Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Gesundheit und Pflege sind die „neue Leitökonomie der 20er Jahre“, so Bayerns Gesundheitsminister Holetschek im Interview. Er findet: Die Bundesregierung tut „viel zu wenig“, um die Arzneimittelversorgung in Deutschland sicherzustellen. Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege / Fotograf: Henning Schacht

Holetschek: Verlässliche Arzneimittelversorgung „mehr als nur systemrelevant“

Gesundheit und Pflege sind „bedeutsamer Beschäftigungs- und Wirtschaftsfaktor“, sagt Klaus Holetschek, Bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege. Im Pharma Fakten-Interview kritisiert er, dass die Bundesregierung „insgesamt viel zu wenig“ tut, um die Arzneimittelversorgung in Deutschland sicherzustellen. Angesichts der Debatten um die Finanzierung des Gesundheitssystems warnt er: Es wäre „fatal, an der falschen Stelle zu sparen.“ Daher müsse die Bundesregierung „unbedingt“ den Dialog mit der Pharmabranche suchen. „Ansonsten wird sie essentielle Versorgungsstrukturen zerstören“.

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Am 26. April will die Europäische Kommission ihren Entwurf für eine neue Arzneimittelgesetzgebung veröffentlichen. Dabei scheinen die Verantwortlichen etwas Wichtiges vergessen zu haben. Foto: ©iStock.com/ijeab

EU-Pharma-Paket: Wettbewerbsfähigkeit Europas in Gefahr?

Am 26. April will die Europäische Kommission ihren Entwurf für ein EU-Pharma-Paket veröffentlichen. Es geht um eine „grundlegende Überarbeitung des Rechtsrahmens für die Pharmaindustrie“, erklärt der deutsche Pharmaverband vfa. Die neue Arzneimittelgesetzgebung wird die Bereiche „Gesundheit, Wissenschaft, Arbeitsplätze und Wachstum für die nächsten 20 bis 30 Jahre prägen“, so der europäische Pharmaverband EFPIA. Daher sei es „äußerst beunruhigend“, dass bislang nicht untersucht wurde, welche Auswirkungen die geplanten Regelungen auf die Wettbewerbsfähigkeit Europas haben werden.

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Eine aktuelle Analyse über 13 afrikanische Länder hinweg zeigt: Investitionen in den Kampf gegen HIV/AIDS lohnen sich in dreifacher Hinsicht. Foto: ©iStock.com/Rasi Bhadramani

HIV eindämmen: Gut für Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft

Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen bräuchten rund 29 Milliarden US-Dollar pro Jahr, soll HIV/Aids bis 2030 als Gefahr für die öffentliche Gesundheit beendet werden. Das schätzt UNAIDS, das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen. Eine Analyse über 13 afrikanische Länder hinweg zeigt nun: Solche Investitionen lohnen sich in dreifacher Hinsicht. Denn sie würden nicht nur Millionen Menschenleben retten – sie hätten positive Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung, die Gesellschaft und die Wirtschaft.

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„5 für Gesundheit“: Auf einer Pfizer-Veranstaltung diskutierten 5 Expert:innen über ihre Ideen und aktuelle Entwicklungen im deutschen Gesundheitssystem. Foto: ©iStock.com/ipopba

Reformstau im Gesundheitswesen: „Allergie gegen Konjunktiv“

Zu viel Komplexität und Bürokratie, zu wenig Kommunikation und Vernetzung: Diese Kritik am deutschen Gesundheitssystem hält schon seit Jahrzehnten an. Wer daran etwas ändern will, braucht Durchhaltevermögen. Dass es sich lohnt dranzubleiben, zeigte sich bei „5 für Gesundheit“ – eine Dialogplattform, die das forschende Pharma-Unternehmen Pfizer initiiert hat. 5 Fachleute diskutierten in einer Gesprächsrunde über ihre Ideen und aktuelle Entwicklungen – die das Leben von vielen Patient:innen und Bürger:innen besser machen sollen.

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Deutschland braucht eine ganzheitlich gedachte Gesundheitspolitik, in der Gesundheits-, Wirtschafts- und Standortpolitik integriert umgesetzt wird. Darauf hat die Geschäftsleitung von Boehringer Ingelheim aufmerksam gemacht. Foto: ©Boehringer Ingelheim

Pharma-Forschung: Ohne Investitionen keine Innovationen

Deutschland braucht eine ganzheitlich gedachte Gesundheitspolitik, in der Gesundheits-, Wirtschafts-, Innovations- und Standortpolitik integriert umgesetzt wird. Denn Spargesetze wie das Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) entziehen forschenden Pharmaunternehmen viel Geld für Investitionen. Nur: Ohne Investitionen gibt es keinen Fortschritt. Darauf hat die Geschäftsleitung von Boehringer Ingelheim aufmerksam gemacht.

