In der Universitätsklinik Köln diskutierten Expert:innen über Chancen und Hemmnisse der CAR-T-Zelltherapie.

CAR-T-Zelltherapie: Woran es noch fehlt

Die CAR-T-Zelltherapie könnte die Behandlung zahlreicher Krebsarten in den kommenden Jahren entscheidend voranbringen – allerdings nur dann, wenn es gelingt, neben den Tumoren auch die Bürokratie in den Griff zu bekommen. Wie das konkret aussehen könnte, darüber haben sich Expert:innen bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Universitätsklinik Köln und des forschenden Pharma-Unternehmens BMS (Bristol Myers Squibb) ausgetauscht. Dabei gab es verblüffend einfache Lösungsvorschläge.

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Onkologe Prof. Dr. Michael Hallek setzte auf dem Vision Zero Berlin Summit ein hohes Ziel: Deutschland solle zum Weltmeister in der Krebsmedizin und -forschung werden. Foto: Peter Müller BILD

So wird Deutschland zum „Weltmeister der Krebsforschung“

Deutschland kann dies nicht, Deutschland kann das nicht – eigentlich kann man es längst nicht mehr hören: die wiederkehrenden Klagen darüber, was alles schiefläuft, angefangen bei einem Zuviel an Bürokratie und einem Zuwenig an Digitalisierung. Der Onkologe Prof. Dr. Michael Hallek plädierte auf dem Vision Zero Berlin Summit für ein anderes Mindset: „Warum haben wir nicht einfach mal den Anspruch Weltmeister in der Krebsforschung zu werden?“

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Jeder zweite Mensch wird in seinem Leben mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sein, jeder vierte wird daran sterben. Das will „Vision Zero in der Onkologie“ ändern. Auf ihrem Jahresgipfel diskutieren führende Gesundheitsexpert:innen, wie das gelingen kann. Foto: Ralf Günther/BILD

Vision Zero in der Onkologie: Den Tod nicht akzeptieren

Jeder zweite Mensch wird in seinem Leben mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sein, jeder vierte wird daran sterben. Das zu ändern – dafür ist „Vision Zero in der Onkologie“ angetreten, eine Initiative aus Forschung und Wissenschaft, Vertreter:innen aus dem Gesundheitssystem und von forschenden Pharmaunternehmen. Auf ihrem Jahresgipfel diskutieren führende Gesundheitsexpert:innen, wie das gelingen kann. Denn auch das ist ein Fakt: Mit den zur Verfügung stehenden Instrumenten – Prävention, Früherkennung, Behandlung und Nachsorge – könnte jeder zweite Todesfall vermieden werden.

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Früher lebten nur 14 Prozent der Kinder fünf Jahre nach der Leukämie-Diagnose noch. Inzwischen haben sich die Gesamtüberlebensraten dramatisch gesteigert. Foto: ©iStock.com/FamVeld

Leukämie bei Kindern: Die Geschichte eines Erfolges

Es ist nicht lange her, da lebten nur etwa 14 Prozent der Kinder, die an einer lymphatischen Leukämie (ALL) oder an einer akuten myeloischen Leukämie (AML) erkrankt waren, fünf Jahre nach Diagnosestellung noch. In Folge von Forschung und medizinischem Fortschritt konnten die Gesamtüberlebensraten dramatisch gesteigert werden – zumindest in Ländern mit höheren Einkommen.

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Weltweit raucht rund jede:r Fünfte. Die Bilanz: Mehr als sieben Millionen Tote im Jahr. Die WHO hat ihren Report „Global Tobacco Epidemic 2025“ vorgestellt. Foto: ©iStock.com/Aleksandr Rybalko

Gilt auch 2025: Rauchen tötet

Weltweit raucht rund jeder Fünfte. Die Bilanz: Mehr als sieben Millionen Tote im Jahr, davon rund 1,3 Millionen durch die Zigaretten, die andere rauchen. Auch wenn in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen durch Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums erreicht wurden, fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Report zur „Global Tobacco Epidemic 2025“ einen konsequenteren Schutz vor Zigaretten, E-Zigaretten und Co.

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Nach einer Brustkrebserkrankung bleibt ein Rückfallrisiko. Doch es gibt Möglichkeiten, dieses Risiko zu reduzieren. Foto: ©iStock.com/littlekop

Brustkrebs entfernt – Rückfall nicht ausgeschlossen

Der Tumor wurde operativ entfernt – und trotzdem ist die Erkrankung eines Tages wieder da. So geht es nicht wenigen Patient:innen. Beim hormonrezeptorpositiven (HR+) Brustkrebs kommt es oft sogar erst nach fünf oder mehr Jahren zu einem Rückfall. Zu wenige Betroffene wissen darüber Bescheid – dabei ist es möglich, das Risiko für ein sogenanntes Rezidiv zu senken.

