Die Leitlinie zur Früherkennung von Prostatakrebs wurde aktualisiert – wir haben mit dem Leitlinien-Koordinator Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm über die Folgen für Patienten gesprochen.

Früherkennung von Prostatakrebs: Das ändert sich für die Patienten

Männer ab 45 Jahren sollten regelmäßig ihre Prostata untersuchen lassen. Dafür gibt es jetzt neue Leitlinien-Empfehlungen. Sie bieten Vorteile aus medizinischer Sicht – doch bislang ist unklar, ob und wann dafür eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen erfolgt. Wir haben mit Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm über die aktualisierte Leitlinie gesprochen – und über die Konsequenzen, die sich daraus für die Patienten ergeben. Grimm war federführend an der Aktualisierung der Leitlinie beteiligt.

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Bessere Behandlung durch Präzisionsmedizin

Rheuma ist nicht gleich Rheuma. Und Krebs ist nicht gleich Krebs. Jede Erkrankung ist von Patient:in zu Patient:in ein bisschen anders – sie hat ihren eigenen Fingerabdruck. Im besten Fall gelingt es, diesen Fingerabdruck genau zu untersuchen, individuelle Merkmale zu erkennen und mit Medikamenten zu beeinflussen: „In etlichen Untersuchungen wurde dokumentiert, dass Patient:innen bessere Therapieergebnisse haben, wenn sie konsequent präzisionsmedizinisch behandelt wurden. Leider geschieht das bei weitem nicht überall in Deutschland“, kritisiert der vfa.

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Dr. Xiaobin Wu vom Onkologieunternehmen BeOne Medicines über den Einsatz gegen Krebs und das Ziel, die Forschung effizienter zu gestalten.

Investition in das Morgen: Gesundheit durch neue Krebs-Medikamente

Eine Balance finden: Das will Dr. Xiaobin Wu, der beim Onkologieunternehmen BeOne Medicines (ehemals BeiGene) das operative Geschäft leitet. Eine Balance zwischen den Möglichkeiten, die die Forschung für die Behandlung krebskranker Menschen heute schon bereitstellt, und der Notwendigkeit, dass Gesundheitssysteme nachhaltig finanzierbar bleiben müssen. Ein Pharma Fakten-Gespräch über den Einsatz gegen Krebs, das Ziel, die Forschung effizienter zu gestalten, und die Frage, wie man Menschen in einkommensschwächeren Regionen mit Innovationen unterstützen kann.

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Brustkrebs: Wie kann es gelingen, dass die Patientinnen vom medizinischen Fortschritt profitieren – und dieser nicht an veralteten Strukturen hängen bleibt? Foto: Philip Nuernberger

Brustkrebs: „Es gibt viele Leben zu retten!“

„Innovative Therapien bei Brustkrebs: Da geht die Post ab“, weiß Gynäkologin Prof. Dr. Nadia Harbeck. Was eine gute Nachricht ist, stellt gleichzeitig eine große Herausforderung dar: für medizinische Fachkräfte, die den Überblick angesichts dieser Wissensexplosion behalten wollen; für die Versorgungsstrukturen, die nicht ausreichend auf neue Behandlungskonzepte eingestellt sind. Es muss sich etwas ändern – sonst sind die Patient:innen die Leidtragenden.

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In der Universitätsklinik Köln diskutierten Expert:innen über Chancen und Hemmnisse der CAR-T-Zelltherapie.

CAR-T-Zelltherapie: Woran es noch fehlt

Die CAR-T-Zelltherapie könnte die Behandlung zahlreicher Krebsarten in den kommenden Jahren entscheidend voranbringen – allerdings nur dann, wenn es gelingt, neben den Tumoren auch die Bürokratie in den Griff zu bekommen. Wie das konkret aussehen könnte, darüber haben sich Expert:innen bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Universitätsklinik Köln und des forschenden Pharma-Unternehmens BMS (Bristol Myers Squibb) ausgetauscht. Dabei gab es verblüffend einfache Lösungsvorschläge.

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Onkologe Prof. Dr. Michael Hallek setzte auf dem Vision Zero Berlin Summit ein hohes Ziel: Deutschland solle zum Weltmeister in der Krebsmedizin und -forschung werden. Foto: Peter Müller BILD

So wird Deutschland zum „Weltmeister der Krebsforschung“

Deutschland kann dies nicht, Deutschland kann das nicht – eigentlich kann man es längst nicht mehr hören: die wiederkehrenden Klagen darüber, was alles schiefläuft, angefangen bei einem Zuviel an Bürokratie und einem Zuwenig an Digitalisierung. Der Onkologe Prof. Dr. Michael Hallek plädierte auf dem Vision Zero Berlin Summit für ein anderes Mindset: „Warum haben wir nicht einfach mal den Anspruch Weltmeister in der Krebsforschung zu werden?“

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Jeder zweite Mensch wird in seinem Leben mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sein, jeder vierte wird daran sterben. Das will „Vision Zero in der Onkologie“ ändern. Auf ihrem Jahresgipfel diskutieren führende Gesundheitsexpert:innen, wie das gelingen kann. Foto: Ralf Günther/BILD

