Artikel, Geschichten, Fakten – zu Themen aus Gesundheit und Pharma

Die USA verfolgen eine Arzneimittelpreispolitik nach dem Most Favored Nation-Prinzip. Expert:innen des IGES-Instituts haben sich mit Hintergründen und Auswirkungen auf Deutschland befasst. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

An Arzneimitteln sparen: So koppelt sich Deutschland vom medizinischen Fortschritt ab

Die Vereinigten Staaten zahlen im internationalen Vergleich zu viel für neue Medikamente, Europa entzieht sich der Verantwortung, findet US-Präsident Donald Trump. Mit seiner Arzneimittelpreispolitik nach dem Most Favored Nation-Prinzip will er das ändern. In einem Webinar ordneten Fachleute des IGES-Instituts die aktuellen Fakten ein. Vertreter aus der Pharmabranche zeigten sich besorgt. „Wir wollen unsere Präparate zu Verfügung stellen“, hieß es. Doch das dürfte in Deutschland zunehmend schwierig werden, wenn die Bundesregierung ihrem Sparkurs treu bleibt und die Wettbewerbsfähigkeit nicht weiter stärkt.

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Dynamischer Herstellerabschlag: Weniger Arzneimittelinnovationen und Investitionen für Deutschland

Laut dem Entwurf zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (BStabG) will die Politik für die pharmazeutische Industrie einen dynamischen Herstellerabschlag einführen, dessen Höhe jährlich je nach Entwicklung der Arzneimittelausgaben und der beitragspflichtigen Einnahmen angepasst wird. Dominik Rosz, Lead Pricing and Access Strategy beim Unternehmen Astellas, hat sich die Pläne genauer angeschaut. Demnach dürfte der Pflichtrabatt binnen weniger Jahre auf abstruse Höhen ansteigen – und so dazu führen, dass sich Pharmafirmen aus Deutschland zurückziehen und weniger innovative Arzneimittel zu den Patient:innen gelangen.

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Dynamischer Herstellerabschlag: Rechenfehler mit realen Folgen für Patient:innen und Wirtschaft

Mit dem GKV-Sparpaket könnte eine Regelung Realität werden, deren potenziellen Folgen für die Arzneimittelversorgung und den Pharmastandort so gravierend sind, dass sie von der Politik nicht gewollt sein können. Dominik Rosz, Lead Pricing and Access Strategy beim Unternehmen Astellas, appelliert an die Bundesregierung, keine voreiligen Entschlüsse zu treffen. Wer hinter die Komplexität des geplanten dynamischen Herstellerabschlags blickt, muss feststellen: Er ist mathematisch und politisch gesehen unsinnig – zulasten der Patient:innen und der Wirtschaft.

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Medizinischer Fortschritt: Mut ist gefragt

Mehr klinische Studien: Für die Zukunft der Medizin, für die Wirtschaft

Eigentlich müsste sich die Politik viel stärker als bisher dafür einsetzen, mehr klinische Studien nach Deutschland zu holen. Denn dann würden nicht nur mehr Patient:innen frühzeitig von innovativen Behandlungsansätzen profitieren. Gleichzeitig würde das auch bedeuten: Die Mediziner:innen hierzulande gestalten den medizinischen Fortschritt entscheidend mit; sie erlangen dadurch Expertise, die weltweit gefragt ist. Und auch für die Wirtschaft wäre das gut. Schließlich bringt jede Studie enorme Investitionen in den Standort mit sich.

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In der Kategorie „vermeidbare Todesfälle“ ist Deutschlands Gesundheitssystem Mittelmaß. Das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz wird die Lage verschärfen. Foto: CC0 (Stencil)

Gesundheit in Deutschland: Todesfälle, die nicht sein müssten

Die gute Nachricht zuerst: Die „vermeidbare Sterblichkeit“ ist in Deutschland gesunken. Das heißt: Es gibt weniger Todesfälle, die bei effizienter medizinischer Behandlung oder durch präventive Maßnahmen hätten verhindert werden können. Nur: Andere Länder haben auch nicht geschlafen, im europäischen Vergleich ist die Bundesrepublik daher bestenfalls Mittelmaß. Durch das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (BStabG) droht sich die Lage zu verschärfen.

