Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Aber trotz des Fortschritts durch bessere Medizintechnik und Medikamente hat sich der Anteil der Krebsausgaben  gemessen an den Gesamtausgaben für Gesundheit  kaum verändert. Foto: © iStock.com/Katarzyna Bialasiewicz Photographee.eu

Die Explosion des Wissens

Weltweit macht die Krebsforschung bedeutende Fortschritte. Einen Grund dafür sieht Dr. Andreas Chlistalla im explosionsartigen Anstieg der Informationsmengen. „In `Big Data´ steckt ein enormes Wissen“, sagt der Medizinische Direktor von Roche Pharma im Bereich Onkologie / Hämatologie im Interview mit Pharma Fakten. Das schlägt sich in neuen Medikamenten nieder, die immer spezifischer und individueller wirken.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Heftiger Streit um IQWiG-Kritik an Biomarker-Tests

Sind moderne, mit Biomarkern arbeitende Genexpressionstests für die Entscheidung, ob bei Brustkrebs-Patientinnen eine Chemotherapie sinnvoll ist, nützlich oder nicht? In seinem Abschlussbericht zur Biomarker-Strategie hat das IQWiG diese Frage verneint. Ärzte und Fachverbände protestieren heftig: Sie fürchten negative Folgen für die Patientinnen.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Wie Patienten-orientiert ist das AMNOG?

Was ist wichtiger in der Bewertung neuer Krebsmedikamente: die längere Überlebenszeit – oder die Verträglichkeit für den Patienten? Im G-BA ist ein Disput entbrannt, den der Onkologe Bernhard Wörmann im Interview erläutert.

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Der vfa stellt den neuen Arzneimittel-Atlas 2016 vor. (V.l.n.r.): vfa-Pressesprecher Dr. Jochen Stemmler  vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer und Vorsitzender Geschäftsführer des IGES-Instituts Prof. Bertram Häussler. Foto: © vfa

Arzneimittel-Atlas 2016: Medizinischer Fortschritt bleibt bezahlbar

Die Einspareffekte durch Patentabläufe und verhandelte Rabatte im Gesamtmarkt Arzneimittel überstiegen in 2015 die Mehrausgaben für Innovationen. Mit Blick auf die Arzneimittelausgaben plädiert der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) deshalb für eine „unaufgeregte und unvoreingenommene“ Debatte über die Kostenentwicklung bei Arzneimitteln.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Rasante Fortschritte in der Leukämie-Behandlung

„Love Story“, einer der erfolgreichsten Filme der 1970er Jahre, hätte heute vermutlich ein anderes Ende. Damals starb die weibliche Hauptfigur innerhalb kurzer Zeit an Leukämie. Heute wären ihre Überlebenschancen deutlich besser – auch dank der Arbeit des Stammzellforschers Professor Dietger Niederwieser, Alt-Präsident der Worldwide Network for Blood and Marrow Transplantation (WBMIT) und Alt-Präsident der European Group for Blood and Marrow Transplantation (EBMIT). Wir haben mit ihm über die dramatischen Fortschritte in der Leukämie-Behandlung gesprochen.

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Im Interview erklärt die biomedizinische Forscherin Prof. Dr. Dorothee von Laer  was onkolytische Viren sind und wie sie Tumoren zerstören können. Foto: CC0 (Stencil)

Multiples Myelom – Die leise Revolution

Manche Revolutionen in der Medizin passieren mit einem Knall – siehe Hepatitis C. Andere verlaufen schleichend, sind aber nicht weniger spektakulär. Bei der Behandlung der Krebserkrankung Multiples Myelom hat sich die Lebenserwartung der Patienten nachhaltig verbessert.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Ärzte sollen schnellere Angaben über neue Arzneimittel erhalten

Manche Auswirkungen des AMNOG gehen den Onkologen zu weit. Durch Regressandrohungen der Kassen, die sich auf Nutzenbewertungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) stützen, sehen die Mediziner zunehmend ihre Therapiefreiheit in Gefahr. Dagegen wehren sie sich und unterstützen die behandelnden Ärzte. Ihnen liefert die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) online nun eine schnelle Orientierung.

