose lassen sich nicht treffen, denn es kommt immer auf den Einzelfall an. Neben der Art der Krebserkrankung spielen beispielsweise das Alter sowie etwaige Vorerkrankungen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus kommt es darauf an, wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist und wie schnell er wächst – also wie aggressiv er ist.
Das Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) gilt als besonders gefährliche Erkrankung, die häufig zum Tode führt. 2020 erkrankten in Deutschland 9.960 Frauen und 10.270 Männer an einem Tumor in der Bauchspeicheldrüse, im selben Jahr starben 9.474 Frauen und 9.448 Männer. Die standardisierte Sterberate ist somit mit Werten von 10,0 und 13,4 pro 100.000 Personen ähnlich hoch wie die Erkrankungsrate (11,4 bei Frauen und 15,1 bei Männern). Die absolute Überlebensrate liegt nach 5 Jahren bei 10 Prozent (Frauen) beziehungsweise 9 Prozent (Männer), nach 10 Jahren bei 7 beziehungsweise 6 Prozent.1
Ganz anders sehen die Zahlen beispielsweise bei Prostatakrebs aus: 2020 erkrankten 65.820 Männer neu an einem Prostatatumor, im gleichen Jahr erlagen 15.403 Männer der Krebserkrankung. Die absolute Überlebensrate nach 5 Jahren liegt bei 75 Prozent, nach 10 Jahren bei 57 Prozent – die Prognose ist also weitaus besser als bei Bauchspeicheldrüsenkrebs.1 Die Frage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, Krebs zu überleben, lässt sich pauschal nicht beantworten.
Wann ist Krebs unheilbar?
Manchmal lässt sich das Tumorwachstum bei Krebs nicht mehr aufhalten. Ärzt:innen sprechen dann von Krebs im Endstadium oder in der Terminalphase. Die Chancen auf eine Heilung sinken vor allem dann, wenn sich sogenannte Fernmetastasen gebildet haben – also Tochtergeschwülste fernab vom Ursprungstumor. Auch dann, wenn der Krebs trotz Behandlung schnell wiederkommt oder gar nicht auf die Therapie anspricht, ist die Prognose eher schlecht.5
Allerdings gilt auch hier: Prognosen orientieren sich an Durchschnittswerten, der Krankheitsverlauf bei Krebs ist jedoch immer individuell. Auch im bereits fortgeschrittenen Stadium kann die Krebserkrankung häufig noch stabilisiert werden, manchmal über Jahre hinweg. Insbesondere innovative Therapieformen haben dazu geführt, dass sich Krebs in vielen Fällen von einer tödlichen zu einer chronischen Krankheit entwickelt hat5. Es ist ein Leben mit der Krankheit, die nicht fortschreitet.
Dennoch: Wächst der Tumor immer schneller, und das trotz Therapie, und sind die Lymphknoten ebenfalls von Krebszellen befallen, kann dies die Körperfunktionen erheblich einschränken. Patient:innen verlieren zunehmend an Kräften, das Immunsystem ist geschwächt, was das Risiko für Infektionen und Entzündungen (zum Beispiel Lungenentzündungen) erhöht. Darüber hinaus leiden Betroffene in dieser Phase häufig unter Gewichtsverlust (Tumorkachexie), allgemeiner Müdigkeit und Wassereinlagerungen.6
Die Möglichkeiten der modernen Medizin erlauben es immer öfter, bösartige Tumore in einem frühen Stadium zu diagnostizieren und adäquat zu behandeln. Vorsorgeuntersuchungen nehmen daher bei der Krebsbekämpfung eine herausragende Stellung ein, und dies gilt für alle Krebsarten gleichermaßen, für Lungenkrebs ebenso wie für Brustkrebs, Prostatakrebs und schwarzen Hautkrebs.7
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Warum heißt Krebs Krebs?
Viele Bezeichnungen für Krankheiten sind allgemein eher unbekannt – dies gilt jedoch nicht für den Begriff Krebs. Im Gegenteil: Kaum ein medizinischer Begriff ist mit so viel Angst und Schrecken verbunden. Immerhin erkranken etwa 500.000 Menschen jährlich an Krebs – allein in Deutschland1. Doch warum heißt die Krankheit Krebs Krebs, wie hat sich der Begriff über die Jahrhunderte entwickelt und was genau wird unter der Bezeichnung heute verstanden?

Krebs Mythen – wahr oder falsch?
Trotz großer wissenschaftlicher Fortschritte und zunehmender medizinischer Aufklärung gibt es einige Krebs-Mythen, die sich hartnäckig halten. Doch wie viel Wahrheitsgehalt haben Aussagen wie „Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Zucker und Krebs“ oder „Bügel-BHs verursachen Krebs“ tatsächlich? Eines ist ganz klar: Es ist wichtig, stets zwischen wissenschaftlich fundierten Informationen und Mythen zu unterscheiden.

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Speiseröhrenkrebs, das sogenannte Ösophaguskarzinom, betrifft Männer häufiger als Frauen. Insbesondere in den westlichen Industriestaaten weist Speiseröhrenkrebs jedoch für beide Geschlechter die größten Zuwachsraten aller Krebsarten auf. Wo die Ursachen für diese Entwicklung liegen, welche Symptome auf ein Karzinom in der Speiseröhre hindeuten können und wie der aktuelle Forschungsstand zum Thema Speiseröhrenkrebs ist, können Sie in diesem Artikel nachlesen.
Quellen:
Krebs in Deutschland für 2019/2020
https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_2023.pdf?__blob=publicationFileWie gefährlich ist Krebs?
https://www.staerkergegenkrebs.de/krebsarten/krebs/wie-gefaehrlich-ist-krebs/Warum bekommen wir Krebs und was macht die Krankheit so gefährlich?
https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/detail/warum-bekommen-wir-krebs-und-was-macht-die-krankheit-so-gefaehrlichKrebs war 2019 für ein Viertel aller Todesfälle in Deutschland verantwortlich
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/02/PD21_N010_231.htmlFamiliencoach Krebs
https://krebs.aok.de/uebersicht/palliative-situation/behandlung-und-versorgung/diagnose-unheilbarer-krebsKrebsstadien: TNM-Klassifikation, Verlauf & Krebs im Endstadium
https://www.pflege.de/krankheiten/krebs/stadien/Schwarzer Hautkrebs: Mehr Prävention und Früherkennung gefragt
https://pharma-fakten.de/grafiken/schwarzer-hautkrebs-mehr-pravention-und-fruherkennung-gefragt/Krebssterblichkeit sinkt weiter – wegen Therapiefortschritten
https://pharma-fakten.de/news/krebssterblichkeit-sinkt-weiter-wegen-therapiefortschritten/Studie: Krebssterblichkeit in Europa sinkt
https://pharma-fakten.de/grafiken/1062-studie-krebssterblichkeit-in-europa-sinkt/
