Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Arzneimittel-Resistenzen ist  wenn Medikamente ihre Wirkung verlieren. Ein ganzes Jahrhundert des medizinischen Fortschritts ist in Gefahr  sagt die IACG. Foto: © iStock.com/Halfpoint

Kassen zahlen netto 22 Prozent weniger als brutto

39,7 Milliarden Euro nach Apothekenverkaufspreisen – de facto aber nur 31 Milliarden: Diese Summe haben Deutschlands gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) im Jahr 2016 für Arzneimittel ausgegeben. Auf insgesamt 8,7 Milliarden Euro belaufen sich die Einsparungen, die die Kassen aus verschiedenen Quellen erzielen – mehr als ein Fünftel der Gesamtkosten.

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Der Kampf gegen das Coronavirus  die Forschung an Medikamenten sowie Impfstoffen profitiert von Netzwerken  die bereits in den Jahren zuvor aufgebaut wurden. Foto: CC0 (Stencil)

Der Mischpreis und die Folgen für Patienten

Im Rahmen der AMNOG-Nutzenbewertung handeln Hersteller und GKV-Spitzenverband seit Jahren so genannte „Mischpreise“ aus, wenn es bei einem Medikament in bestimmten Patienten-Untergruppen unterschiedliche Nutzenbewertungen gibt. Seit einer Eilentscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg aber steht dieser Konsens wieder in der Diskussion. Die Folge: Experten fürchten „massenweise Verordnungsausschlüsse“ und sehen gesetzlichen Handlungsbedarf.

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Hochkarätige Expertenrunde: Im Tiermedizinischen Theater der Charité informiert BMG-Staatssekretär Lutz Stroppe (zweiter von links) über das Arztinformationssystem. Foto: © Boehringer Ingelheim

Schlüsselrolle zur AIS-Umsetzung wird beim G-BA liegen

Staatssekretär Lutz Stroppe hat einen ersten Einblick in die Umsetzungsplanung für das neue Arztinformationssystem gewährt. Das AIS soll Deutschlands Ärzte künftig schnell und exakt über alle AMNOG-Entscheidungen zu neuen Arzneimitteln informieren und sie bei einer sachgerechten Therapie unterstützen – ihnen aber nicht vorschreiben, wie ihre Therapieentscheidung auszufallen hat. Verantwortlich für die Umsetzung wird der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sein.

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Arzneimittel-Resistenzen ist  wenn Medikamente ihre Wirkung verlieren. Ein ganzes Jahrhundert des medizinischen Fortschritts ist in Gefahr  sagt die IACG. Foto: © iStock.com/Halfpoint

Von A wie AMNOG bis N wie Naturschutz

Lieferengpässe bei Arzneimitteln gibt es häufiger als erwünscht. Wenn daraus Versorgungsengpässe werden, kann das gerade bei lebensbedrohlichen Erkrankungen die Arzneimitteltherapiesicherheit beeinträchtigen. Die Gründe für Lieferengpässe sind vielfältig und reichen von A wie AMNOG bis N wie Naturschutz. Ein Lieferengpass muss aber noch lange kein Versorgungsengpass sein.

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Schutz vor Arzneimittelfälschungen: securPharm. Foto: © securPharm e.V.

securPharm – Der Countdown zur Umsetzung läuft

Seit einigen Tagen ist neben BPI, vfa und BAH mit ProGenerika nun auch der vierte große Verband der deutschen Pharmabranche Gesellschafter bei ACS PharmaProtect, dem zentralen Baustein des securPharm-Systems. Damit ist Deutschland zwar Vorreiter beim EU-weiten Schutzschild vor gefälschten Arzneimitteln. Aber auch hier stehen viele Hersteller noch vor einer harten Vorbereitungsphase.

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Die Summe der Zwangsrabatte auf Arzneimittel hat einen neuen Höchststand erreicht.

Ausgaben für Arzneimittel wachsen moderat

Ein „verhaltenes Umsatzwachstum“ von vier Prozent im deutschen Apothekenmarkt vermeldet der Datenanalyst QuintilesIMS für das Jahr 2016. Der Zuwachs resultiert vor allem aus innovativen Produkten, die sich zunehmend in der Versorgung etablieren.

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Neue Antibiotika werden dringend gebraucht. Das britische Gesundheitssystem testet deshalb ein neues Bezahlmodell  um die Entwicklung von Antiinfektiva zu beschleunigen. Foto: ©iStock.com/microgen

Die „Vier-Hebel-Strategie“ des BMG beginnt zu greifen

Dass die WHO vor wenigen Tagen erstmals einen Katalog der „zwölf gefährlichsten Antibiotika der Welt“ veröffentlicht hat, war kein Zufall: Die Liste ist der erste Umsetzungsschritt der „Vier-Hebel-Strategie“, die das Bundesgesundheitsministerium im Vorfeld des G20-Gipfels im Mai 2017 erarbeitet hat.

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Die Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste leukämische Erkrankung in Deutschland. Foto: © iStock.com/Dr_Microbe

HARMONY: Wenn Medizin auf Informatik trifft

HARMONY will die Behandlung von Blutkrebskrankheiten verbessern. Künftig sollen den Patienten effizientere Behandlungen schneller zur Verfügung stehen. Dazu setzen die Macher von HARMONY auf Datenverarbeitung im großen Stil. Mit dabei: Universitäten, klinische Zentren und sieben Pharmaunternehmen.