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Neue Arzneimittel gegen Krebs

An jedem Tag sterben rund 27.000 Menschen weltweit an den Folgen einer Krebserkrankung – es sind 1.125 verlorene Leben pro Stunde. Die Onkologie ist für Pharmaunternehmen deshalb ein Forschungsschwerpunkt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Im Jahr 2024 wurden weltweit 25 neue onkologische Wirkstoffe in die Versorgung gebracht. In den vergangenen zwei Jahrzehnten waren es insgesamt 282 Präparate.

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Der Onkologe Dr. Jan-Philipp Weber beschreibt im Interview, welchen Nutzen seine Patient:innen aus seiner Kooperation mit dem Nationalen Netzwerk genomische Medizin Lungenkrebs ziehen.

Lungenkrebs: Der beste Weg zur genomischen Testung

Gemeinsam mit drei weiteren Ärzt:innen arbeitet der Lungenkrebs-Spezialist Dr. Jan-Philipp Weber in einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Köln. Im Interview berichtet er, weshalb er als Onkologe mit dem Nationalen Netzwerk genomische Medizin Lungenkrebs (nNGM) zusammenarbeitet, wie diese Partnerschaft aussieht und welche Folgen das für seine Patient:innen hat.

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Wie kommt medizinische Spitzenforschung in der Onkologie schnell und wirksam in die Versorgung? Darüber sprachen Experten bei einem Handelsblatt Webinar. Foto: ©iStock.com/spukkato (Siam Pukkato)

Das sind die Wege in die Krebsbehandlung der Zukunft

Die Forschung boomt, die Zahl der Behandlungsmöglichkeiten im Kampf gegen Krebs wächst von Jahr zu Jahr. Doch alternde Gesellschaft und zunehmende Erkrankungszahlen stellen die Gesundheitssysteme vor große Herausforderungen: Welche Weichen müssen gestellt werden, damit Innovationen nicht nur entwickelt, sondern auch für Betroffene schnell verfügbar sind? Darüber sprachen Experten aus Medizin, Politik und Industrie im Rahmen eines Handelsblatt Webinars mit Unterstützung von BeiGene.

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In der Universitätsklinik Köln diskutierten Expert:innen über Chancen und Hemmnisse der CAR-T-Zelltherapie.

CAR-T-Zelltherapie: Woran es noch fehlt

Die CAR-T-Zelltherapie könnte die Behandlung zahlreicher Krebsarten in den kommenden Jahren entscheidend voranbringen – allerdings nur dann, wenn es gelingt, neben den Tumoren auch die Bürokratie in den Griff zu bekommen. Wie das konkret aussehen könnte, darüber haben sich Expert:innen bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Universitätsklinik Köln und des forschenden Pharma-Unternehmens BMS (Bristol Myers Squibb) ausgetauscht. Dabei gab es verblüffend einfache Lösungsvorschläge.

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Onkologe Prof. Dr. Michael Hallek setzte auf dem Vision Zero Berlin Summit ein hohes Ziel: Deutschland solle zum Weltmeister in der Krebsmedizin und -forschung werden. Foto: Peter Müller BILD

So wird Deutschland zum „Weltmeister der Krebsforschung“

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Jeder zweite Mensch wird in seinem Leben mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sein, jeder vierte wird daran sterben. Das will „Vision Zero in der Onkologie“ ändern. Auf ihrem Jahresgipfel diskutieren führende Gesundheitsexpert:innen, wie das gelingen kann. Foto: Ralf Günther/BILD

Vision Zero in der Onkologie: Den Tod nicht akzeptieren

Jeder zweite Mensch wird in seinem Leben mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sein, jeder vierte wird daran sterben. Das zu ändern – dafür ist „Vision Zero in der Onkologie“ angetreten, eine Initiative aus Forschung und Wissenschaft, Vertreter:innen aus dem Gesundheitssystem und von forschenden Pharmaunternehmen. Auf ihrem Jahresgipfel diskutieren führende Gesundheitsexpert:innen, wie das gelingen kann. Denn auch das ist ein Fakt: Mit den zur Verfügung stehenden Instrumenten – Prävention, Früherkennung, Behandlung und Nachsorge – könnte jeder zweite Todesfall vermieden werden.