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Dr. Daniel Kalanovic ist Medizinischer Direktor von Pfizer Oncology in Deutschland  Österreich und in der Schweiz. Er erwartet weitere Fortschritte in der Onkologie  von denen Krebspatienten profitieren können. Copyright: Dr. Daniel Kalanovic / privat

Krebspatienten profitieren von bahnbrechenden Entwicklungen

Die Krebsforschung erlebt eine sehr aufregende Zeit: Mit personalisierten Therapien erreichen Mediziner nie dagewesene Fortschritte bei der Behandlung ihrer Patienten. Dr. Daniel Kalanovic, Medizinischer Direktor von Pfizer Oncology in Deutschland, Österreich und in der Schweiz, spricht im Interview mit Pharma Fakten über die jüngsten Erfolge und den möglichen Wandel der bisher häufig tödlichen Erkrankung zu einem chronischen Leiden.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Weltkrebstag 2016 – Richtig rechnen

„Eine Krebsdiagnose ist nicht länger ein Todesurteil“, sagt Francesco de Lorenzo, Präsident der European Cancer Patient Coalition (ECPC). Jeder zweite Krebs in Deutschland ist heute heilbar, heißt es beim Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Langzeitüberlebensraten steigen in den meisten Teilen Europas weiter. Das ist das Ergebnis eines immer besseren, immer intelligenteren Krebsmanagements, in dem Fortschritte ineinandergreifen: Wissensgewinn führt zu erfolgreicheren Behandlungen – und zu immer spezifischer wirkenden Therapien. Es gibt immer wirksamere Behandlungen mit weniger belastenden Nebenwirkungen. Davon profitiert der Patient. Ein Kommentar von Florian Martius.

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Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Aber trotz des Fortschritts durch bessere Medizintechnik und Medikamente hat sich der Anteil der Krebsausgaben  gemessen an den Gesamtausgaben für Gesundheit  kaum verändert. Foto: © iStock.com/Katarzyna Bialasiewicz Photographee.eu

Die Explosion des Wissens

Weltweit macht die Krebsforschung bedeutende Fortschritte. Einen Grund dafür sieht Dr. Andreas Chlistalla im explosionsartigen Anstieg der Informationsmengen. „In `Big Data´ steckt ein enormes Wissen“, sagt der Medizinische Direktor von Roche Pharma im Bereich Onkologie / Hämatologie im Interview mit Pharma Fakten. Das schlägt sich in neuen Medikamenten nieder, die immer spezifischer und individueller wirken.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Heftiger Streit um IQWiG-Kritik an Biomarker-Tests

Sind moderne, mit Biomarkern arbeitende Genexpressionstests für die Entscheidung, ob bei Brustkrebs-Patientinnen eine Chemotherapie sinnvoll ist, nützlich oder nicht? In seinem Abschlussbericht zur Biomarker-Strategie hat das IQWiG diese Frage verneint. Ärzte und Fachverbände protestieren heftig: Sie fürchten negative Folgen für die Patientinnen.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Wie Patienten-orientiert ist das AMNOG?

Was ist wichtiger in der Bewertung neuer Krebsmedikamente: die längere Überlebenszeit – oder die Verträglichkeit für den Patienten? Im G-BA ist ein Disput entbrannt, den der Onkologe Bernhard Wörmann im Interview erläutert.

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Der vfa stellt den neuen Arzneimittel-Atlas 2016 vor. (V.l.n.r.): vfa-Pressesprecher Dr. Jochen Stemmler  vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer und Vorsitzender Geschäftsführer des IGES-Instituts Prof. Bertram Häussler. Foto: © vfa

Arzneimittel-Atlas 2016: Medizinischer Fortschritt bleibt bezahlbar

Die Einspareffekte durch Patentabläufe und verhandelte Rabatte im Gesamtmarkt Arzneimittel überstiegen in 2015 die Mehrausgaben für Innovationen. Mit Blick auf die Arzneimittelausgaben plädiert der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) deshalb für eine „unaufgeregte und unvoreingenommene“ Debatte über die Kostenentwicklung bei Arzneimitteln.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Rasante Fortschritte in der Leukämie-Behandlung

„Love Story“, einer der erfolgreichsten Filme der 1970er Jahre, hätte heute vermutlich ein anderes Ende. Damals starb die weibliche Hauptfigur innerhalb kurzer Zeit an Leukämie. Heute wären ihre Überlebenschancen deutlich besser – auch dank der Arbeit des Stammzellforschers Professor Dietger Niederwieser, Alt-Präsident der Worldwide Network for Blood and Marrow Transplantation (WBMIT) und Alt-Präsident der European Group for Blood and Marrow Transplantation (EBMIT). Wir haben mit ihm über die dramatischen Fortschritte in der Leukämie-Behandlung gesprochen.

