Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Die Aussage des Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, die Ausgaben für patentgeschützte Arzneimittel seien um 180 Prozent gestiegen, ist von Fakten nicht gedeckt. Ein Kommentar. Foto: ©iStock.com/Nudphon Phuengsuwan

Arzneimittelausgaben: Hochzeit der Zahlenjongleure

Im Interview mit dem Tagesspiegel hat der Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes Oliver Blatt mehr Kostenkontrolle bei den Ausgaben für patentgeschützte, innovative Arzneimittel gefordert. Seine Aussage, diese seien seit 2012 um 180 Prozent gestiegen, ist von Fakten nicht gedeckt. Ein Kommentar von Florian Martius.

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Kürzungen bei Entwicklungshilfen bedrohen die Gesundheit von Menschen weltweit. Laut einer aktuellen Studie drohen viele zusätzliche Tuberkulose-Fälle. Foto: iStock.com / Md Ariful Islam

Gekürzte Gelder im Kampf gegen Tuberkulose: Das könnte der Menschheit teuer zu stehen kommen

Rund 1,3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr auf dem Globus an Tuberkulose – dabei ist sie heilbar. Statt alle Kräfte zu bündeln, um die Krankheit zu eliminieren, macht die Weltgemeinschaft Rückschritte. Eine Studie im Fachblatt „The Lancet Global Health“ zeigt: Kürzen Geberländer wie die USA oder Deutschland ihre Entwicklungshilfen, könnte das viele zusätzliche Infektionen und Todesfälle zur Folge haben.

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Die Leitlinie zur Früherkennung von Prostatakrebs wurde aktualisiert – wir haben mit dem Leitlinien-Koordinator Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm über die Folgen für Patienten gesprochen.

Früherkennung von Prostatakrebs: Das ändert sich für die Patienten

Männer ab 45 Jahren sollten regelmäßig ihre Prostata untersuchen lassen. Dafür gibt es jetzt neue Leitlinien-Empfehlungen. Sie bieten Vorteile aus medizinischer Sicht – doch bislang ist unklar, ob und wann dafür eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen erfolgt. Wir haben mit Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm über die aktualisierte Leitlinie gesprochen – und über die Konsequenzen, die sich daraus für die Patienten ergeben. Grimm war federführend an der Aktualisierung der Leitlinie beteiligt.

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2004 kam die erste gezielt wirkende Therapie gegen Schuppenflechte in die Apotheken – ein Wendepunkt. Heute stehen fast 30 Präparate zur Verfügung. Und die Forschung geht weiter. Foto: iStock.com / SeventyFour

Psoriasis: Wie Innovation Krankheit besiegt

Bei der Therapie der Schuppenflechte gibt es einen genau definierten Wendepunkt: 2004 kam die erste gezielt wirkende Therapie in die Apotheken; sie löste die bisherigen Therapien „mit der Brechstange“ ab. Heute stehen den Menschen fast 30 Präparate zur Verfügung – und die Forschung geht weiter. In der Pharma Fakten-Serie „Wie Innovation Krankheit besiegt“ geht es diesmal um die Erfolge bei der Behandlung der Psoriasis.

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Rund 650.000 Menschen sind in Deutschland von Vitiligo betroffen. Die typischen weißen Flecken belasten die Betroffenen mitunter stark. Es gibt Behandlungsmöglichkeiten – doch die erreichen nicht alle Patient:innen. Foto: ©iStock.com/Alexandr Muşuc

Weißfleckenkrankheit Vitiligo: Zwischen Stigma und Versorgungslücken

Rund 650.000 Menschen in Deutschland sind von Vitiligo betroffen – eine chronische Autoimmunerkrankung. Die typischen weißen Flecken auf der Haut belasten viele Betroffene sehr stark. Sie kämpfen mit Vorurteilen, Stigmatisierung sowie den psychischen Auswirkungen – und erhalten oft nicht die medizinische Versorgung, die ihnen eigentlich zusteht.

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In den vergangenen Jahrzehnten ist es dank Arzneimittelentwicklungen gelungen, Sterblichkeit und Hospitalisierungsraten in Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich zu senken. Foto: iStock.com / Suphaporn

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Wie Innovation Krankheit besiegt

Herz-Kreislauf-Leiden – kein Krankheitskomplex hat mehr Menschenleben auf dem Gewissen. In den vergangenen Jahrzehnten ist es dank Arzneimittelentwicklungen allerdings gelungen, Sterblichkeit und Hospitalisierungsraten deutlich zu senken. So liegt heute das Risiko, vorzeitig an Herzinfarkt und Co. zu sterben, bei gleichem Alter um 75 Prozent niedriger als 1950. Doch es gibt noch viel zu tun – die Entwicklung neuer Therapieansätze geht deshalb weiter.

