Im ersten Quartal 2023 sind die Ausgaben für Arzneimittel um 2,7 Prozent gestiegen – bei einer Inflation von rund 8 Prozent. Die Attacken gegen Arzneimittelpreise reißen trotzdem nicht ab. Foto: ©iStock.com/Dilok Klaisataporn

Arzneimittelausgaben der GKV: Real im Sinkflug

Im ersten Quartal 2023 sind die Ausgaben für Arzneimittel um 2,7 Prozent gestiegen – bei einer Inflation von rund 8 Prozent in den ersten 3 Monaten des Jahres ist das real ein deutliches Minus. Die gesamten Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) stiegen hingegen um 5,3 Prozent – fast doppelt so viel wie der Arzneimittelsektor. Die Attacken gegen die Preise von Arzneimitteln reißen trotzdem nicht ab.

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Die innovationsfeindliche Arzneimittelpolitik wird die Versorgung von Patient:innen mit neuen Medikamenten bis zum Jahr 2030 deutlich verschlechtern. Das zeigt eine Studie, die der vfa vorgelegt hat. Foto: iStock.com/gorodenkoff

Arzneimittelforschung: Deutschland bremst sich selbst aus

Die innovationsfeindliche Arzneimittelpolitik wird die Versorgung von Patient:innen mit neuen Medikamenten in Deutschland bis zum Jahr 2030 deutlich verschlechtern. Das ist das Ergebnis der Studie des Beratungsunternehmens Kearney und des Verbandes forschender Pharma-Unternehmen (vfa) „Pharma-Innovationsstandort Deutschland“. Sie legt schonungslos die Problemfelder offen, die dafür sorgen, dass der Innovationsstandort im internationalen Vergleich gerade massiv an Boden verliert.

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In der Sendung am 22. Juni ging es um die Pharmaindustrie. Es ist kaum möglich, in so kurzer Zeit mehr Unfug in die Welt setzen. Ein Kommentar von Florian Martius. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

Markus Lanz und die Mär von der gierigen Pharmaindustrie

Es gibt viele Menschen, die haben Sorgen vor einer Künstlichen Intelligenz (KI), die uns manipuliert oder schlicht Unfug produziert. Doch wer die Sendung von Markus Lanz am 22. Juni verfolgt hat, versteht: Das mit dem Unfug geht auch ganz ohne KI. Ein Faktencheck – kommentiert von Florian Martius.

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Das Gesundheitswesen muss sich dringend auf die Folgen der Klimakrise einstellen – wie das gelingen könnte, darüber diskutierte eine Expert:innenrunde in Berlin. Foto: ©iStock.com/Xurzon

Was die Klimakrise für das Gesundheitswesen bedeutet

Neue Erkrankungen erkennen und behandeln, Patient:innen und Pflegebedürftige während Hitzewellen und Flutkatastrophen gut versorgen, Kliniken und Arztpraxen klimaneutral betreiben – die Klimakrise bringt auch für das Gesundheitswesen gewaltige Herausforderungen mit sich. Bei einer Veranstaltung in Berlin wurde nun deutlich: Ärzt:innen und Pflegende sind darauf nur mangelhaft vorbereitet.

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Was hindert Deutschland an der Digitalisierung der Medizin? Auf dem Vision Zero-Summit 2023 diskutierten Expert:innen über Auswege aus der digitalen Wüste. Foto: Pharma Fakten

Digitale Medizin: Ein Segen für Menschen mit Krebs

Fragt man im Fachbereich Krebs nach, was in den kommenden Jahren der größte Treiber für Innovation sein wird, liegt ein Thema immer ganz vorne: Die Digitalisierung. Die digitale Medizin ist eine Schatztruhe, um Menschen mit Krebs gezielter und damit besser behandeln zu können. Doch dieser Segen des Digitalen ist in Deutschland noch nicht ausreichend erkannt. Die Folgen: Unnötiges Leid, frühzeitiger Tod, Abkopplung vom Fortschritt.

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Der „Nachhaltigkeitsindex 2022“ will die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens konkret messbar machen. Foto; ©iStock.com/Martin Barraud

Neuer Index: Wie leistungsfähig ist das Gesundheitswesen?

Der US-Ökonom Peter Drucker brachte es auf den Punkt: „Was du nicht messen kannst, kannst du nicht lenken.“ Soll heißen: Erfolgreiche Projekte leben davon, dass sie konkrete Ziele verfolgen, deren Erreichung evaluierbar ist. Ein Blick in das deutsche Gesundheitswesen zeigt: Es gibt nur wenige konkrete Zielvorgaben. Um das zu ändern, haben AstraZeneca und das Beratungsunternehmen Vandage den „Nachhaltigkeitsindex 2022“ entwickelt. Das Ziel: Die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens konkret messbar zu machen. Das war Thema auf dem Hauptstadtkongress (HSK) 2023.