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Im Interview erklärt die biomedizinische Forscherin Prof. Dr. Dorothee von Laer  was onkolytische Viren sind und wie sie Tumoren zerstören können. Foto: CC0 (Stencil)

Multiples Myelom – Die leise Revolution

Manche Revolutionen in der Medizin passieren mit einem Knall – siehe Hepatitis C. Andere verlaufen schleichend, sind aber nicht weniger spektakulär. Bei der Behandlung der Krebserkrankung Multiples Myelom hat sich die Lebenserwartung der Patienten nachhaltig verbessert.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Ärzte sollen schnellere Angaben über neue Arzneimittel erhalten

Manche Auswirkungen des AMNOG gehen den Onkologen zu weit. Durch Regressandrohungen der Kassen, die sich auf Nutzenbewertungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) stützen, sehen die Mediziner zunehmend ihre Therapiefreiheit in Gefahr. Dagegen wehren sie sich und unterstützen die behandelnden Ärzte. Ihnen liefert die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) online nun eine schnelle Orientierung.

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Dr. Daniel Kalanovic ist Medizinischer Direktor von Pfizer Oncology in Deutschland  Österreich und in der Schweiz. Er erwartet weitere Fortschritte in der Onkologie  von denen Krebspatienten profitieren können. Copyright: Dr. Daniel Kalanovic / privat

Krebspatienten profitieren von bahnbrechenden Entwicklungen

Die Krebsforschung erlebt eine sehr aufregende Zeit: Mit personalisierten Therapien erreichen Mediziner nie dagewesene Fortschritte bei der Behandlung ihrer Patienten. Dr. Daniel Kalanovic, Medizinischer Direktor von Pfizer Oncology in Deutschland, Österreich und in der Schweiz, spricht im Interview mit Pharma Fakten über die jüngsten Erfolge und den möglichen Wandel der bisher häufig tödlichen Erkrankung zu einem chronischen Leiden.

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Fortschritte in der Leukämie-Behandlung - die Überlebenskurven haben sich bei den akuten als auch bei den chronischen Leukämien deutlich verbessert. Logo: © Pharma Fakten e.V.

Weltkrebstag 2016 – Richtig rechnen

„Eine Krebsdiagnose ist nicht länger ein Todesurteil“, sagt Francesco de Lorenzo, Präsident der European Cancer Patient Coalition (ECPC). Jeder zweite Krebs in Deutschland ist heute heilbar, heißt es beim Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Langzeitüberlebensraten steigen in den meisten Teilen Europas weiter. Das ist das Ergebnis eines immer besseren, immer intelligenteren Krebsmanagements, in dem Fortschritte ineinandergreifen: Wissensgewinn führt zu erfolgreicheren Behandlungen – und zu immer spezifischer wirkenden Therapien. Es gibt immer wirksamere Behandlungen mit weniger belastenden Nebenwirkungen. Davon profitiert der Patient. Ein Kommentar von Florian Martius.

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Kommentar

HIV-Versorgung am Wendepunkt: Jetzt entscheidet sich, wie es weitergeht

Es sind turbulente Zeiten für die weltweite HIV-Versorgung: Medizinische Innovationen eröffnen neue Möglichkeiten für die Prävention und Therapie. Gleichzeitig ist die internationale Finanzierung unter enormen Druck geraten; die Folgen davon können verheerend sein. Doch der Umbruch bietet auch die Chance, die HIV-Versorgung langfristig neu aufzustellen – und sie nachhaltiger und widerstandsfähiger zu gestalten. Ein Kommentar von Pharma Fakten-Redakteurin Alina Massari.

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