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Die Menschheit hat im 21. Jahrhundert immense Fortschritte im Kampf gegen zahlreiche Krankheiten gemacht – wie es in Zukunft weitergeht, ist auch eine Sache der Politik. Foto: ©iStock.com/Gorodenkoff Productions

How-to: Mit Innovationen Leben retten und Kosten sparen

Medizinisch gesehen sind es unglaubliche Zeiten: Die Menschheit hat im 21. Jahrhundert immense Fortschritte im Kampf gegen zahlreiche Krankheiten gemacht – Heilmittel gegen Hepatitis C, Immuntherapien gegen Tumore, die CAR-T-Technologie gegen Blutkrebserkrankungen. Und damit nicht genug: „Wir stehen an der Schwelle zu weiteren Medizin-Revolutionen“, so der US-amerikanische Pharmaverband PhRMA in einem Bericht. Die erhofften Durchbrüche „könnten die Krankheitslast für Millionen Menschen und für Gesundheitssysteme weltweit grundlegend reduzieren.“ Die Politik muss aber mitziehen.

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Die Behandlung von Menschen mit Diabetes hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Das liegt vor allem an der Entwicklung von neuen Arzneimitteln und Arzneimittelklassen. Foto: iStock.com / DGLimages

Wie Innovation Krankheit besiegt: Diabetes

Die Behandlung von Menschen mit Diabetes hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Das liegt vor allem an der Entwicklung von neuen Arzneimitteln und Arzneimittelklassen, die neben der Kontrolle des Blutzuckers auch die Folge- und Begleiterkrankungen vermindern helfen. In der Pharma Fakten-Serie „Wie Innovation Krankheit besiegt“ geht es diesmal um die Stoffwechselerkrankung Diabetes.

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Rund 20 krankheitsmodifizierende Substanzen stehen Menschen mit Multipler Sklerose (MS) zur Verfügung. Die Forschungspipelines der Pharmaunternehmen sind gut gefüllt. Foto: iStock.com / 24K-Production; ergänzt um Logo: Pharma Fakten

Wie Innovation Krankheit besiegt: Multiple Sklerose

Der Fortschritt in der medikamentösen Behandlung der Nervenerkrankung Multiple Sklerose (MS) ist so rasant, dass die Wissenschaft hofft, sie eines Tages heilen zu können. Seit dem ersten wirksamen Medikament vor über 30 Jahren stehen Menschen mit MS heute rund 20 krankheitsmodifizierende Substanzen zur Verfügung. Und die Forschungspipelines der Pharmaunternehmen sind gut gefüllt.

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Die Aussage des Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, die Ausgaben für patentgeschützte Arzneimittel seien um 180 Prozent gestiegen, ist von Fakten nicht gedeckt. Ein Kommentar. Foto: ©iStock.com/Nudphon Phuengsuwan

Arzneimittelausgaben: Hochzeit der Zahlenjongleure

Im Interview mit dem Tagesspiegel hat der Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes Oliver Blatt mehr Kostenkontrolle bei den Ausgaben für patentgeschützte, innovative Arzneimittel gefordert. Seine Aussage, diese seien seit 2012 um 180 Prozent gestiegen, ist von Fakten nicht gedeckt. Ein Kommentar von Florian Martius.

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Kürzungen bei Entwicklungshilfen bedrohen die Gesundheit von Menschen weltweit. Laut einer aktuellen Studie drohen viele zusätzliche Tuberkulose-Fälle. Foto: iStock.com / Md Ariful Islam

Gekürzte Gelder im Kampf gegen Tuberkulose: Das könnte der Menschheit teuer zu stehen kommen

Rund 1,3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr auf dem Globus an Tuberkulose – dabei ist sie heilbar. Statt alle Kräfte zu bündeln, um die Krankheit zu eliminieren, macht die Weltgemeinschaft Rückschritte. Eine Studie im Fachblatt „The Lancet Global Health“ zeigt: Kürzen Geberländer wie die USA oder Deutschland ihre Entwicklungshilfen, könnte das viele zusätzliche Infektionen und Todesfälle zur Folge haben.

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Die Leitlinie zur Früherkennung von Prostatakrebs wurde aktualisiert – wir haben mit dem Leitlinien-Koordinator Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm über die Folgen für Patienten gesprochen.

Früherkennung von Prostatakrebs: Das ändert sich für die Patienten

Männer ab 45 Jahren sollten regelmäßig ihre Prostata untersuchen lassen. Dafür gibt es jetzt neue Leitlinien-Empfehlungen. Sie bieten Vorteile aus medizinischer Sicht – doch bislang ist unklar, ob und wann dafür eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen erfolgt. Wir haben mit Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm über die aktualisierte Leitlinie gesprochen – und über die Konsequenzen, die sich daraus für die Patienten ergeben. Grimm war federführend an der Aktualisierung der Leitlinie beteiligt.