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Dr. Ronny Baber, Leiter der Biobank an der Universitätsmedizin Leipzig (Leipzig Medical Biobank), erklärt im Interview, weshalb es in Deutschland bald eine „Nationale Biobank“ geben wird.

Geplante Biobank-Plattform: „Damit Forschungsergebnisse schneller beim Patienten ankommen“ 

Noch in diesem Jahr soll in Deutschland eine „Nationale Biobank“ eingeführt werden – entscheidend vorangetrieben wurde dieses Projekt vom German Biobank Network (GBN). Dr. Ronny Baber ist dort Vorstandsmitglied und Leiter der Leipzig Medical Biobank an der Universität Leipzig. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, welchen Nutzen die „Nationale Biobank“ für Forschende und Patient:innen haben wird – und welche Faktoren über den Erfolg dieses Projekts entscheiden könnten.

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Die Diagnose mit einer seltenen Erkrankung trifft Menschen mit voller Wucht. In Berlin diskutierten Expert:innen über Wege zu schnelleren Diagnosen und besserer Versorgung. Foto: ©iStock.com/demaerre

Seltene Erkrankungen: Perspektiven für eine bessere Versorgung

Die Diagnose mit einer seltenen Erkrankung trifft Menschen mit voller Wucht. Oft fehlt es an Therapien oder die Versorgungsstrukturen sind mindestens ausbaufähig. Neben dem Management der klinischen Symptome ergeben sich für die betroffenen Familien organisatorische und emotionale Herausforderungen, die das seelische Wohlbefinden, das Arbeitsleben und auch die wirtschaftliche Situation beeinträchtigen können. Beim Tagesspiegel Fachforum Gesundheit diskutierten Expert:innen über Wege zu schnelleren Diagnosen und besserer Versorgung.

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Am 10. Mai ist „Tag gegen den Schlaganfall“. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe macht darauf aufmerksam, dass die häufigsten Behinderungen nach einem Schlaganfall unsichtbar sind. Foto: ©iStock.com/Inside Creative House

Nach dem Schlaganfall: „Ich spüre was, was du nicht siehst“

„Die häufigsten Behinderungen nach einem Schlaganfall sind unsichtbar – eine große Herausforderung für Betroffene, aber auch ihr Umfeld“. Darauf macht die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe aufmerksam. Der bundesweite Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai steht daher dieses Jahr unter dem Motto: „Ich spüre was, was du nicht siehst“.

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Die Bundesregierung hat den Entwurf für das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz durchs Kabinett gebracht. Foto: ©iStock.com/jotily

GKV-Spargesetz: Von „Taschenspielertricks“ und „Deindustrialisierung“

Die Bundesregierung hat den Entwurf für das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz durchs Kabinett gebracht. Laut Gesundheitsministerin Nina Warken schafft das „die Grundlage für die nachhaltige finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung.“ Diese Sicht hat die Regierung relativ exklusiv: Während der AOK-Bundesverband von „Taschenspielertricks auf Kosten der Beitragszahlenden“ spricht, ist die Pharmaindustrie entsetzt. „Wird dieses Gesetz so verabschiedet, wird Deutschland einen weiteren Schritt in Richtung De-Industrialisierung machen“, so der Vorsitzende des Pharmaverbands BPI, Oliver Kirst.

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Pharmaunternehmen schaffen Gesundheit sowie Wohlstand und sind Teil staatlicher Souveränität. Ihre Produkte als „Kostentreiber“ zu betrachten, greift zu kurz. Und schadet. Foto: iStock.com / anyaberkut

Ein Kostenfaktor? Die stille Systemrelevanz der Pharmaindustrie

Die Debatte über Arzneimittelpreise ist in Deutschland schnell emotional. Neue Medikamente gelten als „Kostentreiber“. Doch diese Perspektive greift zu kurz. Sie blendet aus, dass die forschende Pharmaindustrie eine dreifache Funktion erfüllt: Sie produziert Gesundheit, sie schafft Wohlstand und sie ist Teil staatlicher Souveränität. Wer sie vor allem als Ausgabenfaktor betrachtet, unterschätzt ihre systemische Bedeutung. Und schadet dem Land.