Vision Zero in der Onkologie: Den Tod nicht akzeptieren

Jeder zweite Mensch wird in seinem Leben mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sein, jeder vierte wird daran sterben. Das zu ändern – dafür ist „Vision Zero in der Onkologie“ angetreten, eine Initiative aus Forschung und Wissenschaft, Vertreter:innen aus dem Gesundheitssystem und von forschenden Pharmaunternehmen. Auf ihrem Jahresgipfel diskutieren führende Gesundheitsexpert:innen, wie das gelingen kann. Denn auch das ist ein Fakt: Mit den zur Verfügung stehenden Instrumenten – Prävention, Früherkennung, Behandlung und Nachsorge – könnte jeder zweite Todesfall vermieden werden.

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Früher lebten nur 14 Prozent der Kinder fünf Jahre nach der Leukämie-Diagnose noch. Inzwischen haben sich die Gesamtüberlebensraten dramatisch gesteigert. Foto: ©iStock.com/FamVeld

Leukämie bei Kindern: Die Geschichte eines Erfolges

Es ist nicht lange her, da lebten nur etwa 14 Prozent der Kinder, die an einer lymphatischen Leukämie (ALL) oder an einer akuten myeloischen Leukämie (AML) erkrankt waren, fünf Jahre nach Diagnosestellung noch. In Folge von Forschung und medizinischem Fortschritt konnten die Gesamtüberlebensraten dramatisch gesteigert werden – zumindest in Ländern mit höheren Einkommen.

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Weltweit raucht rund jede:r Fünfte. Die Bilanz: Mehr als sieben Millionen Tote im Jahr. Die WHO hat ihren Report „Global Tobacco Epidemic 2025“ vorgestellt. Foto: ©iStock.com/Aleksandr Rybalko

Gilt auch 2025: Rauchen tötet

Weltweit raucht rund jeder Fünfte. Die Bilanz: Mehr als sieben Millionen Tote im Jahr, davon rund 1,3 Millionen durch die Zigaretten, die andere rauchen. Auch wenn in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen durch Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums erreicht wurden, fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Report zur „Global Tobacco Epidemic 2025“ einen konsequenteren Schutz vor Zigaretten, E-Zigaretten und Co.

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Die Leitlinie zur Früherkennung von Prostatakrebs wurde aktualisiert – wir haben mit dem Leitlinien-Koordinator Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm über die Folgen für Patienten gesprochen.

Früherkennung von Prostatakrebs: Das ändert sich für die Patienten

Männer ab 45 Jahren sollten regelmäßig ihre Prostata untersuchen lassen. Dafür gibt es jetzt neue Leitlinien-Empfehlungen. Sie bieten Vorteile aus medizinischer Sicht – doch bislang ist unklar, ob und wann dafür eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen erfolgt. Wir haben mit Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm über die aktualisierte Leitlinie gesprochen – und über die Konsequenzen, die sich daraus für die Patienten ergeben. Grimm war federführend an der Aktualisierung der Leitlinie beteiligt.

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Bessere Behandlung durch Präzisionsmedizin

Rheuma ist nicht gleich Rheuma. Und Krebs ist nicht gleich Krebs. Jede Erkrankung ist von Patient:in zu Patient:in ein bisschen anders – sie hat ihren eigenen Fingerabdruck. Im besten Fall gelingt es, diesen Fingerabdruck genau zu untersuchen, individuelle Merkmale zu erkennen und mit Medikamenten zu beeinflussen: „In etlichen Untersuchungen wurde dokumentiert, dass Patient:innen bessere Therapieergebnisse haben, wenn sie konsequent präzisionsmedizinisch behandelt wurden. Leider geschieht das bei weitem nicht überall in Deutschland“, kritisiert der vfa.

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Dr. Xiaobin Wu vom Onkologieunternehmen BeOne Medicines über den Einsatz gegen Krebs und das Ziel, die Forschung effizienter zu gestalten.

Investition in das Morgen: Gesundheit durch neue Krebs-Medikamente

Eine Balance finden: Das will Dr. Xiaobin Wu, der beim Onkologieunternehmen BeOne Medicines (ehemals BeiGene) das operative Geschäft leitet. Eine Balance zwischen den Möglichkeiten, die die Forschung für die Behandlung krebskranker Menschen heute schon bereitstellt, und der Notwendigkeit, dass Gesundheitssysteme nachhaltig finanzierbar bleiben müssen. Ein Pharma Fakten-Gespräch über den Einsatz gegen Krebs, das Ziel, die Forschung effizienter zu gestalten, und die Frage, wie man Menschen in einkommensschwächeren Regionen mit Innovationen unterstützen kann.

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Brustkrebs: Wie kann es gelingen, dass die Patientinnen vom medizinischen Fortschritt profitieren – und dieser nicht an veralteten Strukturen hängen bleibt? Foto: Philip Nuernberger

Brustkrebs: „Es gibt viele Leben zu retten!“

„Innovative Therapien bei Brustkrebs: Da geht die Post ab“, weiß Gynäkologin Prof. Dr. Nadia Harbeck. Was eine gute Nachricht ist, stellt gleichzeitig eine große Herausforderung dar: für medizinische Fachkräfte, die den Überblick angesichts dieser Wissensexplosion behalten wollen; für die Versorgungsstrukturen, die nicht ausreichend auf neue Behandlungskonzepte eingestellt sind. Es muss sich etwas ändern – sonst sind die Patient:innen die Leidtragenden.