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Für eine steigende Zahl von Patient:innen stehen zielgerichtete Arzneimitteltherapien zur Verfügung. Doch ihr Potenzial wird zu wenig genutzt. Foto: ©iStock.com/Mohammed Haneefa Nizamudeen

Lungenkrebs: Zielgerichtete Therapien machen den Unterschied

Die Prognose nach einer Lungenkrebs-Diagnose ist trotz aller Fortschritte noch immer schlecht. Bei Männern ist sie die häufigste Ursache für Krebstod, bei den Frauen wird damit gerechnet, dass sie bis 2030 in vielen Ländern die Zahl der Brustkrebsdiagnosen überschreiten wird. Für eine steigende Zahl von Patient:innen stehen zielgerichtete Arzneimitteltherapien zur Verfügung. Doch ihr Potenzial wird zu wenig genutzt.

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39 Partner aus 13 Ländern: Ziel des Forschungskonsortiums OPTIMA ist es, das Potenzial Künstlicher Intelligenz zu nutzen, um die Behandlung von Brust-, Lungen- und Prostatakrebs besser zu machen. Foto: ©iStock.com/metamorworks

Künstliche Intelligenz versus Krebserkrankung

Der Innovationsboom in der Onkologie ist so groß, dass jedes Jahr 20 bis 30 neue Krebsmedikamente auf den Markt kommen. Für Ärzt:innen wird es daher immer schwieriger mit den Patient:innen die bestmögliche Therapie auszuwählen. Ein europäisches Forschungskonsortium hat es sich zum Ziel gesetzt, Entscheidungshilfen auf Basis Künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Es geht „um individualisierte Therapieempfehlungen und damit um eine personalisierte Behandlung für Menschen mit soliden Tumoren“, sagt Dr. Hagen Krüger vom forschenden Pharma-Unternehmen Pfizer.

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Der Zugang zur Prä-Expositionsprophylaxe, um sich vor HIV zu schützen, ist unnötig erschwert. Das führt zu HIV-Infektionen, die nicht sein müssten. Foto: ©iStock.com/Stas_V

HIV-PrEP: Von großen Lücken und weißen Flecken

Prä-Expositionsprophylaxe – ein sperriges Wort mit durchschlagender Wirkung: Die PrEP spielt bei den Plänen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), HIV und Aids bis zum Jahr 2030 entscheidend einzudämmen, eine wichtige Rolle. Sie besteht aus einem antiretroviralen Arzneimittel, das HIV-negative Menschen vor einer Infektion schützen kann. Doch der Zugang zur PrEP in Europa ist unnötig erschwert. Auch Deutschlands PrEP-Landkarte hat viele weiße Flecken.

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Bei einem Symposium der Bundesapothekerkammer diskutierten Fachleute über das Impfen in Apotheken. Sie waren sich einig: Das ist eine sinnvolle Sache. Foto: ©ABDA

Impfen in der Apotheke? „Völlig unklug, dieses Potenzial nicht zu nutzen!“

Gegen Grippe oder COVID-19 impfen: Das ist in Deutschland inzwischen nicht nur in ärztlichen Praxen, sondern auch in vielen Apotheken möglich. Auf einem Symposium der Bundesapothekerkammer sprachen Expert:innen über Erfahrungen, Erfolge und Herausforderungen. Die Kompetenz von Apotheker:innen nicht voll auszuschöpfen sei „ein Luxus, den wir uns gar nicht leisten können“, sagte Kinderarzt Dr. med. Matthias Bollinger.

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Im Interview: Prof. Dr. Jörg Ruof von der strategischen Beratungsorganisation r-connect über drohende Auswirkungen des GKV-Spargesetzes. Foto: ©iStock.com/Natali_Mis

„Ein perfektes Gesundheitssystem gibt es nicht“: Doch Deutschland hat viel zu verlieren

In Europa ist Deutschland Spitzenreiter: Die Bundesbürger:innen haben besonders schnell und umfassend Zugang zu neuen Arzneimitteln und Impfstoffen. Ein Grund: das 2011 eingeführte „AMNOG-Verfahren“, das regelt, wie pharmazeutische Innovationen in Bezug auf ihren „Zusatznutzen“ bewertet und erstattet werden. Mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat die Politik nun einschneidende Änderungen vorgenommen. Laut Prof. Dr. med. Jörg Ruof von der strategischen Beratungsorganisation r-connect steigt damit das Risiko, dass bestimmte Medikamente nicht zu den Patient:innen gelangen.