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2004 kam die erste gezielt wirkende Therapie gegen Schuppenflechte in die Apotheken – ein Wendepunkt. Heute stehen fast 30 Präparate zur Verfügung. Und die Forschung geht weiter. Foto: iStock.com / SeventyFour

Psoriasis: Wie Innovation Krankheit besiegt

Bei der Therapie der Schuppenflechte gibt es einen genau definierten Wendepunkt: 2004 kam die erste gezielt wirkende Therapie in die Apotheken; sie löste die bisherigen Therapien „mit der Brechstange“ ab. Heute stehen den Menschen fast 30 Präparate zur Verfügung – und die Forschung geht weiter. In der Pharma Fakten-Serie „Wie Innovation Krankheit besiegt“ geht es diesmal um die Erfolge bei der Behandlung der Psoriasis.

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Rund 650.000 Menschen sind in Deutschland von Vitiligo betroffen. Die typischen weißen Flecken belasten die Betroffenen mitunter stark. Es gibt Behandlungsmöglichkeiten – doch die erreichen nicht alle Patient:innen. Foto: ©iStock.com/Alexandr Muşuc

Weißfleckenkrankheit Vitiligo: Zwischen Stigma und Versorgungslücken

Rund 650.000 Menschen in Deutschland sind von Vitiligo betroffen – eine chronische Autoimmunerkrankung. Die typischen weißen Flecken auf der Haut belasten viele Betroffene sehr stark. Sie kämpfen mit Vorurteilen, Stigmatisierung sowie den psychischen Auswirkungen – und erhalten oft nicht die medizinische Versorgung, die ihnen eigentlich zusteht.

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In den vergangenen Jahrzehnten ist es dank Arzneimittelentwicklungen gelungen, Sterblichkeit und Hospitalisierungsraten in Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich zu senken. Foto: iStock.com / Suphaporn

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Wie Innovation Krankheit besiegt

Herz-Kreislauf-Leiden – kein Krankheitskomplex hat mehr Menschenleben auf dem Gewissen. In den vergangenen Jahrzehnten ist es dank Arzneimittelentwicklungen allerdings gelungen, Sterblichkeit und Hospitalisierungsraten deutlich zu senken. So liegt heute das Risiko, vorzeitig an Herzinfarkt und Co. zu sterben, bei gleichem Alter um 75 Prozent niedriger als 1950. Doch es gibt noch viel zu tun – die Entwicklung neuer Therapieansätze geht deshalb weiter.

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Die Menschheit hat im 21. Jahrhundert immense Fortschritte im Kampf gegen zahlreiche Krankheiten gemacht – wie es in Zukunft weitergeht, ist auch eine Sache der Politik. Foto: ©iStock.com/Gorodenkoff Productions

How-to: Mit Innovationen Leben retten und Kosten sparen

Medizinisch gesehen sind es unglaubliche Zeiten: Die Menschheit hat im 21. Jahrhundert immense Fortschritte im Kampf gegen zahlreiche Krankheiten gemacht – Heilmittel gegen Hepatitis C, Immuntherapien gegen Tumore, die CAR-T-Technologie gegen Blutkrebserkrankungen. Und damit nicht genug: „Wir stehen an der Schwelle zu weiteren Medizin-Revolutionen“, so der US-amerikanische Pharmaverband PhRMA in einem Bericht. Die erhofften Durchbrüche „könnten die Krankheitslast für Millionen Menschen und für Gesundheitssysteme weltweit grundlegend reduzieren.“ Die Politik muss aber mitziehen.

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Die Behandlung von Menschen mit Diabetes hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Das liegt vor allem an der Entwicklung von neuen Arzneimitteln und Arzneimittelklassen. Foto: iStock.com / DGLimages

Wie Innovation Krankheit besiegt: Diabetes

Die Behandlung von Menschen mit Diabetes hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Das liegt vor allem an der Entwicklung von neuen Arzneimitteln und Arzneimittelklassen, die neben der Kontrolle des Blutzuckers auch die Folge- und Begleiterkrankungen vermindern helfen. In der Pharma Fakten-Serie „Wie Innovation Krankheit besiegt“ geht es diesmal um die Stoffwechselerkrankung Diabetes.

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Rund 20 krankheitsmodifizierende Substanzen stehen Menschen mit Multipler Sklerose (MS) zur Verfügung. Die Forschungspipelines der Pharmaunternehmen sind gut gefüllt. Foto: iStock.com / 24K-Production; ergänzt um Logo: Pharma Fakten

Wie Innovation Krankheit besiegt: Multiple Sklerose

Der Fortschritt in der medikamentösen Behandlung der Nervenerkrankung Multiple Sklerose (MS) ist so rasant, dass die Wissenschaft hofft, sie eines Tages heilen zu können. Seit dem ersten wirksamen Medikament vor über 30 Jahren stehen Menschen mit MS heute rund 20 krankheitsmodifizierende Substanzen zur Verfügung. Und die Forschungspipelines der Pharmaunternehmen sind gut gefüllt.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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