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In der Universitätsklinik Köln diskutierten Expert:innen über Chancen und Hemmnisse der CAR-T-Zelltherapie.

CAR-T-Zelltherapie: Woran es noch fehlt

Die CAR-T-Zelltherapie könnte die Behandlung zahlreicher Krebsarten in den kommenden Jahren entscheidend voranbringen – allerdings nur dann, wenn es gelingt, neben den Tumoren auch die Bürokratie in den Griff zu bekommen. Wie das konkret aussehen könnte, darüber haben sich Expert:innen bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Universitätsklinik Köln und des forschenden Pharma-Unternehmens BMS (Bristol Myers Squibb) ausgetauscht. Dabei gab es verblüffend einfache Lösungsvorschläge.

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Onkologe Prof. Dr. Michael Hallek setzte auf dem Vision Zero Berlin Summit ein hohes Ziel: Deutschland solle zum Weltmeister in der Krebsmedizin und -forschung werden. Foto: Peter Müller BILD

So wird Deutschland zum „Weltmeister der Krebsforschung“

Deutschland kann dies nicht, Deutschland kann das nicht – eigentlich kann man es längst nicht mehr hören: die wiederkehrenden Klagen darüber, was alles schiefläuft, angefangen bei einem Zuviel an Bürokratie und einem Zuwenig an Digitalisierung. Der Onkologe Prof. Dr. Michael Hallek plädierte auf dem Vision Zero Berlin Summit für ein anderes Mindset: „Warum haben wir nicht einfach mal den Anspruch Weltmeister in der Krebsforschung zu werden?“

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Jeder zweite Mensch wird in seinem Leben mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sein, jeder vierte wird daran sterben. Das will „Vision Zero in der Onkologie“ ändern. Auf ihrem Jahresgipfel diskutieren führende Gesundheitsexpert:innen, wie das gelingen kann. Foto: Ralf Günther/BILD

Vision Zero in der Onkologie: Den Tod nicht akzeptieren

Jeder zweite Mensch wird in seinem Leben mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sein, jeder vierte wird daran sterben. Das zu ändern – dafür ist „Vision Zero in der Onkologie“ angetreten, eine Initiative aus Forschung und Wissenschaft, Vertreter:innen aus dem Gesundheitssystem und von forschenden Pharmaunternehmen. Auf ihrem Jahresgipfel diskutieren führende Gesundheitsexpert:innen, wie das gelingen kann. Denn auch das ist ein Fakt: Mit den zur Verfügung stehenden Instrumenten – Prävention, Früherkennung, Behandlung und Nachsorge – könnte jeder zweite Todesfall vermieden werden.

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Früher lebten nur 14 Prozent der Kinder fünf Jahre nach der Leukämie-Diagnose noch. Inzwischen haben sich die Gesamtüberlebensraten dramatisch gesteigert. Foto: ©iStock.com/FamVeld

Leukämie bei Kindern: Die Geschichte eines Erfolges

Es ist nicht lange her, da lebten nur etwa 14 Prozent der Kinder, die an einer lymphatischen Leukämie (ALL) oder an einer akuten myeloischen Leukämie (AML) erkrankt waren, fünf Jahre nach Diagnosestellung noch. In Folge von Forschung und medizinischem Fortschritt konnten die Gesamtüberlebensraten dramatisch gesteigert werden – zumindest in Ländern mit höheren Einkommen.

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Weltweit raucht rund jede:r Fünfte. Die Bilanz: Mehr als sieben Millionen Tote im Jahr. Die WHO hat ihren Report „Global Tobacco Epidemic 2025“ vorgestellt. Foto: ©iStock.com/Aleksandr Rybalko

Gilt auch 2025: Rauchen tötet

Weltweit raucht rund jeder Fünfte. Die Bilanz: Mehr als sieben Millionen Tote im Jahr, davon rund 1,3 Millionen durch die Zigaretten, die andere rauchen. Auch wenn in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen durch Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums erreicht wurden, fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Report zur „Global Tobacco Epidemic 2025“ einen konsequenteren Schutz vor Zigaretten, E-Zigaretten und Co.

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Kommentar

Was, wenn Gesundheit die eigentliche Konjunktur-Bazooka wäre?

Wenn die forschende Pharmaindustrie Maßnahmen aus dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ablehnt und stattdessen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen fordert, liegt ein Verdacht schnell nahe: Hier verteidigt eine profitable Branche ihre wirtschaftlichen Interessen. Das aber verstellt den Blick darauf, welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag die Branche leistet und welche Impulse sie für Gesundheit, Innovation, Produktivität und Wertschöpfung setzt. Impulse, auf die unser Land nicht verzichten kann. Ein Kommentar von Florian Martius.

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