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Arzneimittel-Resistenzen ist  wenn Medikamente ihre Wirkung verlieren. Ein ganzes Jahrhundert des medizinischen Fortschritts ist in Gefahr  sagt die IACG. Foto: © iStock.com/Halfpoint

Kassen zahlen netto 22 Prozent weniger als brutto

39,7 Milliarden Euro nach Apothekenverkaufspreisen – de facto aber nur 31 Milliarden: Diese Summe haben Deutschlands gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) im Jahr 2016 für Arzneimittel ausgegeben. Auf insgesamt 8,7 Milliarden Euro belaufen sich die Einsparungen, die die Kassen aus verschiedenen Quellen erzielen – mehr als ein Fünftel der Gesamtkosten.

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Der Kampf gegen das Coronavirus  die Forschung an Medikamenten sowie Impfstoffen profitiert von Netzwerken  die bereits in den Jahren zuvor aufgebaut wurden. Foto: CC0 (Stencil)

Der Mischpreis und die Folgen für Patienten

Im Rahmen der AMNOG-Nutzenbewertung handeln Hersteller und GKV-Spitzenverband seit Jahren so genannte „Mischpreise“ aus, wenn es bei einem Medikament in bestimmten Patienten-Untergruppen unterschiedliche Nutzenbewertungen gibt. Seit einer Eilentscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg aber steht dieser Konsens wieder in der Diskussion. Die Folge: Experten fürchten „massenweise Verordnungsausschlüsse“ und sehen gesetzlichen Handlungsbedarf.

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Hochkarätige Expertenrunde: Im Tiermedizinischen Theater der Charité informiert BMG-Staatssekretär Lutz Stroppe (zweiter von links) über das Arztinformationssystem. Foto: © Boehringer Ingelheim

Schlüsselrolle zur AIS-Umsetzung wird beim G-BA liegen

Staatssekretär Lutz Stroppe hat einen ersten Einblick in die Umsetzungsplanung für das neue Arztinformationssystem gewährt. Das AIS soll Deutschlands Ärzte künftig schnell und exakt über alle AMNOG-Entscheidungen zu neuen Arzneimitteln informieren und sie bei einer sachgerechten Therapie unterstützen – ihnen aber nicht vorschreiben, wie ihre Therapieentscheidung auszufallen hat. Verantwortlich für die Umsetzung wird der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sein.

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Arzneimittel-Resistenzen ist  wenn Medikamente ihre Wirkung verlieren. Ein ganzes Jahrhundert des medizinischen Fortschritts ist in Gefahr  sagt die IACG. Foto: © iStock.com/Halfpoint

Von A wie AMNOG bis N wie Naturschutz

Lieferengpässe bei Arzneimitteln gibt es häufiger als erwünscht. Wenn daraus Versorgungsengpässe werden, kann das gerade bei lebensbedrohlichen Erkrankungen die Arzneimitteltherapiesicherheit beeinträchtigen. Die Gründe für Lieferengpässe sind vielfältig und reichen von A wie AMNOG bis N wie Naturschutz. Ein Lieferengpass muss aber noch lange kein Versorgungsengpass sein.

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Schutz vor Arzneimittelfälschungen: securPharm. Foto: © securPharm e.V.

securPharm – Der Countdown zur Umsetzung läuft

Seit einigen Tagen ist neben BPI, vfa und BAH mit ProGenerika nun auch der vierte große Verband der deutschen Pharmabranche Gesellschafter bei ACS PharmaProtect, dem zentralen Baustein des securPharm-Systems. Damit ist Deutschland zwar Vorreiter beim EU-weiten Schutzschild vor gefälschten Arzneimitteln. Aber auch hier stehen viele Hersteller noch vor einer harten Vorbereitungsphase.

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Die Summe der Zwangsrabatte auf Arzneimittel hat einen neuen Höchststand erreicht.

Ausgaben für Arzneimittel wachsen moderat

Ein „verhaltenes Umsatzwachstum“ von vier Prozent im deutschen Apothekenmarkt vermeldet der Datenanalyst QuintilesIMS für das Jahr 2016. Der Zuwachs resultiert vor allem aus innovativen Produkten, die sich zunehmend in der Versorgung etablieren.

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Neue Antibiotika werden dringend gebraucht. Das britische Gesundheitssystem testet deshalb ein neues Bezahlmodell  um die Entwicklung von Antiinfektiva zu beschleunigen. Foto: ©iStock.com/microgen

Die „Vier-Hebel-Strategie“ des BMG beginnt zu greifen

Dass die WHO vor wenigen Tagen erstmals einen Katalog der „zwölf gefährlichsten Antibiotika der Welt“ veröffentlicht hat, war kein Zufall: Die Liste ist der erste Umsetzungsschritt der „Vier-Hebel-Strategie“, die das Bundesgesundheitsministerium im Vorfeld des G20-Gipfels im Mai 2017 erarbeitet hat.

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Die Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste leukämische Erkrankung in Deutschland. Foto: © iStock.com/Dr_Microbe

HARMONY: Wenn Medizin auf Informatik trifft

HARMONY will die Behandlung von Blutkrebskrankheiten verbessern. Künftig sollen den Patienten effizientere Behandlungen schneller zur Verfügung stehen. Dazu setzen die Macher von HARMONY auf Datenverarbeitung im großen Stil. Mit dabei: Universitäten, klinische Zentren und sieben Pharmaunternehmen.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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