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Die USA verfolgen eine Arzneimittelpreispolitik nach dem Most Favored Nation-Prinzip. Expert:innen des IGES-Instituts haben sich mit Hintergründen und Auswirkungen auf Deutschland befasst. Foto: ©iStock.com/gorodenkoff

An Arzneimitteln sparen: So koppelt sich Deutschland vom medizinischen Fortschritt ab

Die Vereinigten Staaten zahlen im internationalen Vergleich zu viel für neue Medikamente, Europa entzieht sich der Verantwortung, findet US-Präsident Donald Trump. Mit seiner Arzneimittelpreispolitik nach dem Most Favored Nation-Prinzip will er das ändern. In einem Webinar ordneten Fachleute des IGES-Instituts die aktuellen Fakten ein. Vertreter aus der Pharmabranche zeigten sich besorgt. „Wir wollen unsere Präparate zu Verfügung stellen“, hieß es. Doch das dürfte in Deutschland zunehmend schwierig werden, wenn die Bundesregierung ihrem Sparkurs treu bleibt und die Wettbewerbsfähigkeit nicht weiter stärkt.

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Dynamischer Herstellerabschlag: Weniger Arzneimittelinnovationen und Investitionen für Deutschland

Laut dem Entwurf zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (BStabG) will die Politik für die pharmazeutische Industrie einen dynamischen Herstellerabschlag einführen, dessen Höhe jährlich je nach Entwicklung der Arzneimittelausgaben und der beitragspflichtigen Einnahmen angepasst wird. Dominik Rosz, Lead Pricing and Access Strategy beim Unternehmen Astellas, hat sich die Pläne genauer angeschaut. Demnach dürfte der Pflichtrabatt binnen weniger Jahre auf abstruse Höhen ansteigen – und so dazu führen, dass sich Pharmafirmen aus Deutschland zurückziehen und weniger innovative Arzneimittel zu den Patient:innen gelangen.

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Dynamischer Herstellerabschlag: Rechenfehler mit realen Folgen für Patient:innen und Wirtschaft

Mit dem GKV-Sparpaket könnte eine Regelung Realität werden, deren potenziellen Folgen für die Arzneimittelversorgung und den Pharmastandort so gravierend sind, dass sie von der Politik nicht gewollt sein können. Dominik Rosz, Lead Pricing and Access Strategy beim Unternehmen Astellas, appelliert an die Bundesregierung, keine voreiligen Entschlüsse zu treffen. Wer hinter die Komplexität des geplanten dynamischen Herstellerabschlags blickt, muss feststellen: Er ist mathematisch und politisch gesehen unsinnig – zulasten der Patient:innen und der Wirtschaft.

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Medizinischer Fortschritt: Mut ist gefragt

Mehr klinische Studien: Für die Zukunft der Medizin, für die Wirtschaft

Eigentlich müsste sich die Politik viel stärker als bisher dafür einsetzen, mehr klinische Studien nach Deutschland zu holen. Denn dann würden nicht nur mehr Patient:innen frühzeitig von innovativen Behandlungsansätzen profitieren. Gleichzeitig würde das auch bedeuten: Die Mediziner:innen hierzulande gestalten den medizinischen Fortschritt entscheidend mit; sie erlangen dadurch Expertise, die weltweit gefragt ist. Und auch für die Wirtschaft wäre das gut. Schließlich bringt jede Studie enorme Investitionen in den Standort mit sich.

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In der Kategorie „vermeidbare Todesfälle“ ist Deutschlands Gesundheitssystem Mittelmaß. Das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz wird die Lage verschärfen. Foto: CC0 (Stencil)

Gesundheit in Deutschland: Todesfälle, die nicht sein müssten

Die gute Nachricht zuerst: Die „vermeidbare Sterblichkeit“ ist in Deutschland gesunken. Das heißt: Es gibt weniger Todesfälle, die bei effizienter medizinischer Behandlung oder durch präventive Maßnahmen hätten verhindert werden können. Nur: Andere Länder haben auch nicht geschlafen, im europäischen Vergleich ist die Bundesrepublik daher bestenfalls Mittelmaß. Durch das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (BStabG) droht sich die Lage zu verschärfen.