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Gesundheit und Pflege sind die „neue Leitökonomie der 20er Jahre“, so Bayerns Gesundheitsminister Holetschek im Interview. Er findet: Die Bundesregierung tut „viel zu wenig“, um die Arzneimittelversorgung in Deutschland sicherzustellen. Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege / Fotograf: Henning Schacht

Holetschek: Verlässliche Arzneimittelversorgung „mehr als nur systemrelevant“

Gesundheit und Pflege sind „bedeutsamer Beschäftigungs- und Wirtschaftsfaktor“, sagt Klaus Holetschek, Bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege. Im Pharma Fakten-Interview kritisiert er, dass die Bundesregierung „insgesamt viel zu wenig“ tut, um die Arzneimittelversorgung in Deutschland sicherzustellen. Angesichts der Debatten um die Finanzierung des Gesundheitssystems warnt er: Es wäre „fatal, an der falschen Stelle zu sparen.“ Daher müsse die Bundesregierung „unbedingt“ den Dialog mit der Pharmabranche suchen. „Ansonsten wird sie essentielle Versorgungsstrukturen zerstören“.

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Am 26. April will die Europäische Kommission ihren Entwurf für eine neue Arzneimittelgesetzgebung veröffentlichen. Dabei scheinen die Verantwortlichen etwas Wichtiges vergessen zu haben. Foto: ©iStock.com/ijeab

EU-Pharma-Paket: Wettbewerbsfähigkeit Europas in Gefahr?

Am 26. April will die Europäische Kommission ihren Entwurf für ein EU-Pharma-Paket veröffentlichen. Es geht um eine „grundlegende Überarbeitung des Rechtsrahmens für die Pharmaindustrie“, erklärt der deutsche Pharmaverband vfa. Die neue Arzneimittelgesetzgebung wird die Bereiche „Gesundheit, Wissenschaft, Arbeitsplätze und Wachstum für die nächsten 20 bis 30 Jahre prägen“, so der europäische Pharmaverband EFPIA. Daher sei es „äußerst beunruhigend“, dass bislang nicht untersucht wurde, welche Auswirkungen die geplanten Regelungen auf die Wettbewerbsfähigkeit Europas haben werden.

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Eine aktuelle Analyse über 13 afrikanische Länder hinweg zeigt: Investitionen in den Kampf gegen HIV/AIDS lohnen sich in dreifacher Hinsicht. Foto: ©iStock.com/Rasi Bhadramani

HIV eindämmen: Gut für Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft

Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen bräuchten rund 29 Milliarden US-Dollar pro Jahr, soll HIV/Aids bis 2030 als Gefahr für die öffentliche Gesundheit beendet werden. Das schätzt UNAIDS, das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen. Eine Analyse über 13 afrikanische Länder hinweg zeigt nun: Solche Investitionen lohnen sich in dreifacher Hinsicht. Denn sie würden nicht nur Millionen Menschenleben retten – sie hätten positive Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung, die Gesellschaft und die Wirtschaft.

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„5 für Gesundheit“: Auf einer Pfizer-Veranstaltung diskutierten 5 Expert:innen über ihre Ideen und aktuelle Entwicklungen im deutschen Gesundheitssystem. Foto: ©iStock.com/ipopba

Reformstau im Gesundheitswesen: „Allergie gegen Konjunktiv“

Zu viel Komplexität und Bürokratie, zu wenig Kommunikation und Vernetzung: Diese Kritik am deutschen Gesundheitssystem hält schon seit Jahrzehnten an. Wer daran etwas ändern will, braucht Durchhaltevermögen. Dass es sich lohnt dranzubleiben, zeigte sich bei „5 für Gesundheit“ – eine Dialogplattform, die das forschende Pharma-Unternehmen Pfizer initiiert hat. 5 Fachleute diskutierten in einer Gesprächsrunde über ihre Ideen und aktuelle Entwicklungen – die das Leben von vielen Patient:innen und Bürger:innen besser machen sollen.

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Deutschland braucht eine ganzheitlich gedachte Gesundheitspolitik, in der Gesundheits-, Wirtschafts- und Standortpolitik integriert umgesetzt wird. Darauf hat die Geschäftsleitung von Boehringer Ingelheim aufmerksam gemacht. Foto: ©Boehringer Ingelheim

Pharma-Forschung: Ohne Investitionen keine Innovationen

Deutschland braucht eine ganzheitlich gedachte Gesundheitspolitik, in der Gesundheits-, Wirtschafts-, Innovations- und Standortpolitik integriert umgesetzt wird. Denn Spargesetze wie das Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) entziehen forschenden Pharmaunternehmen viel Geld für Investitionen. Nur: Ohne Investitionen gibt es keinen Fortschritt. Darauf hat die Geschäftsleitung von Boehringer Ingelheim aufmerksam gemacht.