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Hauptstadtkongress 23: In Berlin leitete Talkshow-Moderatorin Bärbel Schäfer eine emotionsgeladene Diskussion zum Thema „Angst vor Krebs.“ Foto: Pharma Fakten

Brustkrebs: „Angst sollte nicht unser Begleiter sein“

Über ein sehr emotionales Thema diskutierte Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer mit einem männlichen und vier weiblichen Talkgästen: Es ging um „eine Welt ohne Angst vor Krebs“ – genauer gesagt, ohne Angst vor Brustkrebs. Dabei zeigte sich: Die Angst vor dieser Erkrankung hat viele Facetten – sogar solche, die durchaus positiv sind.

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„Mehr Fortschritt wagen – viel versprochen, wenig gehalten?“ Auf dem Hauptstadtkongress 2023 diskutierten die Bundestagsparteien über die Bilanz der Regierung in Sachen Gesundheitspolitik. Foto: Pharma Fakten

HSK 2023: 500 Tage Gesundheitspolitik im Check

„Mehr Fortschritt wagen – viel versprochen, wenig gehalten?“ Auf dem Hauptstadtkongress 2023 (HSK) in Berlin diskutierten die Bundestagsparteien über die Bilanz der Regierung in Sachen Gesundheitspolitik. Es war ein Schlagabtausch – durchaus mit Unterhaltungswert.

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GKV-Arzneimittelausgaben: Was Hersteller, Apotheken und Patient:innen schon heute schultern

2022 beliefen sich die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung auf 55,4 Milliarden Euro – eigentlich. Tatsächlich reduzierten Herstellerfirmen, Apotheken und Patient:innen diesen Betrag um rund 20 Prozent: Sie schulterten jeden 5. Euro. „Diese finanziellen Mehrbelastungen nehmen seit Jahren zu“, kritisiert der Pharmaverband BAH. Dessen Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Cranz fordert angesichts der aktuellen politischen und finanziellen Lage, „die richtigen Prioritäten bei der Weiterentwicklung unseres Gesundheitswesens zu setzen“.

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Kampf gegen Kinderkrebs immer besser – doch das reicht nicht

„Krebs bei Kindern ist die häufigste krankheitsbedingte Todesursache bei unter 15-Jährigen in Europa“, schreiben mehrere deutsche Wissenschaftler:innen in einer Studie. Auf Basis der Daten von rund 46.500 Kindern und Jugendlichen haben sie untersucht, inwiefern sich hierzulande die Überlebensaussichten in den vergangenen 3 Jahrzehnten verändert haben. Demnach gab es große Fortschritte. Aber es ist noch Luft nach oben.

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Im ersten Quartal 2023 sind die Ausgaben für Arzneimittel um 2,7 Prozent gestiegen – bei einer Inflation von rund 8 Prozent. Die Attacken gegen Arzneimittelpreise reißen trotzdem nicht ab. Foto: ©iStock.com/Dilok Klaisataporn

Arzneimittelausgaben der GKV: Real im Sinkflug

Im ersten Quartal 2023 sind die Ausgaben für Arzneimittel um 2,7 Prozent gestiegen – bei einer Inflation von rund 8 Prozent in den ersten 3 Monaten des Jahres ist das real ein deutliches Minus. Die gesamten Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) stiegen hingegen um 5,3 Prozent – fast doppelt so viel wie der Arzneimittelsektor. Die Attacken gegen die Preise von Arzneimitteln reißen trotzdem nicht ab.

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Die innovationsfeindliche Arzneimittelpolitik wird die Versorgung von Patient:innen mit neuen Medikamenten bis zum Jahr 2030 deutlich verschlechtern. Das zeigt eine Studie, die der vfa vorgelegt hat. Foto: iStock.com/gorodenkoff

Arzneimittelforschung: Deutschland bremst sich selbst aus

Die innovationsfeindliche Arzneimittelpolitik wird die Versorgung von Patient:innen mit neuen Medikamenten in Deutschland bis zum Jahr 2030 deutlich verschlechtern. Das ist das Ergebnis der Studie des Beratungsunternehmens Kearney und des Verbandes forschender Pharma-Unternehmen (vfa) „Pharma-Innovationsstandort Deutschland“. Sie legt schonungslos die Problemfelder offen, die dafür sorgen, dass der Innovationsstandort im internationalen Vergleich gerade massiv an Boden verliert.

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In der Sendung am 22. Juni ging es um die Pharmaindustrie. Es ist kaum möglich, in so kurzer Zeit mehr Unfug in die Welt setzen. Ein Kommentar von Florian Martius. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

Markus Lanz und die Mär von der gierigen Pharmaindustrie

Es gibt viele Menschen, die haben Sorgen vor einer Künstlichen Intelligenz (KI), die uns manipuliert oder schlicht Unfug produziert. Doch wer die Sendung von Markus Lanz am 22. Juni verfolgt hat, versteht: Das mit dem Unfug geht auch ganz ohne KI. Ein Faktencheck – kommentiert von Florian Martius.