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Früher lebten nur 14 Prozent der Kinder fünf Jahre nach der Leukämie-Diagnose noch. Inzwischen haben sich die Gesamtüberlebensraten dramatisch gesteigert. Foto: ©iStock.com/FamVeld

Leukämie bei Kindern: Die Geschichte eines Erfolges

Es ist nicht lange her, da lebten nur etwa 14 Prozent der Kinder, die an einer lymphatischen Leukämie (ALL) oder an einer akuten myeloischen Leukämie (AML) erkrankt waren, fünf Jahre nach Diagnosestellung noch. In Folge von Forschung und medizinischem Fortschritt konnten die Gesamtüberlebensraten dramatisch gesteigert werden – zumindest in Ländern mit höheren Einkommen.

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Weltweit raucht rund jede:r Fünfte. Die Bilanz: Mehr als sieben Millionen Tote im Jahr. Die WHO hat ihren Report „Global Tobacco Epidemic 2025“ vorgestellt. Foto: ©iStock.com/Aleksandr Rybalko

Gilt auch 2025: Rauchen tötet

Weltweit raucht rund jeder Fünfte. Die Bilanz: Mehr als sieben Millionen Tote im Jahr, davon rund 1,3 Millionen durch die Zigaretten, die andere rauchen. Auch wenn in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen durch Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums erreicht wurden, fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Report zur „Global Tobacco Epidemic 2025“ einen konsequenteren Schutz vor Zigaretten, E-Zigaretten und Co.

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Nach einer Brustkrebserkrankung bleibt ein Rückfallrisiko. Doch es gibt Möglichkeiten, dieses Risiko zu reduzieren. Foto: ©iStock.com/littlekop

Brustkrebs entfernt – Rückfall nicht ausgeschlossen

Der Tumor wurde operativ entfernt – und trotzdem ist die Erkrankung eines Tages wieder da. So geht es nicht wenigen Patient:innen. Beim hormonrezeptorpositiven (HR+) Brustkrebs kommt es oft sogar erst nach fünf oder mehr Jahren zu einem Rückfall. Zu wenige Betroffene wissen darüber Bescheid – dabei ist es möglich, das Risiko für ein sogenanntes Rezidiv zu senken.

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Neue Arzneimittel gegen Krebs

An jedem Tag sterben rund 27.000 Menschen weltweit an den Folgen einer Krebserkrankung – es sind 1.125 verlorene Leben pro Stunde. Die Onkologie ist für Pharmaunternehmen deshalb ein Forschungsschwerpunkt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Im Jahr 2024 wurden weltweit 25 neue onkologische Wirkstoffe in die Versorgung gebracht. In den vergangenen zwei Jahrzehnten waren es insgesamt 282 Präparate.

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Der Onkologe Dr. Jan-Philipp Weber beschreibt im Interview, welchen Nutzen seine Patient:innen aus seiner Kooperation mit dem Nationalen Netzwerk genomische Medizin Lungenkrebs ziehen.

Lungenkrebs: Der beste Weg zur genomischen Testung

Gemeinsam mit drei weiteren Ärzt:innen arbeitet der Lungenkrebs-Spezialist Dr. Jan-Philipp Weber in einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Köln. Im Interview berichtet er, weshalb er als Onkologe mit dem Nationalen Netzwerk genomische Medizin Lungenkrebs (nNGM) zusammenarbeitet, wie diese Partnerschaft aussieht und welche Folgen das für seine Patient:innen hat.

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Wie kommt medizinische Spitzenforschung in der Onkologie schnell und wirksam in die Versorgung? Darüber sprachen Experten bei einem Handelsblatt Webinar. Foto: ©iStock.com/spukkato (Siam Pukkato)

Das sind die Wege in die Krebsbehandlung der Zukunft

Die Forschung boomt, die Zahl der Behandlungsmöglichkeiten im Kampf gegen Krebs wächst von Jahr zu Jahr. Doch alternde Gesellschaft und zunehmende Erkrankungszahlen stellen die Gesundheitssysteme vor große Herausforderungen: Welche Weichen müssen gestellt werden, damit Innovationen nicht nur entwickelt, sondern auch für Betroffene schnell verfügbar sind? Darüber sprachen Experten aus Medizin, Politik und Industrie im Rahmen eines Handelsblatt Webinars mit Unterstützung von BeiGene.

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Kommentar

GKV-Spargesetz: Das Narrativ stimmt nicht

Die Bundesregierung betont, dass sie mit dem vorgelegten Entwurf zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) „allen Beteiligten – von der Pharmaindustrie über die Ärztinnen und Ärzte bis hin zu den Krankenhäusern – etwas abverlangt, um dieses System zukunftsfähig zu machen.“ Das aber ist nicht nur der falsche Weg – es stimmt auch einfach nicht. Ein Kommentar von Florian Martius.

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