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Für eine steigende Zahl von Patient:innen stehen zielgerichtete Arzneimitteltherapien zur Verfügung. Doch ihr Potenzial wird zu wenig genutzt. Foto: ©iStock.com/Mohammed Haneefa Nizamudeen

Lungenkrebs: Zielgerichtete Therapien machen den Unterschied

Die Prognose nach einer Lungenkrebs-Diagnose ist trotz aller Fortschritte noch immer schlecht. Bei Männern ist sie die häufigste Ursache für Krebstod, bei den Frauen wird damit gerechnet, dass sie bis 2030 in vielen Ländern die Zahl der Brustkrebsdiagnosen überschreiten wird. Für eine steigende Zahl von Patient:innen stehen zielgerichtete Arzneimitteltherapien zur Verfügung. Doch ihr Potenzial wird zu wenig genutzt.

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39 Partner aus 13 Ländern: Ziel des Forschungskonsortiums OPTIMA ist es, das Potenzial Künstlicher Intelligenz zu nutzen, um die Behandlung von Brust-, Lungen- und Prostatakrebs besser zu machen. Foto: ©iStock.com/metamorworks

Künstliche Intelligenz versus Krebserkrankung

Der Innovationsboom in der Onkologie ist so groß, dass jedes Jahr 20 bis 30 neue Krebsmedikamente auf den Markt kommen. Für Ärzt:innen wird es daher immer schwieriger mit den Patient:innen die bestmögliche Therapie auszuwählen. Ein europäisches Forschungskonsortium hat es sich zum Ziel gesetzt, Entscheidungshilfen auf Basis Künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Es geht „um individualisierte Therapieempfehlungen und damit um eine personalisierte Behandlung für Menschen mit soliden Tumoren“, sagt Dr. Hagen Krüger vom forschenden Pharma-Unternehmen Pfizer.

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Der Zugang zur Prä-Expositionsprophylaxe, um sich vor HIV zu schützen, ist unnötig erschwert. Das führt zu HIV-Infektionen, die nicht sein müssten. Foto: ©iStock.com/Stas_V

HIV-PrEP: Von großen Lücken und weißen Flecken

Prä-Expositionsprophylaxe – ein sperriges Wort mit durchschlagender Wirkung: Die PrEP spielt bei den Plänen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), HIV und Aids bis zum Jahr 2030 entscheidend einzudämmen, eine wichtige Rolle. Sie besteht aus einem antiretroviralen Arzneimittel, das HIV-negative Menschen vor einer Infektion schützen kann. Doch der Zugang zur PrEP in Europa ist unnötig erschwert. Auch Deutschlands PrEP-Landkarte hat viele weiße Flecken.

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Bei einem Symposium der Bundesapothekerkammer diskutierten Fachleute über das Impfen in Apotheken. Sie waren sich einig: Das ist eine sinnvolle Sache. Foto: ©ABDA

Impfen in der Apotheke? „Völlig unklug, dieses Potenzial nicht zu nutzen!“

Gegen Grippe oder COVID-19 impfen: Das ist in Deutschland inzwischen nicht nur in ärztlichen Praxen, sondern auch in vielen Apotheken möglich. Auf einem Symposium der Bundesapothekerkammer sprachen Expert:innen über Erfahrungen, Erfolge und Herausforderungen. Die Kompetenz von Apotheker:innen nicht voll auszuschöpfen sei „ein Luxus, den wir uns gar nicht leisten können“, sagte Kinderarzt Dr. med. Matthias Bollinger.

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Im Interview: Prof. Dr. Jörg Ruof von der strategischen Beratungsorganisation r-connect über drohende Auswirkungen des GKV-Spargesetzes. Foto: ©iStock.com/Natali_Mis

„Ein perfektes Gesundheitssystem gibt es nicht“: Doch Deutschland hat viel zu verlieren

In Europa ist Deutschland Spitzenreiter: Die Bundesbürger:innen haben besonders schnell und umfassend Zugang zu neuen Arzneimitteln und Impfstoffen. Ein Grund: das 2011 eingeführte „AMNOG-Verfahren“, das regelt, wie pharmazeutische Innovationen in Bezug auf ihren „Zusatznutzen“ bewertet und erstattet werden. Mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat die Politik nun einschneidende Änderungen vorgenommen. Laut Prof. Dr. med. Jörg Ruof von der strategischen Beratungsorganisation r-connect steigt damit das Risiko, dass bestimmte Medikamente nicht zu den Patient:innen gelangen.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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