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Dr. Ronny Baber, Leiter der Biobank an der Universitätsmedizin Leipzig (Leipzig Medical Biobank), erklärt im Interview, weshalb es in Deutschland bald eine „Nationale Biobank“ geben wird.

Geplante Biobank-Plattform: „Damit Forschungsergebnisse schneller beim Patienten ankommen“ 

Noch in diesem Jahr soll in Deutschland eine „Nationale Biobank“ eingeführt werden – entscheidend vorangetrieben wurde dieses Projekt vom German Biobank Network (GBN). Dr. Ronny Baber ist dort Vorstandsmitglied und Leiter der Leipzig Medical Biobank an der Universität Leipzig. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, welchen Nutzen die „Nationale Biobank“ für Forschende und Patient:innen haben wird – und welche Faktoren über den Erfolg dieses Projekts entscheiden könnten.

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Die Diagnose mit einer seltenen Erkrankung trifft Menschen mit voller Wucht. In Berlin diskutierten Expert:innen über Wege zu schnelleren Diagnosen und besserer Versorgung. Foto: ©iStock.com/demaerre

Seltene Erkrankungen: Perspektiven für eine bessere Versorgung

Die Diagnose mit einer seltenen Erkrankung trifft Menschen mit voller Wucht. Oft fehlt es an Therapien oder die Versorgungsstrukturen sind mindestens ausbaufähig. Neben dem Management der klinischen Symptome ergeben sich für die betroffenen Familien organisatorische und emotionale Herausforderungen, die das seelische Wohlbefinden, das Arbeitsleben und auch die wirtschaftliche Situation beeinträchtigen können. Beim Tagesspiegel Fachforum Gesundheit diskutierten Expert:innen über Wege zu schnelleren Diagnosen und besserer Versorgung.

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Am 10. Mai ist „Tag gegen den Schlaganfall“. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe macht darauf aufmerksam, dass die häufigsten Behinderungen nach einem Schlaganfall unsichtbar sind. Foto: ©iStock.com/Inside Creative House

Nach dem Schlaganfall: „Ich spüre was, was du nicht siehst“

„Die häufigsten Behinderungen nach einem Schlaganfall sind unsichtbar – eine große Herausforderung für Betroffene, aber auch ihr Umfeld“. Darauf macht die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe aufmerksam. Der bundesweite Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai steht daher dieses Jahr unter dem Motto: „Ich spüre was, was du nicht siehst“.

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Die Bundesregierung hat den Entwurf für das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz durchs Kabinett gebracht. Foto: ©iStock.com/jotily

GKV-Spargesetz: Von „Taschenspielertricks“ und „Deindustrialisierung“

Die Bundesregierung hat den Entwurf für das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz durchs Kabinett gebracht. Laut Gesundheitsministerin Nina Warken schafft das „die Grundlage für die nachhaltige finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung.“ Diese Sicht hat die Regierung relativ exklusiv: Während der AOK-Bundesverband von „Taschenspielertricks auf Kosten der Beitragszahlenden“ spricht, ist die Pharmaindustrie entsetzt. „Wird dieses Gesetz so verabschiedet, wird Deutschland einen weiteren Schritt in Richtung De-Industrialisierung machen“, so der Vorsitzende des Pharmaverbands BPI, Oliver Kirst.

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Pharmaunternehmen schaffen Gesundheit sowie Wohlstand und sind Teil staatlicher Souveränität. Ihre Produkte als „Kostentreiber“ zu betrachten, greift zu kurz. Und schadet. Foto: iStock.com / anyaberkut

Ein Kostenfaktor? Die stille Systemrelevanz der Pharmaindustrie

Die Debatte über Arzneimittelpreise ist in Deutschland schnell emotional. Neue Medikamente gelten als „Kostentreiber“. Doch diese Perspektive greift zu kurz. Sie blendet aus, dass die forschende Pharmaindustrie eine dreifache Funktion erfüllt: Sie produziert Gesundheit, sie schafft Wohlstand und sie ist Teil staatlicher Souveränität. Wer sie vor allem als Ausgabenfaktor betrachtet, unterschätzt ihre systemische Bedeutung. Und schadet dem Land.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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