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Das Gesundheitswesen muss sich dringend auf die Folgen der Klimakrise einstellen – wie das gelingen könnte, darüber diskutierte eine Expert:innenrunde in Berlin. Foto: ©iStock.com/Xurzon

Was die Klimakrise für das Gesundheitswesen bedeutet

Neue Erkrankungen erkennen und behandeln, Patient:innen und Pflegebedürftige während Hitzewellen und Flutkatastrophen gut versorgen, Kliniken und Arztpraxen klimaneutral betreiben – die Klimakrise bringt auch für das Gesundheitswesen gewaltige Herausforderungen mit sich. Bei einer Veranstaltung in Berlin wurde nun deutlich: Ärzt:innen und Pflegende sind darauf nur mangelhaft vorbereitet.

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Was hindert Deutschland an der Digitalisierung der Medizin? Auf dem Vision Zero-Summit 2023 diskutierten Expert:innen über Auswege aus der digitalen Wüste. Foto: Pharma Fakten

Digitale Medizin: Ein Segen für Menschen mit Krebs

Fragt man im Fachbereich Krebs nach, was in den kommenden Jahren der größte Treiber für Innovation sein wird, liegt ein Thema immer ganz vorne: Die Digitalisierung. Die digitale Medizin ist eine Schatztruhe, um Menschen mit Krebs gezielter und damit besser behandeln zu können. Doch dieser Segen des Digitalen ist in Deutschland noch nicht ausreichend erkannt. Die Folgen: Unnötiges Leid, frühzeitiger Tod, Abkopplung vom Fortschritt.

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Der „Nachhaltigkeitsindex 2022“ will die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens konkret messbar machen. Foto; ©iStock.com/Martin Barraud

Neuer Index: Wie leistungsfähig ist das Gesundheitswesen?

Der US-Ökonom Peter Drucker brachte es auf den Punkt: „Was du nicht messen kannst, kannst du nicht lenken.“ Soll heißen: Erfolgreiche Projekte leben davon, dass sie konkrete Ziele verfolgen, deren Erreichung evaluierbar ist. Ein Blick in das deutsche Gesundheitswesen zeigt: Es gibt nur wenige konkrete Zielvorgaben. Um das zu ändern, haben AstraZeneca und das Beratungsunternehmen Vandage den „Nachhaltigkeitsindex 2022“ entwickelt. Das Ziel: Die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens konkret messbar zu machen. Das war Thema auf dem Hauptstadtkongress (HSK) 2023.

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Hauptstadtkongress 23: In Berlin leitete Talkshow-Moderatorin Bärbel Schäfer eine emotionsgeladene Diskussion zum Thema „Angst vor Krebs.“ Foto: Pharma Fakten

Brustkrebs: „Angst sollte nicht unser Begleiter sein“

Über ein sehr emotionales Thema diskutierte Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer mit einem männlichen und vier weiblichen Talkgästen: Es ging um „eine Welt ohne Angst vor Krebs“ – genauer gesagt, ohne Angst vor Brustkrebs. Dabei zeigte sich: Die Angst vor dieser Erkrankung hat viele Facetten – sogar solche, die durchaus positiv sind.

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„Mehr Fortschritt wagen – viel versprochen, wenig gehalten?“ Auf dem Hauptstadtkongress 2023 diskutierten die Bundestagsparteien über die Bilanz der Regierung in Sachen Gesundheitspolitik. Foto: Pharma Fakten

HSK 2023: 500 Tage Gesundheitspolitik im Check

„Mehr Fortschritt wagen – viel versprochen, wenig gehalten?“ Auf dem Hauptstadtkongress 2023 (HSK) in Berlin diskutierten die Bundestagsparteien über die Bilanz der Regierung in Sachen Gesundheitspolitik. Es war ein Schlagabtausch – durchaus mit Unterhaltungswert.

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GKV-Arzneimittelausgaben: Was Hersteller, Apotheken und Patient:innen schon heute schultern

2022 beliefen sich die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung auf 55,4 Milliarden Euro – eigentlich. Tatsächlich reduzierten Herstellerfirmen, Apotheken und Patient:innen diesen Betrag um rund 20 Prozent: Sie schulterten jeden 5. Euro. „Diese finanziellen Mehrbelastungen nehmen seit Jahren zu“, kritisiert der Pharmaverband BAH. Dessen Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Cranz fordert angesichts der aktuellen politischen und finanziellen Lage, „die richtigen Prioritäten bei der Weiterentwicklung unseres Gesundheitswesens zu setzen“.

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Kampf gegen Kinderkrebs immer besser – doch das reicht nicht

„Krebs bei Kindern ist die häufigste krankheitsbedingte Todesursache bei unter 15-Jährigen in Europa“, schreiben mehrere deutsche Wissenschaftler:innen in einer Studie. Auf Basis der Daten von rund 46.500 Kindern und Jugendlichen haben sie untersucht, inwiefern sich hierzulande die Überlebensaussichten in den vergangenen 3 Jahrzehnten verändert haben. Demnach gab es große Fortschritte. Aber es ist noch Luft nach oben.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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